»Ein Besuch in Ising lohnt sich«

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Sie ist an den ersten Turniertagen mit von der Partie: Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl, hier mit ihrem Pferd Ferdinand BB. (Foto: Weitz)

Die Wetterprognosen sind gut, die Besetzung hervorragend: Die Vorfreude auf das Chiemsee-Pferdefestival 2021 ist auch bei den Veranstaltern groß. Ab dem morgigen Donnerstag (Beginn 8.30 Uhr) sind beim ersten Teil des Turniers die Spring- und Dressurreiter bis einschließlich Sonntag zu Gast. Dressur-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl (RFV Aubenhausen) ist die prominenteste Teilnehmerin in der Dressur, im Springreiten ist dies die Weltmeisterin von 2018, Simone Blum (LRFV Massenhausen). Auch quantitativ ist die Beteiligung hervorragend. Alleine für die erste Turnierwoche sind laut Turnierleiter Sepp Beilmaier Meldungen für »an die 1000 Starts« eingegangen.


Jessica von Bredow-Werndl hatte vor wenigen Wochen bei den Olympischen Spielen in Tokio (Japan) Gold im Einzel und in der Mannschaft geholt. Die 35-Jährige war dabei mit ihrem Pferd Dalera erfolgreich.

Die 14-jährige Trakehner-Stute hat in Ising allerdings Pause. Ihre Reiterin ist an den ersten drei Turniertagen mit ihren Pferden Sir Max (10 Jahre), Forsazza de Malleret (8 Jahre) und Got it (6 Jahre) am Start. Am Sonntag mischt die 35-Jährige jedoch nicht mehr mit: Da reist sie zu den Europameisterschaften ab, die am kommenden Dienstag in Hagen (am Teutoburger Wald) beginnen.

Auch ihr Bruder Benjamin Werndl ist in Ising mit von der Partie. Ebenso gehört Matthias Bouten (Wasserburg/RA München) als ein weiterer Isinger »Stammgast« zu den Anwärtern auf Spitzenplätze in der Dressur. Wie zuletzt gewohnt, finden die Dressur-Wettbewerbe in der großen Isinger Halle, die Springreiter-Wettbewerbe auf dem großen Außenplatz statt. In der zweiten Woche des Chiemsee-Pferdefestivals (9. bis 12. September) werden übrigens wegen der EM keine Dressur-Wettbewerbe mehr ausgetragen.

Dann steht ausschließlich das Springreiten auf dem Programm, das bereits in der ersten Turnierwoche schon erfreulich gut besetzt ist. Simone Blum schont allerdings ihre Stute Alice, mit der sie 2018 den WM-Titel geholt hatte. Dafür hat die 32-Jährige aber mit Baloutano (8 Jahre), Qualibro (8 Jahre), Ciara (7 Jahre) und Kaurien (6 Jahre) vier junge Vierbeiner für das Pferdefestival gemeldet, mit denen sie kräftig mitimischen möchte.

Eröffnet wird das Chiemsee-Pferdefestival am morgigen Donnerstag (8.30 Uhr) mit einer Springprüfung der Klasse M* (6- bis 8-jährige Pferde). Allein bei dieser Prüfung sind etwa 100 Teilnehmer gemeldet, darunter neben Blum auch weitere bekannte Namen wie Tina Deuerer (RV Eppelheim), Sven Fehnl (RFV Sulzbach-Rosenberg) oder Felix Müller (RFV Kirberg). Hinzu kommen aus der Region unter anderem Franz-Josef Steiner (RFV Rupertiwinkel), Lisa-Marie Arvai, Isabella Beilmaier und Patrick Lam (alle PSC Ising) sowie Tamara Gschwendtner (PF Pertenstein). Auch die früher in Ising reitende Elisabeth Meyer (RA SV Leingarten) ist mit von der Partie.

Am Freitag (8.30 Uhr) wird das Springreiten mit einer Amateur-Springprüfung der Klasse L eröffnet. Um 17.15 Uhr folgt als erstes hochkarätiges Springen eine Zwei-Phasen-Prüfung der Klasse S**. Am Samstag (17 Uhr) steht ein S**-Springen mit Stechen auf dem Programm, am Sonntag bildet ab 14.45 Uhr der Große Preis der Bethmann-Bank – eine Springprüfung der Klasse S*** mit Stechen – den krönenden Abschluss der Wettbewerbe.

In der Dressur ist bereits am morgigen Donnerstag der Grand Prix (Klasse S*** ab 16.30 Uhr) ein erster sportlicher Höhepunkt. Eine Qualifikation zur Louisdor-Finalprüfung (Freitag, 13.30 Uhr/Klasse S***) sowie drei hochkarätige Prüfungen am Samstag stehen ebenso an wie am Sonntag (12 Uhr) der Grand Prix Special (S***).

Die Veranstalter setzen wieder auf ihr bewährtes Hygienekonzept. Es gibt abgesteckte Wege, alle Besucher müssen sich jeweils registrieren lassen, »wir halten uns an die Regeln«, betont Beilmaier. Er verweist darauf, dass es auch ein Gastronomie-Angebot gibt. Im Mittelpunkt steht aber natürlich der teils hochklassige Sport. Daher betont Beilmaier: »Es lohnt sich, nach Ising zu kommen.«

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