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Ein aufstrebender Sportverein wird 50

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Der SV Seeon, der heuer sein 50-jähriges Bestehen feiert, hat sein Sportangebot kontinuierlich erweitert. Der über 1000 Mitglieder starke Verein bietet im Turnsportbereich unter anderem auch systematisches Ganzkörpertraining (Pilates) an.

50 Jahre einen Sportverein zu führen und den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten ist ein Grund zum Feiern: An diesem Wochenende feiert der SV Seeon dieses Jubiläum. Mit diesem Fest sollen vor allem auch die Mühen der vergangenen Jahre belohnt werden: Die Generalsanierung und Erweiterung des Sportheims sowie der Bau einer neuen Turnhalle, eines neuen Sportplatzes und eines neuen Tennisheims. Die Vorstandschaft des SV Seeon hofft auf viele Besucher.


Das Team um den SV-Vorsitzenden und Festleiter Rolf Orwat hat sich für Samstag und Sonntag etwas Besonderes einfallen lassen. Auf dem Parkplatz am Sportgelände werden mehrere kleinere Zelte aufgebaut. Rund um diese »Zeltstadt« werden kulinarische Köstlichkeiten angeboten. Auf dem Genussmarkt können sich die Besucher auch mit regionalen Produkten eindecken. Parallel wird es auch einen Flohmarkt geben. Der Genussmarkt und der Flohmarkt öffnen bereits am Samstag um 15 Uhr.

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Zwei Freundschaftsspiele

Parallel werden ab 15 Uhr auch die Freundschafts-Fußballspiele Seeon II gegen Pittenhart und anschließend Seeon I (Kreisklasse) gegen den Bezirksligisten SB Chiemgau Traunstein I angepfiffen. Um 16 und 17 Uhr treten auch die Seeoner Goaßlschnalzer auf. Nach einem Totengedenken um 18.45 Uhr an der Dorfkirche wird zum Festplatz marschiert. Bei freiem Eintritt ist dort ab 20 Uhr Feiern mit der italienischen Band »Musica Ribell« aus München angesagt.

Für den Festsonntag erwartet der Jubelverein 28 Sport- und Ortsvereine zum Festgottesdienst (10.15 Uhr) unter Leitung von Pfarrer Dr. Hans Huber am Sportplatz. Der Festzug führt anschließend zum Strandbad und wieder zurück zum Festplatz. Dort finden dann ein gemeinsames Mittagessen und Ehrungen von Gründungsmitgliedern statt. Bis 14 Uhr wird die Blaskapelle Seeon die Gäste unterhalten und ab 14 Uhr spielt die Irish-Folk-Gruppe »Matching Ties«.

Aus der Chronik des SV Seeon

Aus kleinen Anfängen heraus hat sich der Sportverein zu einem aufstrebenden Sportverein mit über 1000 Mitgliedern entwickelt und ist heute auch der größte Ortsverein im Gemeindegebiet.

Seine Entwicklung hat der Verein insbesondere dem ehemaligen Zweiten Bürgermeister der Gemeinde Seeon-Seebruck, Lorenz Stinn, zu verdanken. Stinn hatte sich 34 Jahre lang als Vorsitzender um die Fortentwicklung des Vereins verdient gemacht. Seit 2001 leitet Rolf Orwat die Geschicke des Vereins.

Aushängeschild ist zweifellos die Eisstockabteilung, die sich schon vor der Vereinsgründung im Mai 1946 formierte und mit Georg Mussner und Konrad Freiwang 1990 zwei Weltmeister im Eisstock-Weitschießen stellte.

Neben dem Eisstocksport wurden in den Anfängen Damengymnastik, Schwimmen, Fußball, Leichtathletik, und Kegeln angeboten, und seit den 1970er Jahren wird in Seeon auch Tennis gespielt und es gibt auch eine aktive Skiabteilung. Derzeit verfügt der Verein über acht Abteilungen mit einem vielfältigen Sportangebot vom Kleinkinderturnen über Basketball bis hin zur Aerobic.

Viele Eigenleistungen

In all den Jahren hat der Verein auch viel Eigenleistung in seine Sportstätten gesteckt. Zuletzt beim Bau einer neuen Schulturnhalle mit der Gemeinde. Über 7000 freiwillige Arbeitsstunden wurden von den Vereinsmitgliedern investiert. Vor knapp zwei Jahren wurde die neue Turnhalle, die sich die Schule und der Verein teilen, feierlich eingeweiht.

Von der neuen Turnhalle, in der heuer vom Bayerischen Landessportverband (BLSV) erstmals auch Übungsleiter ausgebildet werden, hat der Verein auch enorm profitiert: 200 neue Mitglieder konnten gewonnen werden. Im Zuge des Hallenneubaus musste auch der Fußballplatz gedreht und neu angelegt werden.

Die letzte Großbaustelle wurde erst vor kurzem abgeschlossen. Auf dem Gelände der generalsanierten Tennisplätze wurde ausschließlich in Eigenleistung ein neues Tennisheim (Tennisalm) gebaut. Das Miteinander ist ein Zeichen dafür, dass der Zusammenhalt im Verein funktioniert. Davon ist auch der Vorsitzende überzeugt: »Der Zusammenhalt der Mitglieder ist fantastisch«, erklärt Orwat, der auch das große Entgegenkommen der Gemeinde begrüßt. »Wir bekommen von der Gemeinde jegliche Unterstützung.« ga