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Ein Aufsteiger als »Wintermeister« der Liga?

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So will er mit der DJK Otting diesmal im Kellerduell den SC Inzell hinter sich lassen: DJK-Spieler Christoph Seehuber. Dagegen trifft Michael Auer (rechts) vom SV Kirchanschöring II diesmal mit seiner Mannschaft auf den TSV Traunwalchen, der ebenfalls wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg erkämpfen will. (Foto: Wirth)

Wer wird »Wintermeister« in der Fußball-Kreisklasse IV? Diese Frage stellt sich vor dem ersten Spieltag der Rückrunde, der zugleich letzter Spieltag vor der Winterpause ist. Die besten Karten hat Spitzenreiter TSV Tittmoning (32 Punkte), der den ASV Grassau (11./13) zu Gast hat, während Verfolger TSV Fridolfing (2./30) beim BSC Surheim (6./21) zu Gast ist.


Insgesamt stehen nur sechs Begegnungen auf dem Programm. Denn die Partie des TSV Berchtesgaden (3./24) gegen den SC Vachendorf (7./21) war bereits Ende Oktober ausgetragen worden – der TSV hatte mit 6:1 gewonnen.

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Fridolfing gastiert beim BSC Surheim

Eröffnet wird die 14. Runde am morgigen Samstag (14.30 Uhr) mit dem Duell zwischen dem BSC Surheim und dem TSV Fridolfing. Gegen den BSC hatten die Schützlinge von Bernhard Zeif einen schwierigen Saisonstart erlebt: Man hatte sich mit einem 0:0-Unentschieden begnügen müssen, anschließend hatte man mit 0:1 beim jetzigen Spitzenreiter TSV Tittmoning verloren. Doch es folgte eine imposante Erfolgsserie: Neun Siege und zwei Remis. Nun wollen die Fridolfinger auch beim BSC weiter auf Kurs bleiben.

Ebenfalls am Samstag – aber erst um 17.30 Uhr – ist Spitzenreiter TSV Tittmoning auf eigenem Platz gefordert: Zu Gast ist der ASV Grassau, der nach einigen bitteren Niederlagen zuletzt ein beachtliches 0:0-Unentschieden in Surheim erreicht hatte. Allerdings gehen die Hausherren mit heftige Revanchegelüsten in diese Partie: Schließlich hatte es zum Saisonauftakt für die Schützlinge von Harald Gruber eine 1:4-Niederlage in Grassau gegeben.

Dass danach zehn Siege und zwei Unentschieden folgen würden, war da noch nicht absehbar. »Dass wir als Aufsteiger jetzt Herbstmeister sind, ist ein Riesenerfolg für uns«, freut sich Vorstand Andreas Bratzdrum. Nun will der Neuling auch als Tabellenführer in die Winterpause gehen, nach der er gleich zum Frühjahrsauftakt am 19. März 2016 beim TSV Fridolfing antreten muss.

Auf eine Grassauer Niederlage in Tittmoning hofft der SV Laufen (13./8). Dieser ist ebenfalls morgen – nämlich um 16 Uhr – im absoluten Kellerduell bei Schlusslicht FC Bischofswiesen (14./2) zu Gast. Gegen den FCB gab es einen der zwei bisherigen Saisonsiege. Sollten die SVL-Fußballer an das 2:1 aus der Vorrunde anknüpfen können, wäre der Anschluss zu den rettenden Plätzen wieder hergestellt. Das allerdings wollen die Hausherren verhindern, die ihrerseits mit dem ersten Saisonsieg gestärkt in den Winter gehen könnten.

Ein weiteres Kellerduell findet am Sonntag ab 14.30 Uhr bei der DJK Otting (12./13) statt. Zu Gast ist der SC Inzell, der nach sechs Niederlagen in Serie vom Spitzenteam zum Abstiegskandidaten geworden ist. Zuletzt konnte bei den Inzellern immerhin der lange verletzte Fabian Zeidler wieder mitspielen – er hatte im Hinspiel mit einem Dreierpack maßgeblich zum Inzeller 4:1-Sieg beigetragen.

Ebenfalls um 14.30 Uhr sind am Sonntag der SC Anger (5./21) und der ASV Piding (8./19) im Einsatz. Die Angerer wollen sich für ihre 2:4-Niederlage im Hinspiel schadlos halten – und hätten im Falle eines Sieges sogar die Chance, als Tabellendritter zu überwintern.

Die besten Aussichten dazu hat allerdings der SV Kirchanschöring II (5./22). Sollte es am Sonntag (14 Uhr) einen Heimsieg gegen den TSV Traunwalchen (10./15) geben, wäre man auf jeden Fall Dritter. Im Hinspiel wurden die Traunwalchner vom SVK II mit 1:6 regelrecht »zerlegt« – doch damals »haben bei denen sechs Mann aus dem Bayernliga-Kader gespielt«, erinnert sich Traunwalchens Pressesprecher Beppo Wohlrab. Allerdings müsse man diesmal auch wieder damit rechnen, dass der SVK II gut aufgestellt sei, da die Erste Mannschaft des SVK bereits am Samstag spiele und die »Bankdrücker« dann am Sonntag zum Einsatz kommen könnten. Dennoch: Nach zuletzt drei Siegen in Serie (und davor einem 1:1 bei Spitzenreiter Tittmoning) »wollen wir mindestens einen Punkt mitnehmen.«

Das Selbstvertrauen ist wieder zurück

Das Selbstvertrauen ist schließlich wieder da, der Kader – nur Markus Heinemanns Einsatz ist fraglich – ist fast komplett, und das Interimstrainerduo Charly Blaim und Johannes Gallinger »leistet hervorragende Arbeit.« Da Blaim am Spieltag meist als Schiedsrichter gefordert ist, wird das Team während der Partien im Normalfall von Gallinger betreut. Nach der Winterpause möchte man dann wieder einen festen Cheftrainer installieren.

Eine Entscheidung hierzu ist noch nicht gefallen, »wir sondieren noch«, so Wohlrab. Doch Blaim und Gallinger wollen ihrem Nachfolger ein möglichst gutes Punktepolster – derzeit sind es zwei gegenüber dem Relegationsplatz – zu den Abstiegsplätzen hinterlassen. Daher soll beim SVK II möglichst gepunktet werden. who

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