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Ehrung für Tachings Vorzeigesportler

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Bürgermeisterin Ursula Haas gratuliert »Pepi« Ferstl, der sich auch ins Goldene Buch der Gemeinde eintrug. (Foto: Caruso)

Kitzbühel scheint ein gutes Pflaster für deutsche Speed-Fahrer zu sein: Nach dem Vorjahres-Abfahrtssieg von Thomas Dreßen gewann der Tenglinger Josef »Pepi« Ferstl als erster Deutscher überhaupt den Super-G auf der legendären »Streif«.


Darauf ist die Gemeinde Taching natürlich ebenso stolz wie auf die zahlreichen weiteren Leistungen von Josef Ferstl und hat ihn deshalb am Montagabend in einer würdevollen Veranstaltung dafür geehrt: Josef Ferstl erhielt viele herzliche Worte und ein Geschenk der Gemeinde.

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Die Auszeichnung nahm Bürgermeisterin Ursula Haas vor, während dem Skifahrer rund 500 Gäste im gut gefüllten Festzelt zujubelten, in dem die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) ihr 100. Gründungsjubiläums feierte. Besonders kräftig brandete der Applaus auf, als »Pepi« Ferstl die Gelegenheit zu einer kurzen Rückschau und Dankesrede nutzte, nachdem er sich ins Goldene Buch der Gemeinde eingetragen hatte.

Denn Ferstl erinnerte sich in seiner emotionalen Rede nicht nur an seinen aufregenden Tag in Kitzbühel, »der etwas ganz Besonderes und ein einprägsames Erlebnis war«, vielmehr erzählte er auch, warum Tengling seine Wahlheimat geworden ist: »Weil es da so schön ist und es sehr viele nette Leute gibt, die es zu einem wirklich sehr lebenswerten Ort machen.« Er komme zwar viel auf der Welt umher, kehre aber immer wieder gerne nach Hause zurück. Hier fühle er sich sehr wohl.

Darüber hinaus freute sich Ferstl, »dass die Gemeinde nicht nur meine Leistungen anerkennt, sondern mich auch als Tenglinger akzeptiert«. Daher galt das Dankeschön nicht nur der Gemeinde mit Ursula Haas an der Spitze, sondern allen Gemeindebürgern. Ferstl empfand diese Auszeichnung als außergewöhnliche Ehre und emotionalen Höhepunkt.

Zuvor hatte Ursula Haas in ihrer Laudatio »Pepi« Ferstls sportliche Leidenschaft hervorgehoben: »Das Skifahren ist dir in die Wiege gelegt. Dein Vater, der erfolgreiche Skirennfahrer Sepp Ferstl, war dir ein großes Vorbild, dem du nacheiferst.« Bereits mit 15 Jahren sei »Pepi« sein erstes FIS-Rennen gefahren. In den folgenden Jahren habe er an einer Vielzahl von Rennen teilgenommen, bis ihm 2012 dann ein erster Europacup-Sieg gelang. Ein Jahr später habe er erste Weltcup-Punkte geholt. Zwischen 2014 und 2017 sei es ihm gelungen, mehrfach Top-Ten- Plätze zu ergattern. »Schließlich hat er im Dezember 2017 in Gröden seinen ersten Weltcup-Sieg im Super-G eingefahren.«

Zudem sei »Pepi« Ferstl einer der Sportler des Teams Deutschland gewesen, das 2018 zu den Olympischen Winterspielen nach Pyeongchang reisen durfte. »Den bisherigen Höhepunkt deiner Karriere hast du aber mit deinem Sieg im Super-G auf der legendären Streif in Kitzbühel erreicht«, sagte Haas, die auch die Meinung vertrat, »dass dies gewissermaßen der Ritterschlag im Leben eines Skiläufers ist«. Dieser Sieg im Super-G in Kitzbühel – hauchdünn mit 0,08 Sekunden vor dem Franzosen Johan Clarey – hatte für große Überraschung gesorgt – und das 40 Jahre nach dem zweiten Abfahrtstriumph seines Vaters Sepp an gleicher Stelle.

Zu diesem Sieg und den anderen sportlichen Erfolgen gratulierte die Bürgermeisterin ihm im Namen der ganzen Gemeinde. KSK-Vorstand Hubert Krautenbacher sowie der 2. Vorstand und Festleiter Josef Mayer schlossen sich mit den besten Wünschen an.

»Pepi« Ferstl ist nach wie vor seinem Heimatverein, dem SC Hammer, treu. Er ist aber auch Mitglied der Skiabteilung des TSV Tengling. Und die stand Spalier, als Ferstl die gemeindliche Ehrung entgegennahm. ca