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Wilfried Däuber (SK Berchtesgaden) wurde für sein jahrzehntelanges Engagement mit dem Ehrenamtspreis 2022 des BLSV ausgezeichnet. (Foto: Christian Wechslinger)

Ehrenamtspreis für Wilfried Däuber vom SK Berchtesgaden

Ehrenamtliche aus den 22 Sportkreisen des BLSV-Sportbezirks Oberbayern wurden mit dem Ehrenamtspreis »Engagiert 2022« sowie in drei Sonderkategorien »Integration«, »Inklusion« und »Stille Stars« in der Münchner Allianz-Arena geehrt. Einziger Preisträger aus dem Berchtesgadener Land war Wilfried Däuber vom Ski-Klub Berchtesgaden. 


Zu den Ehrengästen gehörten neben Bezirkstagspräsident Josef Mederer auch die drei Berichterstatter Gesundheit und Sport des Bezirks Oberbayern, Karin Hobmeier, Delija Balidemaj und Josef Hartl. Zusammen übernahmen sie mit der Vorsitzenden des Sportbezirks Oberbayern, Claudia Daxenberger, die Ehrungen.

Josef Mederer betonte, dass der politische und der Sportbezirk Oberbayern eng beieinander seien und dass auf der heutigen Veranstaltung »wahre Helden« sind: »Oft wird nur vom Ehrenamt geredet, hier sind heute diejenigen anwesend, die es leben und umsetzen. Hier sitzen nun die wichtigen Vorbilder, Leuchttürme und Multiplikatoren. Vielen Dank für Ihren Einsatz im Sportverein.«

Die Ehrenamtlichen aus den 22 oberbayerischen Sportkreisen sowie die drei Sonderpreisträger in den Kategorien »Stille Stars«, »Integration« und »Inklusion« erhielten eine von Claudia Daxenberger persönlich eingesprochene Laudatio sowie einen Glaspokal und eine Ehrenurkunde. Claudia Daxenberger machte deutlich, dass es sie Jahr für Jahr begeistert, »solch außergewöhnliche Menschen im Bezirk zu haben und ehren zu dürfen«. »Mit eurem außerordentlichen Engagement seid Ihr sehr wichtig für den Sport in Oberbayern«, fügte sie hinzu.

Der Preisträger aus Freising, Ernst Bedon, sprach dabei das aus, was sicher für alle gilt: »Es gibt neben mir schon auch noch andere, die sich engagieren.« Denn allen Beteiligten ist klar, dass die Nominierten immer nur eine exemplarische Auswahl für alle ehrenamtlich Engagierten in den gut 3 100 oberbayerischen Sportvereinen sein können.

Über Wilfried Däuber berichtete Claudia Daxenberger in ihrer Laudatio, dass der Sohn des Skiweltmeisters von 1932, Friedl Däuber, schon sehr jung eine Laufbahn im Skisport einschlug. Bereits mit drei Jahren stand er zum ersten Mal auf Skiern und auch seine Schwestern Irmi und Elisabeth waren sehr erfolgreiche Rennläuferinnen. Vom Skirennfieber gepackt nahm er an zahlreichen nationalen und internationalen Wettkämpfen teil.

1976 wechselte Däuber dann vom alpinen in den nordischen Bereich. Ab 1980 engagierte er sich als Streckenchef und Rennleiter bei den alpinen Veranstaltungen des Ski-Klubs Berchtesgaden. Von 1988 bis 1993 übte er das Amt des alpinen Sportwarts aus und seit 1989 bis heute ist er alpiner Kampfrichter.

Seit 1995 leitet Wilfried Däuber außerdem als Vorsitzender die Geschicke des SKB, des ältesten Berchtesgadener Skiklubs, dem auch zwei vereinseigene Hütten gehören. Darüber hinaus ist er seit 1991 hochrangiger Funktionär als Technischer Delegierter des Internationalen Skiverbandes. In dieser Zeit wurde er von der FIS über 50 Mal bei internationalen Skirennen und dabei auch bei mehreren Weltcupveranstaltungen sowie Weltmeisterschaften eingesetzt. Seit 1996 ist er ebenfalls nordischer Kampfrichter und seit 2002 Kampfrichterreferent im Skiverband Chiemgau.

»Über 40 Jahre hat Wilfried Däuber sein Leben und seine Freizeit dem Wintersport gewidmet«, so Bezirksvorsitzende Claudia Daxenberger: »Sein unermüdlicher Einsatz für andere ist unbezahlbar.«

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