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Effektive Peterskirchener schlugen eiskalt zu

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Auch wenn der TuS Traunreut die spielbestimmende Mannschaft war, gab es für den Kreisligisten (unsere Aufnahme zeigt Stefan Pitzka und Torhüter Zlatko Fischer) gegen Peterskirchen nichts zu holen. Weitere Aufnahmen von der Partie finden Sie auch im Internet unter www.traunsteiner-tagblatt.de. (Foto: Butzhammer)

Vier Chancen, drei Tore – so lautet das Fazit eines Fußballspiels, an dem der Kreisligist TSV Peterskirchen in punkto Effektivität nicht zu überbieten war. Im Derby gegen den TuS Traunreut war die Elf von Hermann Reiter – im Gegensatz zu den Gästen – eiskalt vor dem Kasten und siegte am Ende vor knapp 220 Zuschauern deutlich mit 3:0.


»Der TuS hat wirklich gut gespielt«, meinte Reiter, »die Traunreuter waren sehr ballsicher, haben in Ersel Aydinalp und Florian Griesbeck zwei bärenstarke Außenspieler. Doch am Ende haben endlich mal wir die Tore gemacht«, so der TSV-Übungsleiter. Insbesondere Griesbeck erspielte sich zahlreiche Gelegenheiten, doch entweder scheiterte er an der Peterskirchner Abwehr um Sepp Obergröbner und Jürgen Wengler oder er fand in Torhüter Christian Laxganger seinen Meister.

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Traunreut erwischte einen guten Start und kam bereits nach wenigen Sekunden durch Bernd Schweidler zur ersten großen Möglichkeit, doch Laxganger fischte den Schuss glänzend aus dem Eck. Auch in der Folge hatte Traunreut zwar mehr vom Spiel, konnte sich in der ersten Halbzeit aber keine weiteren Chancen erarbeiten. Peterskirchens Offensive war in den ersten 40 Minuten bei der gut sortierten Traunreuter Abwehr um Stefan Pitzka und Christoph Raue komplett abgemeldet, sodass TuS-Tormann Zlatko Fischer überhaupt nicht in Erscheinung treten musste.

Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte verirrte sich der erste Ball nach einem Freistoß von Johannes Penkner in den TuS-Sechzehner, doch Michael Wengler verzog die Direktabnahme aus kurzer Distanz. Die überraschende Führung für Peterskirchen fiel kurz vor dem Pausenpfiff, als sich der überragende Anton Urbauer im Mittelfeld durchtankte und den in stark abseitsverdächtiger Position stehenden Alex Randlinger auf die Reise schickte. Dieser behielt, allein vor Schlussmann Zlatko Fischer auftauchend, die Übersicht und schob flach ins rechte Eck zur 1:0-Halbzeitführung ein (42.).

Auch in der zweiten Hälfte startete Traunreut hellwach und erarbeitete sich durch den starken Griesbeck eine hochkarätige Einschussmöglichkeit, doch sein strammer Schuss wurde von Laxganger um den langen Pfosten gelenkt. Peterskirchen kam mit der dritten Chance und dem bis zu diesem Zeitpunkt einzigen gelungenen Angriff zum zweiten Treffer: Nach einem Doppelpass von Mathias Wessely mit Martin Mayer zog Letzterer durch die Traunreuter Defensive durch und schob den Ball aus zehn Meter am herauseilenden Fischer vorbei ins linke Eck – 2:0 (62.).

Auch danach bot sich den Zuschauern dasselbe Bild. Traunreut hatte mehr Ballbesitz, erzwang durch Pressing weitere Torgelegenheiten, doch es gelang kein Gäste-Treffer. Stattdessen konterte Peterskirchen – das nach dem zweiten Treffer etwas stabiler wirkte – die Mannschaft von Tom Stutz eiskalt aus und erzwang die Vorentscheidung. Nach einem Traunreuter Freistoß landete der Ball über die Stationen Schlögl und Urbauer beim ehemaligen Steiner Wessely, der das Leder aus 45 Meter über den viel zu weit vor seinem Tor stehenden Fischer ins leere Gehäuse lupfte (76.).

Traunreut hatte in Person von Griesbeck noch die Möglichkeit zur Ergebniskosmetik, doch der Gefoulte schob den Elfmeter in der letzten Minute weit am Tor vorbei – damit wurde Laxganger bei acht Elfmetern in der Saison 2013/2014 nur zweimal überwunden.