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Edmüller viermal unter den besten Zehn

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Der Hochstätter Radprofi Benjamin Edmüller hat in den jüngsten Rennen seine gute Form eindrucksvoll unter Beweis gestellt, ebenso wie der Neukirchner Benedikt Kendler, mit dem er gemeinsam in Österreich am Start war.


So fuhr Edmüller beim »An Post Ras Irland« viermal unter die besten Zehn. »Damit kann ich schon zufrieden sein, auch wenn ich natürlich gerne mal auf dem Podium gelandet wäre«, meint der 25-Jährige.

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Die Wettfahrt in Irland führte über acht Etappen und 1180 Kilometer – man fuhr quasi gegen den Uhrzeigersinn einmal um die Insel. 36 Teams waren ins Rennen gegangen, »und im Gegensatz zur Witterung in der Heimat hatten wir für irische Verhältnisse Traumwetter – nur der Wind hat manchmal ein bisschen kräftiger geweht«, rekapituliert Edmüller.

Für den Hochstätter war die Rundfahrt bestens losgegangen: Mit Platz fünf auf dem ersten Tagesabschnitt ließ er gleich aufhorchen. Es folgte eine etwas schwächere Flachetappe (20. Platz), ehe er wieder als Siebter über die Ziellinie fuhr. »Dabei kam es zu einem Massensprint aus einem durch viele Stürze stark dezimierten Hauptfeld«, so »Benschi«.

Auf der vierten Etappe musste er einen Sturz bei einer Abfahrt wegstecken (Rang 32), ehe es mit den Positionen fünf und acht wieder deutlich bergauf ging. Mit den Rängen 54 – auf dem schwersten Teilabschnitt – und 31 ließ Edmüller die Rundfahrt in Irland ausklingen.

Auch im österreichischen Tchibo-Cup trat Edmüller – gemeinsam mit dem Neukirchner Benedikt Kendler – wieder kräftig in die Pedale. Auf dem selektiven Rundkurs (acht Runden à 22 Kilometer/insgesamt 175 Kilometer) zeigten die »Wahl-Oberösterreicher« ein hervorragendes Rennen, das auch durch einen Sturz Edmüllers in der ersten Runde nicht getrübt wurde. »Unser Ziel war es, den vierten Platz in der Mannschaftswertung der Tchibo-Top-Radliga zu verteidigen – und wir haben uns sogar auf Platz drei verbessert«, analysierte »Bene« Kendler, der immer wieder in den Fluchtgruppen vertreten war.

Der Neukirchner Kendler landete letztlich zwar »nur« im Hauptfeld, doch gewertet wurden die besten drei pro Team – und das waren Petr Lechner als Dritter, Jakub Kratochvila (beide Tschechische Republik) als Siebter und schließlich Edmüller als Zehnter. »Besser hätte das Rennen für uns nicht laufen können«, strahlte Edmüller.

Ohne den erkrankten Kendler ging das vierte Rennen im Tchibo-Cup in Markt Piesting (Niederösterreich) über die Bühne – das vermutlich schwerste Cup-Rennen dieser Saison. Die Topografie der 25 Kilometer langen Runde, die es achtmal zu bewältigen galt, sollte den Sportlern alles abverlangen. Schotterpassagen waren ebenso zu bewältigen wie mehrere Anstiege von bis zu vier Kilometer. »Wir wollten den dritten Platz in der Team-Gesamtwertung verteidigen, außerdem Jakub Kratochvila unterstützen, der als Gesamtzweiter angereist war«, berichtet Edmüller.

Beides gelang erfreulicherweise. Doch um ihren Kapitän Kratochvila – er wurde letztlich Fünfter – zu schonen, mussten Edmüller und Co. die eine oder andere gegnerische Attacke vereiteln. Für den Hochstätter selbst kam somit ein Spitzenrang nicht mehr in Frage, doch als 24. schlug er sich absolut passabel. cs