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Durchwachsene Ergebnisse für Ringervereine

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Stand in dieser Saison erstmals wieder für Burghausen auf der Matte: Miro Geshev (blaues Trikot). Der Bulgare musste wie auch das gesamte Burghausener Team in Aalen eine Niederlage einstecken. (Foto: SV Wacker Burghausen)

Die Ringerligen gehen langsam auf die Zielgerade für diese Saison. In der Ersten Bundesliga kämpfen die Vereine noch einmal (Samstag 24. November) bis es dann in die Zwischen- bzw. Finalrunde geht.


Die bayerischen Ligen haben noch drei Kampftage. In der Ersten Bundesliga Süd hatte der SV Wacker Burghausen beim KSV Aalen nichts zu bestellen und verlor deutlich mit 11:27 Punkten. Der SVW konnte nur drei Begegnungen für sich entscheiden: Mykola Daragan (74 kg, Greco), Gabor Hatos (84 kg, Freistil) und Theodoros Tounosidis gewannen ihre Kämpfe. Letzterer schaltete den Olympiasieger von 2008, den Italiener Andrea Minguzzi in vier knappen Runden aus. Beachtlich war auch die Leistung von Andreas Maier (66 kg, Greco) der wieder für Matthias Maasch ins Team gerückt war und gegen den Deutschen Vizemeister Christian Fetzer nur knappe Wertungen zuließ.

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Daragan setzte sich gegen den Olympiazweiten von London, Arsen Julfalakyan in fünf Runden knapp durch, nachdem er vor allem in den letzten beiden Runden aus der verordneten Oberlage heraus jeweils entscheidend gepunktet hatte. »Weltklasse« war das Prädikat, das Burghausens Trainer Michael Pronold dem Ukrainer in Burghausens Diensten verlieh.

Ein Wiedersehen gab es auf Burghauser Seite mit Miroslav Geshev, der im Schwergewicht eingesetzt wurde, und gegen den polnischen Olympiafünften Radoslaw Baran einen offenen Vier-Runden-Kampf führte, diesen jedoch verlor. Letztlich war der Kampf der beiden bereits für die Zwischenrunde qualifizierten Teams aber eine eindeutige Sache für die Aalener.

Einen Pflichtsieg in Höhe von 29:10 feierte der SC Anger vor 200 Zuschauern in der Aufhamer Schulturnhalle gegen den nur zweimal siegreichen AC Penzberg. Anger bleibt an der Tabellenspitze einer dreigeteilten Liga, die mit Anger, dem ASC Bindlach und dem SV Untergriesbach ihre Spitzen hat und mit dem SVS Hallbergmoos II einen klaren »Favoriten« für den Abstieg in die Bayernliga hat.

In der Bayernliga zeigte der TSV Trostberg Zähne und unterstrich, dass er bei entsprechendem Willen praktisch jedes gegnerische Team schlagen kann. 21:17 hieß es nach neun Kämpfen auf der Matte für die Trostberger – der noch lädierte Trainer Alex Schrader war gegen den »echten« 120 kg-Schwergewichtler Steven Schmidt nicht auf die Matte gegangen. Gereicht hat es für die Alzstädter trotzdem, bei denen Weltergewichtler Rainer Morasch mit einem Schultersieg über den Tschechen Jiri Kotzisek für die Gäste alles klarmachte. Trostbergs Star Patrick Szabo hatte größte Mühe, sich gegen den wuchtigen Rehauer Marcel Kastner in vier Runden durchzusetzen. Der TV Traunstein gönnte fünf Stammringern eine Auszeit – musste aber beim 16:22 in Lichtenfels beide Punkte abgeben. Der Sieg wäre mit der besten Formation wohl sicher gewesen.

In der Landesliga Süd gab es nur für den Tabellenvierten SC Anger II etwas zu gewinnen: vor 100 Zuschauern setzte man sich mit 27:10 in eigener Halle gegen den Abstiegsaspiranten TSV Wolfgang sicher durch. Eine 15:27-Niederlage musste der TSV Berchtesgaden bei der Zweiten des SV Untergriesbach einstecken. Der Respekt vor dem Team aus dem Berchtesgadener Land war offensichtlich groß, so dass man mit zwei bundesligaerfahrenen Ringern antrat. Untergriesbachs Trainer Armin Neudorfer musste gegen Sebastian Schöndorfer eine Niederlage einstecken. Bitter erwischte es wieder Burghausens Reserve: 0:40 hieß es gegen den starken Landesliga-Aufsteiger ASV Au/Hallertau. Burghausen war nur mit acht Ringern angetreten, womit der Kampf automatisch zu Null gewertet wird.

Eine Niederlage musste in der Bezirksliga der AC Bad Reichenhall zum Saisonende gegen die WKG Willmering/Cham hinnehmen. 12:18 hieß es aus Sicht des AC am Ende, bei dem nur drei Ringer einen Sieg einfahren konnten. Willmering/Cham ist damit Aufstiegsaspirant Nummer Eins. Reichenhall beendet die Liga auf dem vierten Tabellenplatz, was nach dem Fernbleiben am Ligabetrieb in den vergangenen beiden Jahren ein klarer Erfolg für Abteilungsvorstand Georg Platschka ist.

Die Schüler-Grenzland-Liga brachten die erwarteten Ergebnisse: Anger setzte sich mit 31:8 gegen Trostberg durch, Traunstein zeigte Burghausen beim 26:13 die Grenzen auf. Der AC Wals indes war beim 30:9 gegen Vigaun/Abtenau nicht zu stoppen und Vigaun revanchierte sich mit einem 32:0 gegen Berchtesgaden, das zu wenig junge Ringer auf die Waage schickte. In der österreichischen Bundesliga kann Rekordmeister AC Wals schon mal den Champagner kaltstellen: im ersten Finalduell der letztjährigen Finalisten setzte sich das Team des AC mit 30:21 in Götzis durch. Im kommenden Finalkampf (Samstag in Wals) sollte sich der AC abermals durchsetzen. awi