Dufters Zukunft ist weiter offen

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Der Inzeller Joel Dufter liebäugelt weiter mit einem Wechsel in die Niederlande. Foto: dpa
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Die Inzeller Eisschnellläuferinnen Anna Ostlender (vorne) und Josephine Heimerl freuten sich über ihre gelungenen Auftritte bei der Einzelstrecken-Weltmeisterschaft in Heerenveen. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Mit einem guten Gefühl haben die vier Inzeller Teilnehmer die Einzelstrecken-Weltmeisterschaft in Heerenveen beendet. Die WM im niederländischen Mekka der Kufenflitzer war das Ende einer fünfwöchigen Wettkampfserie mit der Europameisterschaft und zwei Weltcups.


Für Joel Dufter endete das Rennen über 500 Meter mit dem neunten Platz und damit seiner besten Platzierung auf internationaler Ebene über die Sprintstrecke. 34,93 Sekunden standen am Ende auf der Anzeigetafel. »Damit bin ich zufrieden, ich hatte ein gutes Gefühl. Nur auf den ersten 20 Metern habe ich einiges verschenkt«, bilanzierte der 25-Jährige.

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Auf seiner Spezialstrecke, den 1000 Metern, hatte Dufter viel Pech. Sein Kontrahent, der Holländer Thomas Krol, fabrizierte zwei Fehlstarts und wurde disqualifiziert. Damit musste der Inzeller auf eine Solofahrt gehen. »Das war ein eigenartiges Gefühl und ich bin etwas gehemmt gelaufen, das war schade«, sagte Dufter und meinte weiter: »Das Eis war diesmal nicht so optimal und sehr schwierig zu laufen. Das war leider kein Eis zum Gleiten.«

Trotzdem zog Joel Dufter eine positive Bilanz nach rund fünf Wochen in der sogenannten »Blase« von Heerenveen, die für ihn mit einem dritten Platz bei der Sprint-Mehrkampf-EM begann. Offen ist weiter die sportliche Zukunft von Dufter, nachdem der Vertrag mit seinem Trainer Danny Leger von der DESG nicht mehr verlängert wurde. »Ich habe jetzt einige Gespräche mit Teams in den Niederlanden geführt. Das alles ist aber ein Jahr vor Olympia schwierig, da was Passendes zu finden.«

Es wird heute, Mittwoch, eine Videokonferenz geben. Dabei geht es um die Kritik von Dufter und den anderen Sportlern an der Vorstandschaft der DESG. Neben Verantwortlichen des Verbands werden Vertreter des DOSB, die betroffenen Sportler und Athletensprecher Moritz Geisreiter da-ran teilnehmen.

Ebenfalls zufrieden mit den Ergebnissen bei ihrer ersten Weltmeisterschaft bei den Senioren ist Josephine Heimerl. »Ich habe mich sehr gefreut, dass es mit dem Start bei der WM geklappt hat. Das war eine tolle Erfahrung und ich habe sehr viel gelernt und alles he-rausgeholt«, betonte die 20-Jährige. Nach dem letzten Platz im Team erreichte Heimerl über 1000 Meter in einer Zeit von 1:19,12 Minuten den 21. Platz. »Das stimmt mich sehr positiv und hat mich total motiviert. Ich konnte in die Weltspitze hineinschnuppern. Nun will ich mich Stück für Stück verbessern«, so ihre Ansage.

Ebenfalls als wichtige Erfahrung bezeichnete Anna Ostlender ihren Einstand im Konzert der Großen. Sie ging über 500 und 1000 Meter an den Start. Die kurze Strecke beendete sie in 39,60 Sekunden auf dem 20. Platz und belegte in 1:20,04 Minuten über 1000 Meter den 24. Platz. »Die Läufe waren zufriedenstellend aber nicht perfekt, das wird sich aber in den nächsten Jahren ändern. Schließlich war die Teilnahme an der WM unerwartet für mich«, sagte die 18-Jährige.

Sie freut sich jetzt besonders, nach der »Blase« in Heerenveen jetzt wieder bei ihrer Familie zu sein. »Jetzt kann ich meinen Fokus auf die Schule legen, schließlich steht das Abitur bevor.« Zuvor wird sie aber nach einer kurzen Ruhepause noch zwei Rennen in Inzell bestreiten. »Wichtig ist, mich weiter zu verbessern. Mal sehen, ob es möglich ist, mich wieder für die Weltcups zu qualifizieren.«

Nicht ganz einverstanden mit ihren Ergebnissen bei der WM war Katja Franzen. »Die Wettkampfphase war schon etwas lang mit Quali, EM und Weltcups«, sagte die 31-Jährige. »Bei den 500 Metern habe ich am Start viel verschenkt«, teilte Franzen mit, die mit dem 16. Platz (39,09) ihre bisher beste Platzierung bei einer WM erreichte. Über die 1000 Meter kam sie in 1:18,20 Minuten auf den 19. Platz. »Leider hat nicht alles so geklappt, im Training war es noch ganz gut gewesen. Die Bedingungen waren durch den hohen Luftdruck in der Halle schwerer als zuvor«, hob sie hervor.

Franzen wird nun einige Tage zuhause verbringen und dann in Inzell noch den Abschlusswettkampf bestreiten. »Ich will mich im Sommertraining weiter steigern und die Chance nutzen, mich weiter zu verbessern.«

SHu

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