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Duell der Top-Torjäger beim TuS Traunreut

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So konnte er in dieser Saison schon 25 Mal über einen eigenen Treffer jubeln: Johannes Schreiber, der mit dem TuS Traunreut auf den TSV Peterskirchen trifft. (Foto: Weitz)

Sechs Begegnungen am Samstag, nur eine am Sonntag – der Freitag bleibt diesmal frei. So sieht der 20. Spieltag der Fußball-Kreisliga Gruppe II aus, in dessen Mittelpunkt das Derby zwischen Spitzenreiter TuS Traunreut und dem Rangsiebten TSV Peterskirchen steht.


In dieser Partie prallen am Samstag um 15 Uhr auch die beiden Liga-Top-Torjäger aufeinander. Das Besondere daran ist, dass es nicht etwa um die Führung in der Torschützenliste geht, sondern dass der überragende TuS-Stürmer Johannes Schreiber (25 Treffer) fast doppelt so oft getroffen hat wie sein Verfolger Dominik Schlögl (13).

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»Wir wollen uns in Traunreut gut verkaufen«, sagt Thomas Winklhofer, der beim TSV unter anderem für die Kaderplanung mitverantwortlich ist. Mit der Verpflichtung von Offensivmann Florian Rudholzner (TSV Trostberg) habe man einen großen Schritt in die Zukunft gemacht. »Jetzt haben wir keinen Druck mehr, weitere Spieler holen zu müssen«, behauptet »Wingo«, »das heißt aber auch nicht, dass die Kaderplanung abgeschlossen ist.« Ein weiterer Neuzugang ist bekanntlich Daniel Winklmaier, der künftig als Spielertrainer wirken wird.

Auch in Traunreut ist die Trainerposition für die Spielzeit 2015/16 längst geklärt: Tom Stutz macht beim TuS weiter und geht in seine dritte Saison. Die soll dann freilich seine erste als Bezirksliga-Trainer werden. Sollte den Grün-Weißen tatsächlich der Aufstieg gelingen, wäre der Verein auch für den einen oder anderen Spieler sehr interessant – dann müsste man keinerlei Bedenken haben, gute Neuzugänge an Land ziehen zu können.

Seine wohl letzte Chance, den Anschluss wieder herzustellen, hat Schlusslicht TSV Altenmarkt: Die Elf des Interimstrainer-Duos Thomas Reitmeier/Matthias Sarson, die acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz aufweist, gastiert am Samstag um 15 Uhr beim Tabellendritten TSV Bad Reichenhall. Wollen die Kurstädter im Rennen um den Bezirksliga-Aufstieg bleiben, dann ist ein Sieg gegen das Kellerkind Pflicht.

Der Dritte der Torschützenliste, Stefan Plößl vom SC Anger (10 Tore), ist mit seinem Club am Samstag um 16 Uhr zu Hause gegen den TSV Siegsdorf im Einsatz. Für beide Teams geht es um wichtige Punkte gegen den Abstieg, wobei die Hausherren als Vorletzter (bei vier Punkten und einem Spiel Rückstand auf den TSV) den größeren Druck verspüren. »Beim 0:0 gegen Töging II hat mir das Tempo gefehlt, das war leider nur ein Kampfspiel«, sagte der Siegsdorfer Pressesprecher Markus Germann, der dem Neuling aber auch zugute hielt, dass Trainer Helmut Felber eine ersatzgeschwächte Truppe aufs Feld schicken musste. Man darf also schon mal gespannt sein, ob die Siegsdorfer Personallage zum Auftakt der englischen Woche – am kommenden Mittwoch gastiert man beim TSV Buchbach II – etwas besser aussieht als zuletzt.

Gleich drei Partien werden am Samstag um 17 Uhr angepfiffen: Während bei der Töginger »Zweiten« (gegen den SV Oberteisendorf) und beim FC Perach (gegen Buchbach II) jeweils Tabellennachbarn die Klingen kreuzen, ist die SG Schönau im Heimspiel gegen den SB Chiemgau Traunstein II klar favorisiert. Daran ändert auch die jüngste 0:3-Niederlage der Königsseer gegen den FC Hammerau nichts. »In wenigen Wochen kann man halt auch nicht alles zum Besseren ändern«, klagt Traunsteins neuer Trainer Bernd Ober, der mit zwei Niederlagen »gestartet« ist. Insgesamt hat die Bezirksliga-Reserve sieben Niederlagen in Serie zu Buche stehen. »Wenn wir in Schönau auch nur einen Punkt holen sollten, wäre ich sehr zufrieden. Wir müssen nämlich aufpassen, dass uns nicht auch noch Anger einholt«, redet Ober Klartext. Der Vorsprung des SBC auf die Direktabstiegszone beträgt nur vier Punkte – und der SC hat ein Spiel weniger absolviert.

Auf eine gute Kulisse von mindestens 200 Besuchern darf sich der FC Hammerau freuen, der am Sonntag um 15 Uhr als Tabellenzweiter den TSV Teisendorf zu Gast hat. Während für die Gäste die Saison im Prinzip gelaufen ist, zählen für den »Club« nur noch Siege. Für das Team von Trainer Brane Aleksic ist vorne noch alles möglich: Nur drei Punkte beträgt der Rückstand auf Traunreut, aber auch nur zwei Zähler der Vorsprung auf den Dritten Reichenhall. Ein Unentschieden wie im Hinspiel (1:1) könnte also zu wenig sein. cs