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Dritter Sieg in Folge für Herbert Enzinger

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Als Erster lief Herbert Enzinger mit einer Gesamtzeit von unter einer Stunde ins Ziel. Weitere Fotos gibt es unter www.suedost-news.de im Internet. (Foto: Mergenthal)

»Wenn alles perfekt läuft, haut’s hin«: Mit dieser Zuversicht war Herbert Enzinger aus Thundorf beim Höglwörther-See-Triathlon des SC Anger an den Start gegangen.


Souverän entschied der 23-Jährige den Tagessieg mit der einzigen Wettkampfzeit von unter einer Minute für sich. Damit gewann er nach seinem Überraschungssieg in Rabenden und dem Thumsee-Triathlon bereits zum dritten Mal in Folge. Beste Frau war die 37-jährige Kerstin Troch aus Ampfing vom FTZ Mühldorf und beste Staffel sowie Staffel-Gemeindemeister war die »Klinger-Family«.

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Angefeuert von zahlreichen Zuschauern genossen 111 Einzelstarter und 18 Staffeln die idyllische Kulisse: 400 Meter am geschichtsträchtigen Kloster Höglwörth vorbeischwimmen, dann für 21 Kilometer aufs Rad über den Högl vor dem Bergpanorama mit Untersberg und Staufen und zuletzt von Anger fünf Kilometer nach Höglwörth und zurück laufen, inklusive See- und Dorfplatzrunde.

Den Startschuss gab bei gut 20 Grad Wassertemperatur Max Winkler. 120 Helfer von Wasserwacht, den Feuerwehren Anger, Teisendorf, Piding und Aufham, der Polizei und dem SC Anger ermöglichten einen unfallfreien Ablauf. Allein 83 meist sehr junge Ehrenamtliche stellte der Veranstalter. »Das war eine Top-Leistung der ganzen Helfer«, zeigte sich Cheforganisator Georg Kern begeistert.

Franz Höfer wird erst beim Laufen eingeholt

»Ich wollte eigentlich mit Franz Höfer schwimmen«, erzählte Sieger Herbert Enzinger hinterher. Der am Ende drittplatzierte Österreicher stieg als Erster aus dem Wasser und traf mit dem Rad auch als Erster am Dorfplatz ein. Mit seiner Stärke, dem Laufen, machte der Sieger vom RSV Freilassing aber alles wieder wett. Mit der zweitbesten Gesamtlaufzeit kassierte er Höfer kurz vor dem Klosterwirt. Schneller lief nur Florian Holzinger, Gewinner des Angerer Cross-Triathlon 2016. Doch weil Holzinger beim Schwimmen die Luft nur für Platz 31 reichte, musste er sich mit Gesamtrang zwei begnügen.

Der gelernte Automobilkaufmann Herbert Enzinger startete vor sechs Jahren erstmals als Triathlet in Anger. Seit zwei Jahren trainiert er intensiv, vom ersten Januar bis Saisonende – fast täglich sowohl vor als auch nach der Arbeit. »Ich versuche meistens, zwei Disziplinen zu kombinieren.«

»Sehr, sehr schön, perfekt organisiert«, zeigte sich Tagessiegerin Kerstin Troch begeistert. Vorige Woche noch drei Tage auf der Transalp unterwegs hatte die Fitnesstrainerin am Vorabend eine Firmenfeier. Erst am Wettkampfmorgen hatte ihre Mutter Erna Nissl, mit 63 älteste weibliche Teilnehmerin, sie und ihren Mann Gerhard dazu überredet, mitzumachen. Kerstin Troch hat bereits etliche Ironman-Wettkämpfe absolviert. Nun freut sie sich schon auf den Ironman im italienischen Cervia Ende September mit 3,8 Kilometer Schwimmen im Meer, wo sie sich für Hawaii qualifizieren will.

»Ich lauf schon ewig lang«, verriet Erna Nissl. Da bekomme sie den Kopf frei. Schon als Kind brachte sie ihr Vater zum Dreikampf auf die Stoißer Alm. Sie ist stolz, dass sie mit so wenig Zeit fürs Training – neben ihrer Arbeit im Verkauf und auf ihrem Bauernhof und der Pflege ihrer Mutter – bei Bergläufen oder Fünf-Kilometer-Läufen in ihrer Klasse noch vorne mitmischt.

Teilnehmer aus Dresden und Dortmund dabei

Unter etlichen Triathlon-Neulingen wagte sich der in Anger aufgewachsene 22-jährige Stefan Welkhammer an den Start: »Wenn dahoam wos is’, g’hört mitg’macht!« Bis aus Dortmund und Dresden kamen die Teilnehmer.

An die drei Gemeindemeister überreichten 2. Bürgermeister Markus Winkler und SC-Vorsitzender Max Stadler einen Wanderpokal. Bei den Staffeln gewann das siegreiche Familien-Trio mit Schwimmerin Steffi Koch-Klinger, Radfahrer Stefan Klinger und als Läufer seinem Bruder Wolfgang sowie bei den Herren Bernd Tröbelsperger (Gesamtzehnter). Gemeindemeisterin wurde Fabienne Vates vom RSV Freilassing (Gesamtwertung 55.), die erst seit Montag Gemeindebürgerin ist. vm