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Dritter Platz im Sechs-Stunden-Krimi

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Auch in Watkins Glen schnell unterwegs: Der Kirchanschöringer Christopher Haase und seine Teamkollegen erreichten den dritten Platz in der GTD-Klasse. (Foto: Audi Motorsport)

Der harte Kampf wurde belohnt: Der Kirchanschöringer Autorennfahrer Christopher Haase hatte beim Sechs-Stunden-Rennen in Watkins Glen (USA) im Rahmen des United Sports Car Championship (USCC) der GTD-Klasse mit seinen Teamkollegen Dion von Moltke und Bryce hart zu arbeiten. Doch letztlich durfte sich das Trio über den dritten Platz freuen. Nur Al Carter/Cameron Lawrene/Marc Goossens (Dodge Viper SRT) und John Potter/Andy Lally/Marco Seefried (Porsche 911 GT America) lagen vor den Fahrern des Teams Paul Miller Racing im Audi R 8 LMS.


Damit bauten Haase/von Moltke (149 Punkte) ihre Führung im Gesamtklassement aus, weil ihre Hauptkonkurrenten Leh Keen/Cooper McNeil (139) diesmal Fünfte hinter Townsend Bell/Bill Sweedler (138) wurden.

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Das Rennen »Sahlen’s Six Hours of the Glen« rund um die ehemalige Formel-1-Rennstrecke nordwestlich von New York, ist einer der großen amerikanischen Sportwagen-Klassiker. Das Team von Paul Miller Racing hatte diesmal neben den »Stamm-Piloten« Christopher Haase und Dion von Moltke auch Bryce Miller am Steuer des Audi R 8 LMS.

Genau zum Qualifying begann es, wolkenbruchartig zu regnen. Das Zeittraining wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt, die Startplätze nach dem Meisterschaftsstand vergeben. »Das war für uns schon sehr positiv«, so Christopher Haase zum kampflosen »Gewinn« der Pole-Position. Allerdings wartete auf das Team danach ein wahrer Krimi. Beim Start war es »teilweise nass, teilweise trocken, und wir sind mit Slicks gefahren. Das war in den ersten Runden ein echtes Abenteuer. Danach konnten wir aber sogar an den stärkeren GTLM-Fahrzeugen vorbeiziehen, das war eine lustige Erfahrung«, so der 27-Jährige. Er konnte das Fahrzeug sogar an erster Stelle an Bryce Miller übergeben.

Nach einer perfekten Fahrt von Bryce Miller hatte Dion von Moltke gleich zu Beginn seines Doppel-Turns Pech: Ein übermotivierter Porsche-Pilot traf ihn am Heck, was zu einem Dreher führte und viel Zeit kostete. Von Moltke konnte sich mit einer herausragenden Leistung und auch dank einiger Gelbphasen wieder in die Spitzengruppe zurückkämpfen, bis dann Haase für die letzten zwei Stunden an der Reihe war.

»Ich hatte das Auto gerade übernommen, als es leicht zu regnen begann. Das Regen-Radar hat keinen weiteren Regen angezeigt, also hat mir das Team Slicks aufgezogen. Nach ein paar Runden hat es aber plötzlich geschüttet.« So musste Haase bei einem ungeplanten Boxenstopp Regenreifen aufziehen lassen, »und wir lagen dann sogar eine Runde zurück. Allerdings konnte ich den GTD-Führenden im Regen überholen, mich damit zurückrunden – und nur kurz darauf dank einer Gelbphase praktisch eine ganze Runde aufholen. Danach bin ich einfach volle Attacke gefahren. Es waren unglaubliche Bedingungen, beinahe unfahrbar. Wir können froh sein, dass das Team so super gearbeitet hat. Platz drei ist ein tolles Ergebnis«, freut sich Haase, »zumal wir damit die Führung in der Meisterschaftswertung sogar noch ausbauen konnten.«