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Dritter Einzelsieg für Karolin Horchler

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Sie überragte mit drei Titelgewinnen: Stützpunkt-Athletin Karolin Horchler. (Foto: DSV)

Das war stark: Mit zahlreichen Spitzenplätzen überzeugten die heimischen Biathleten auch beim zweiten Teil der Deutschen Meisterschaften, der in Oberhof ausgetragen wurde. Sie sicherten sich zugleich zahlreiche internationale Startplätze (siehe Überblick). Doch nicht nur deshalb waren die heimischen Trainer zufrieden: »Es waren insgesamt sehr gute Wettkämpfe, auch die Zuschauerzahlen waren gut. Und die 'zweite Reihe' drängt besonders bei den Männern stark nach, denn die Abstände waren in vielen Rennen nicht so groß. Das macht Hoffnung für die ganze Saison«, bilanziert Remo Krug.


Der Inzeller ist für die DSV-Herren im IBU-Cup zuständig und am heimischen Stützpunkt in Ruhpolding bei den Männern im Trainerteam unter Federführung von Dori Scheurl tätig. Damenchef in Ruhpolding ist Bundestrainer Kristian Mehringer, dessen Schützlinge sich alle Titel in den Einzeldisziplinen holten.

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Einen – nämlich im Speziallanglauf – sicherte sich Denise Herrmann, gleich drei verbuchte Karolin Horchler. Die 29-Jährige sicherte sich damit einen Platz im Weltcup. Das gelang auch Franziska Preuß. »Karolin hat das richtig gut gemacht, aber auch Franziska hat sich in der Qualifikation souverän durchgesetzt«, lobt Krug.

Denn im abschließenden Massenstart hatte Karolin Horchler vor Preuß, Franziska Hildebrand, Denise Herrmann, Vanessa Hinz und Nachwuchskraft Anne Weidel (alle Stützpunkt) den Titel geholt. Weidel, Janina Hettich (SC Schönwald), Christin Maier (SC Urach/ alle Jahrgang 1996) sowie Marion Deigentesch (SV Oberteisendorf/Jg. 1995) gehören zur nachdrängenden Generation.

Auch einige weitere Talente aus der Region hatten positiv auf sich aufmerksam gemacht. Nach ihren guten Vorstellungen in Altenberg kam Sophia Schneider (SV Oberteisendorf/Jahrgang 1997) auch in Oberhof als neuntbeste Deutsche des Speziallanglaufs sowie als Elfte des Massenstarts gut zurecht. Jessica Lange (SC Ruhpolding/Jg. 98) wurde 26. im Langlauf und 30. im Massenstart, Franziska Pfnür (SK Ramsau/Jg. 99) belegte die Ränge 27 und 20.

Bei den Männern gab es für Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl) drei Podestplätze in den Einzeldisziplinen, nur im Massenstart (16./6 Schießfehler) verfehlte er das Podest – und durfte sich über einen sicheren Platz im Weltcup freuen. Den holte sich auch Massenstart-Sieger Philipp Horn (SVE Frankenhain/Jg. 94), der ebenfalls zur jüngeren Generation gehört.

Auf der 15-km-Strecke hatten die Stützpunkt-Athleten Matthias Dorfer (SV Marzoll/2.), Roman Rees (SV Schauinsland/3.), Marco Groß (5.) Dominic Reiter (beide SC Ruhpolding/8.), Philipp Nawrath (SK Nesselwang/9.) sowie Johannes Donhauser (SC Ruhpolding/10.) stark mitgemischt. »Matthias Dorfer war leider in Altenberg nicht so stark, aber in Oberhof hat er sich gut verkauft«, freut sich Remo Krug.

Niklas Homberg (SK Berchtesgaden) kam nach Rang 11 im Langlauf im Massenstart auf den 23. Platz, »weil er im dritten Anschlag vier Fehler hatte. Das war ein kleiner Rückschlag, aber er hat sich seinen Platz im IBU-Cup durch seine Leistungen insbesondere in Altenberg (2. und 6., d. Red.) verdient. Damit ist er zum ersten Mal voll dabei, das ist ein weiterer Schritt nach vorn.«

Auch Marco Groß (Jahrgang 1995/20. Im Speziallanglauf habe er sich in Oberhof gesteigert. »Im Massenstart war er richtig stark, und in den Landesverbands-Staffeln hat er die viertbeste Einzelzeit hinter Erik Lesser, Matthias Dorfer und Dominic Reiter geschafft.« Reiter (13. im Langlauf) – ebenfalls Jahrgang 1995 – hatte sich sogar noch stärker präsentiert und sich damit den Sprung in den IBU-Cup gesichert. Weltmeister Simon Schempp (SZ Uhingen/Stützpunkt/3. im Langlauf) kam nach seiner Verletzungspause auf Platz 17 im Massenstart (7 Schießfehler).

Die weiteren Ergebnisse der Stützpunkt-Athleten: Dominic Schmuck (SC Schleching/Jg. 1996) 18. Massenstart/18. Langlauf; Simon Groß (Jg. 98) 25./29; Raphael Lankes (Jg. 99) 28./35; Christoph Müller (Jg. 99) 29./30.; Lucas Lechner (alle SC Ruhpolding/Jg. 99) 33./40.

Nun hoffen die heimischen Athleten auf eine weiterhin gut verlaufende Vorbereitung, um dann auch bei den Wettkämpfen im Winter überzeugen zu können. who

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