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Dreikampf um die vorderen Tabellenplätze

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Ein spannendes Duell um die Tabellenspitze werden sich auch in der zweiten Saisonhälfte der SV Oberteisendorf mit Thomas Burghartswieser (links) und der Sportbund Chiemgau Traunstein II mit Mateusz Galanek liefern. (Foto: Wirth)

Nach fünf Monaten Winterpause startet die Fußball-Kreisklasse IV am Wochenende in die zweite Hälfte der Saison. Der Tabellenführer SB Chiemgau Traunstein II (33 Punkte) will heute, Samstag, um 15 Uhr beim SV Laufen (4. Platz/26) seine Spitzenposition verteidigen. »Wir kommen frisch aus dem Trainingslager am Gardasee und sind froh, dass es endlich wieder losgeht«, sagt Traunsteins Trainer Gerry Straßhofer. »Die Spieler sind alle fit und sehr motiviert. Da wird es für mich nicht einfach, die beste Elf herauszufiltern.«


Schließlich haben sich die Traunsteiner in der Winterpause auch noch verstärkt: Torwart Sergiu Nuta kam vom TuS Traunreut, er passt laut Trainer »wunderbar« zur Mannschaft und hat sich schon gut integriert – genauso wie Jan Zengraf, der bereits in einigen Testspielen für den SBC II auf dem Platz stand und aus Baden-Württemberg nach Traunstein gewechselt ist.

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»Wir wollen vorne dabei bleiben und aufsteigen«

Verzichten muss Gerry Straßhofer dagegen auf Michael Reis. Er hat sich im Testspiel gegen Waging die Elle gebrochen und fällt voraussichtlich noch zwei bis drei Wochen aus. »Das ist Qualität, die uns abgeht«, bedauert der Trainer. Trotzdem sind die Ziele in der zweiten Saisonhälfte klar: »Wir wollen vorne dabei bleiben und aufsteigen. Dazu gehört aber mehr als nur eine gute Mannschaft. Deshalb müssen wir schauen, ob es für ganz vorne reicht.«

Ein Sieg in Laufen wäre dabei auf jeden Fall hilfreich. »Das wird ein brutales Kampfspiel«, meint Gerry Straßhofer. »Laufen hat ein gutes, erfahrenes Team. Wenn wir nur 99 Prozent geben, werden wir dort keinen Blumentopf gewinnen. Das wird eine heiße, knappe Geschichte.« Zumal Laufens Trainer Hermann Lindner im Sommer die Mannschaft an seinen Nachfolger Dieter Eckstein übergibt (wir berichteten) und sich sicher gerne mit einer erfolgreichen Saison verabschieden will.

Zudem ist Traunstein nicht nur Spitzenreiter, sondern auch die einzige Mannschaft der Liga, die noch ungeschlagen ist. »Wir sind vom Jäger zum Gejagten geworden«, erklärt Gerry Straßhofer. »Natürlich wollen wir weiter ungeschlagen bleiben, wir können uns noch nicht zurücklehnen. Wir haben es in dem Dreikampf vorne selbst in der Hand.«

In dem Dreikampf um die vorderen Tabellenplätze mischen auch der SV Oberteisendorf (2./33) und der SC Inzell (3./28) noch mit. Für den SCI beginnt die zweite Saisonhälfte heute um 15 Uhr beim TSV Berchtesgaden (8./17). »Das wird ein Kampfspiel, da sind wir gefordert«, weiß Inzells Trainer Seppi Weiß. »Wir hoffen auf einen guten Start mit drei Punkten.« Der Kader des SCI hat sich in der Winterpause nicht verändert, mit der Vorbereitung und dem Trainingslager in Jesolo ist Seppi Weiß zufrieden: »Wir waren verhältnismäßig oft auf dem Platz und auch die Vorbereitungsspiele waren ganz gut.« Zwar beträgt der Abstand auf die vorderen Plätze schon fünf Punkte, aber »wir wissen, dass noch nichts vorbei ist«, sagt der Inzeller Trainer. »Wir brauchen eine perfekte Rückrunde, aber wir wollen noch vorne mitmischen und dürfen nicht nachlassen.«

Schließlich wird der SV Oberteisendorf das Rennen um die vorderen Plätze nicht so einfach aufgeben – auch wenn SVO-Pressesprecher Raphael Omelanowsky betont, dass der Aufstieg »keine Zielvorgabe« ist. »Wir sind froh, dass wir da vorne stehen und wollen da möglichst lange dabei bleiben«, erklärt er.

Der SV Oberteisendorf empfängt am Sonntag um 15  Uhr das Tabellenschlusslicht SV Kirchanschöring II (13./11). »Die Bayernliga-Reserve ist immer schwer einzuschätzen«, gibt der SVO-Pressesprecher zu. Allerdings sind die Gastgeber (38 Tore) das offensivstärkste Team der Ligaan. In die zweite Saisonhälfte gehen die Oberteisendorfer mit unverändertem Kader und ohne größere Verletzungen.

Helmut Faber will mit Grassau die Klasse halten

Das zweite Sonntagsspiel um 14 Uhr ist das Kellerduell zwischen dem ASV Grassau (11./13) und dem SV Leobendorf (12./12) als Gastgeber. Beide Mannschaften kämpfen gegen den Abstieg, in Grassau soll Helmut Faber den Klassenerhalt schaffen. Er übernahm in der Winterpause das Traineramt von Interimscoach Viktor Gruber. Der kämpft als Spieler mit seinen Mannschaftskollegen nun weiter gegen den Abstieg.

Mit einem Sieg könnte Grassau den TSV Bad Reichenhall (10./13) weiter in Bedrängnis bringen. Der TSV belegt zwar noch den ersten Nichtabstiegsplatz, muss aber heute um 15 Uhr in Fridolfing punkten, um nicht weiter abzurutschen.

Deshalb erwartet Bernhard Zeif, Trainer des TSV Fridolfing (6./22), eine schwere Partie zum Start aus der Winterpause, nachdem das Nachholspiel gegen den ASV Piding am vergangenen Wochenende wieder abgesagt worden ist. »Das wird gleich ein richtungsweisendes Spiel«, meint er. »Bad Reichenhall wird mit Sicherheit versuchen, sich gleich von den Plätzen in der Gefahrenzone abzusetzen. Aber wir wollen mit aller Macht die 2:4-Hinspielniederlage vergessen machen.«

Zwar sind die Einsätze von Fridolfings Stefan Kraus und Andi Stöwe weiterhin nur schlecht planbar und Stammtorwart Michi Haas kämpft mit Rückenproblemen, trotzdem bleibt Zeif zuversichtlich: »Ich rechne mit einem hart umkämpften Duell – und wir wollen natürlich mit einem Heimsieg ins neue Fußballjahr starten.« Den 18. Spieltag komplettiert das Duell zwischen dem ASV Piding (7./21) und dem FC Bischofswiesen (5./23/Samstag, 15 Uhr). jom