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Dreiergruppen statt Hin- und Rückspiel

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Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat sich wieder einmal etwas Neues einfallen lassen, wenn es um Auf- und Abstieg geht. Die Kreisliga-Vizemeister spielen künftig getrennt von den Bezirksligisten um den Aufstieg.


Für den Bezirksvorsitzenden Horst Winkler (Rosenheim) eine logische Folge des nach hinten verlegten Saisonschlusses auf Kreisebene. Während die Bezirksliga schon Ende Mai 2015 ihren letzten Spieltag hat, geht es unterhalb davon noch zwei Wochen mit Punktspielen weiter. »Wollt ihr, dass euer Trainer die Mannschaft nach dem letzten Spiel zweieinhalb Wochen bei Laune halten muss bis zur Relegation?« fragte Winkler auf der Bezirksliga-Tagung in Planegg. Das wollten fast alle Bezirksligisten dann doch nicht.

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Nun spielen die Tabellen-Dreizehnten der drei oberbayerischen Bezirksligen (Ost, Süd und Nord) in einer Dreier-Punkterunde »Jeder gegen jeden« um den Klassenerhalt, wobei jede Mannschaft ein Heimspiel hat. Drei Mannschaften aus jeder Bezirksliga steigen weiterhin direkt ab.

Für die neun Kreisliga-Zweiten bleiben damit noch zwei freie Plätze. Deshalb spielen die Vizemeister aus den Inn/Salzach-Kreisligen erst in Hin- und Rückspiel gegeneinander, der Sieger muss sich dann gegen den besten Vizemeister aus einem der anderen drei Kreise (München, Zugspitz, Donau/Isar) durchsetzen.

Macht maximal vier Relegationsspiele – und dabei bleibt es auch. Denn »Nachrücker« gibt es nicht mehr, auch wenn mehr oberbayerische Mannschaften in die Landesliga aufsteigen als von dort in die Bezirksliga absteigen. Notfalls spielt die Bezirksliga mit 15 statt mit 16 Vereinen.

Auf eine kleine Extra-Punkterunde müssen sich im Juni 2015 auch die Vereine in der Qualifikation zu den Kreisligen und Kreisklassen einstellen. Je drei Mannschaften spielen dabei im Juni in drei Spielen einen Aufsteiger aus. Der Vorteil dieses »Pilotprojekts«: In der Relegation muss jeder Verein nur zwei Spiele bestreiten, eines davon auf eigenem Platz. Nach dem vom Verband favorisierten System mit Hin- und Rückspielen wären es bis zu vier Partien gewesen, wie Kreisspielleiter Bernd Schulz (Großkarolinenfeld) sagt.

Nur ein Problem gilt es noch zu lösen: Um zu verhindern, dass sich in der Dreierrunde am Ende zwei punkt- und torgleiche Mannschaften ein »totes Rennen« liefern (wie es bei einem ersten Versuch in München prompt passiert war), gibt es bei Unentschieden nach 90 Minuten voraussichtlich ein Elfmeterschießen. Der Verbands-Spielausschuss muss den Regelungen aber erst noch zustimmen. ah