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Drei WM-Punkte für Markus Reiterberger

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Selbst in der WM ließ er schon zahlreiche Konkurrenten hinter sich: Markus Reiterberger (Startnummer 11) holte bei seinem Gaststart in Misano sogar drei WM-Punkte.

Das war schon ein richtiger Höhepunkt in der Rennsport-Karriere von Markus Reiterberger: Der Obinger Motorradrennfahrer absolvierte in Misano (Italien) seinen ersten von drei Gaststarts in dieser Saison in der Superbike-Weltmeisterschaft. Und im Feld mit Weltstars wie Max Biaggi (Italien) verkaufte sich der 21-Jährige nach eigener Einschätzung »ned so schlecht«. Das heißt: Er holte sogar drei WM-Punkte.


Während die Konkurrenten in der WM ja schon mehrere Läufe hinter sich hatten, hatten Reiterberger und sein Team von Van Zon-Remeha-BMW erst vor drei Wochen richtig für das WM-Projekt loslegen können.

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Zwar ist das Team aus der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft – in der Reiterberger die Superbike-Klasse anführt – eingespielt, doch die WM-Maschine aufzubauen ist eine ganz andere Sache. »Da darf man viel mehr verändern als in der IDM, und vor allem die Einstellungen an der Gabel sind recht kompliziert«, stellte Reiterberger in Misano fest.

Viertbeste Zeit im ersten Training

Trotzdem setzte er dort gleich einmal ein Ausrufezeichen. Im ersten freien Training fuhr er die viertschnellste Zeit. »Das war schon ein richtiger Höhepunkt, aber leider ging es danach nicht aufwärts mit den Rundenzeiten«, bedauert er. Immerhin holte er den 16. Startplatz. »Uns haben nur 1,2 Sekunden zum Schnellsten gefehlt. In der IDM macht das drei bis vier Plätze aus, hier bist du gleich viel weiter hinten«, so Reiterberger. Und: »Der Belag in Misano hat relativ wenig Grip. Da mussten wir uns erst heranarbeiten, wo andere schon viele Erfahrungswerte haben«, berichtet er.

Im ersten Rennen beim Sieg von Tom Sykes (Kawasaki) »lag ich auf dem zwölften Platz und hatte schnellere Rundenzeiten als die Fahrer auf den Plätzen acht bis zehn. Aber es war nicht besonders warm, und so hat mein Hinterreifen nicht lange genug gehalten«, bedauert er. Letztlich fehlte ihm als 16. nur ein Rang, um hier schon einen WM-Zähler zu ergattern.

Vor dem zweiten Lauf – den WM-Spitzenreiter Jonathan Rea (Kawasaki) zu seinen Gunsten entschied – »haben wir alles reifenschonender eingestellt.« Mit Erfolg: Hier kam er auf den 13. Platz. Auch wenn der erhoffte Top-Ten-Platz ausblieb und »ich nicht ganz zufrieden bin«: Letztlich weiß auch Reiterberger, dass »in der WM die Luft halt sehr dünn ist. Da entscheiden Kleinigkeiten darüber, auf welchem Platz man landet.«

Zwei WM-Gastspiele im Oktober

Reiterberger steckte letztlich auch einen Sturz im zweiten freien Training gut weg, »und auch das Gefühl für das Vorderrad ist allmählich besser geworden. Zudem konnten wir viel ausprobieren«, freut er sich. Nun bleiben noch zwei Chancen, sich in der Superbike-WM gut zu präsentieren, nämlich im französischen Magny-Cours (4. Oktober) sowie in Doha in Katar (18. Oktober).

Zunächst aber steht am ersten Juli-Wochenende das IDM-Rennen auf dem Hungaroring bei Budapest (Ungarn) auf dem Programm. Danach geht es für »Reiti« Schlag auf Schlag: »Vom Flughafen fliege ich gleich zu Tests nach Japan für die Langstrecken-Weltmeisterschaft.« In dieser ist Reiterberger für das Team BMW Motorrad France Penz13.com um Rico Penzkofer (mit den Piloten Reiterberger sowie Pedro Vallcaneras (Spanien) und Gareth Jones (Australien) ebenfalls in der Klasse Superbike aktiv.

Mit einer BMW S 1000 RR geht es dann am 25./26. Juli bei den »Acht Stunden von Suzuka« zur Sache. »Das ist vor allem für die japanischen Hersteller fast das wichtigste Rennen des Jahres, noch höher angesiedelt als die Superbike-WM«, weiß Reiterberger. Daher will er sich auch in Japan gut präsentieren. Die Aussichten dafür stehen nach derzeitigem Leistungsstand wohl »ned so schlecht« ... who