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Drei weitere Ausfälle

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Nach dem Spiel gegen Deisenhofen mit Michael Bachhuber (kniend) fallen beim SV Kirchanschöring Kapitän Tobias Janietz (links) und Waldemar Daniel (rechts) aus. Dennoch hofft der SVK um Torwart Stefan Schönberger auf einen Punkt bei der SpVgg Hankofen-Hailing. (Foto: Butzhammer)

Vor dem Gastauftritt beim Tabellen-15. der Fußball-Bayernliga Süd, der SpVgg Hankofen-Hailing, klagt Kirchanschörings Trainer Michael Kostner völlig zu Recht über eine »extreme Personallage«, wobei er dies selbstverständlich nicht im positiven, sondern im negativen Sinne meint. Insofern würde der Ex-Profi »einen Punkt sofort unterschreiben«, bevor am morgigen Samstag um 16 Uhr der Anpfiff im Maierhofer-Bau-Stadion in der niederbayerischen Gemeinde Leiblfing ertönt.


Das jüngste SVK-Heimspiel gegen den FC Deisenhofen (1:1) hat nicht weniger als drei Opfer gefordert: Kapitän Tobias Janietz beklagte nach der Begegnung – nachdem er mit zwei gebrochenen Rippen sogar bis zum Schluss durchgehalten hatte – »saubere Schmerzen« (Kostner) und wird morgen definitiv nicht zur Verfügung stehen. Der frühere Oberteisendorfer und Burghauser möchte zwar unbedingt so bald wie möglich ins Team zurückkehren und versucht nächste Woche auch ins Lauftraining einzusteigen. »Doch er hat Probleme mit der Atmung, sodass wir da sicher nichts überstürzen werden«, betont der Kirchanschöringer Trainer.

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Die Herbstrunde beendet ist für Toni Peter, der einen Leistenbruch erlitt und laut Kostner operiert werden muss. Der frühere Kolbermoorer, der seit knapp eineinhalb Jahren das SVK-Dress trägt, sei gerade wegen seiner Defensiv-, Zweikampf- und Kopfballstärke zu einem wichtigen Mann geworden, meint sein Trainer, »auch wenn er noch Defizite im Spiel nach vorne hat«. Für ihn wird es also wohl erst wieder in der Frühjahrsrunde so richtig weitergehen.

Chancen auf ein wesentlich früheres Comeback hat dagegen Waldemar Daniel (früher TuS Traunreut und SB Chiemgau Traunstein), der mit einem Muskelfaserriss wohl nur wenige Wochen ausfallen wird.

»Und von den Langzeitverletzten kehrt ja auch keiner zurück«, erklärt Kostner, wobei er ein wenig seinen Sohn Kevin ausnimmt. »Den hatten wir schon letzte Woche gegen Deisenhofen auf der Bank dabei, obwohl das eigentlich zu früh war – er ist auch diesmal wieder im Kader«, meint der Senior. Trotz dieser Personalsorgen möchte der Kirchanschöringer Chefanweiser nicht jammern. Im Gegenteil: Er sei stolz, »dass wir richtig dick im Soll sind«, was sich derzeit in fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone ausdrückt. Der Abstand zu Gastgeber Hankofen-Hailing beträgt sogar acht Zähler, sodass der SVK mit einem Sieg morgen ein extrem dickes Polster zwischen sich und einen der Abstiegskandidaten legen könnte.

Der SpVgg wünscht Kostner jedoch nicht den Abstieg, sondern den Klassenerhalt, weil ihm der Verein imponiert – »und ich meinen Trainerkollegen Gerry Huber schon lange kenne und schätze«. Die Niederbayern hätten eine ähnliche Struktur wie der SVK, meint Kostner, »wenig Geld, viele Zuschauer, viel Herzblut« – insofern würde er ihnen das Drinbleiben sehr gönnen.

Die bisherige Bayernliga-Bilanz in Duellen gegeneinander ist ziemlich ausgeglichen, wobei der SVK die Nase leicht vorne hat. Mal schauen, ob das auch morgen mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft wieder möglich ist. Eventuell ein gutes Omen: In der vergangenen Saison gelang in den Duellen beider Teams jeweils der Gastmannschaft ein Sieg. cs

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