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Drei Medaillen für die deutschen Biathleten

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Gleich drei Medaillen gab es für die deutschen Biathleten bei der Europameisterschaft in Bansko (Bulgarien): Erst holte Benedikt Doll (SZ Breitnau/Stützpunkt Ruhpolding) im Sprint der Herren Silber, dann gewann Franziska Preuß (SG Haag/Stützpunkt Ruhpolding) im Verfolgungslauf der Damen ebenfalls Silber vor Karolin Horchler (Clausthal Zellerfeld).


Pech hatte dagegen der Tüßlinger Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl): Beim Sprint der Herren wurde er nach starker Leistung Vierter. Es siegte der Norweger Vetle Sjastad Christiansen, der fehlerfrei schoss. Platz drei belegte Artem Pryma aus der Ukraine (+ 48,7 Sekunden), der sich, wie Doll (+ 17,5), einen Schießfehler leistete. Kühn folgte nur zwei Sekunden dahinter. Mit drei Fehlern im zweiten Schießen büßte er seine Medaillenchance ein, geht aber mit einer guten Ausgangsposition in den Verfolgungslauf. Rang 30 im Sprint verbuchte Tobias Hermann (SC Gütenbach/Stützpunkt Ruhpolding), der bei vier »Fahrkarten« 2:33,3 Minuten Rückstand aufwies. Knapp dahinter landete Roman Rees (SZ Schauinsland/+ 2:49,4/3) auf Rang 34.

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Im Verfolgungslauf der Damen lief Monika Hojnisz (Polen) zum Titel. Mit 1:43,2 Minuten Rückstand (2 Schießfehler) lief Preuß nach Rang fünf im Sprint auf den zweiten Platz vor. Horchler (+ 2:21,3/0) verbesserte sich vom 15. auf den dritten Platz. Neunte wurde die Österreicherin Katharina Innerhofer (+ 4:14,8/4), Zwölfte Maren Hammerschmidt (SK Winterberg/+ 4:43,7/5).

Insgesamt prägten zahlreiche Verschiebungen im Zeitplan die Titelkämpfe. So fanden erst gestern Nachmittag der Verfolgungslauf der Damen (geplant für Sonntag) und der Sprint der Herren (für Samstag vorgesehen) statt. Der Verfolgungslauf der Herren sowie die Staffeln der Damen und Herren sollen nun am heutigen Dienstag über die Bühne gehen.

Wegen dieser Verschiebungen trat das deutsche Team auch gar nicht zur Mixed-Staffel an. Hier setzte sich Frankreich um 0,1 Sekunden vor Russland durch, mit 1:45,2 Minuten Rückstand folgte die Ukraine auf Rang drei. Zunächst hatte die Schweiz geführt; sie musste sich am Ende jedoch hinter Österreich mit Rang sechs begnügen.

In der Verfolgung der Junioren gewann erwartungsgemäß Alexander Loginow. Er hatte 2:30,8 Minuten Vorsprung vor seinem Landsmann Maxim Tswetkow sowie 3:08,7 Minuten vor Mathieu Legrand (Frankreich). Bei den Juniorinnen büßte Sprint-Siegerin Juliana Kaischewa ihren Vorsprung ein und wurde Zehnte. Der Titel ging an die Schweizerin Patricia Jost vor Lisa Theresa Hauser (Österreich/+ 1:05,7 Minuten) und Anais Chevalier aus Frankreich (+ 1:36,8).

Spannend ging es im Sprint der Damen zu. Irina Starych (Russland) hatte in 21:28,1 Minuten/0 Schießfehler gerade mal 0,4 Sekunden Vorsprung vor Julia Dzychma (Ukraine/0 Fehler) sowie 5,6 Sekunden vor Monika Hojnisz (Polen/1 Fehler). Mit 39,6 Sekunden Rückstand und einem Schießfehler ging Franziska Preuß als Fünfte aussichtsreich in die Verfolgung, ebenso wie Katharina Innerhofer (+ 1:20,9/2) als Siebte. Maren Hammerschmidt (beide Stützpunkt Ruhpolding/+ 1:53,9/3) als Zwölfte und Karolin Horchler (+ 2:04,2) als Fünfzehnte lagen ebenfalls noch im Vorderfeld.

Vanessa Hinz (SC Schliersee/Stützpunkt Ruhpolding) hatte beim ersten Schießen einen »Blackout« mit fünf Fehlern, im zweiten kam noch ein Fehlschuss dazu. Dennoch erkämpfte sie den 33. Platz. who