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Drei deutsche Männer unter den ersten Zehn

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Er war schnellster Deutscher im Feld: Fabian Alraun vom PTSV Rosenheim. (Foto: Weitz)

Zu einer gelungenen Angelegenheit wurde der 42. Internationale Hochfelln-Berglauf (wir berichteten bereits kurz). Darüber konnte sich der veranstaltende Ski-Club Bergen freuen. Deutschlands ältester und renommiertester Berglauf bestach einmal mehr mit sportlichen Höchstleistungen, perfekter Organisation und einer malerischen Kulisse.


Es sollte gerade einmal 43:42,2 Minuten dauern, bis Yossief Tekle aus Eritrea nach 8,9 Kilometern und 1074 Höhenmetern als Erster das Ziel am Hochfellnhaus erreichte. Lauter Applaus schlug ihm entgegen und sogar die Glocken der Tabor-Kapelle läuteten zu Ehren des Weltklasse-Bergläufers. »Den ersten Kilometer bin ich noch mit meinen Konkurrenten gelaufen, dann konnte ich mich absetzen, es war extrem anstrengend«, berichtete Tekle. Nur allzu gern würde er auch bei den Bergklassikern im Ausland starten, doch als Asylbewerber dürfe er Deutschland seit eineinhalb Jahren nur mit Ausnahmegenehmigung verlassen. »So einen Athleten kriegst Du nur einmal in 100 Jahren«, meinte dessen Trainer Franz Herzgsell.

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Hinter Tekle komplettierten der Italiener Antonio Toninelli (43:52,0 Minuten) und der Pole Andrzej Dlugosz (44:12,4 Minuten) das Siegerpodest. Dass er auch mit 42 Jahren nichts verlernt hat, bewies der achtmalige Hochfelln-Berglauf-Champion Jonathan Wyatt aus Neuseeland als Gesamtvierter (45:01,8 Minuten). Rang fünf ging an den Briten Robbie Simpson (45:24,7 Minuten), der zuletzt bei der WM in Wales Bronze geholt hatte.

Bei den Damen siegte die fünffache Weltmeisterin und viermalige Europameisterin Andrea Mayr aus Österreich in 48:24,9 Minuten vor der deutschen U-20-Doppel-Europameisterin Sarah Kistner (MTV Kronberg/51:57,4 Minuten) und der Italienerin Antonella Confortola (52:47,9 Minuten).

Mayr, die erfolgreichste Bergläuferin der Welt, betont: Der Hochfellberglauf habe es in sich, »weil man sich nirgendwo erholen kann, auch an der Bründlingalm wird es kaum flacher«, so die 35-jährige Ausnahmeathletin. Sie würde im kommenden Jahr gerne zum siebten Mal triumphieren. Gut möglich, dass ihr die erst 17-jährige Deutsche Sarah Kistner dann noch gefährlicher wird, denn diese schaffte im dritten Anlauf erstmals den Sprung auf das Siegerpodest.

Die Plätze vier bis sieben gingen an die frühere Deutsche Meisterin Melanie Noll (TSV Annweiler/53:09,2 Minuten), an die letztjährige nationale Titelträgerin Julia Viellehner (TSV Altenmarkt/53:42,6), Renate Forstner (TSV 1860 Rosenheim/56:12,0) und Nadia Dietz (LC Breisgau/56:40,9).

Drei deutsche Männer schafften den Sprung unter die besten Zehn der Gesamtwertung. Fabian Alraun (PTSV Rosenheim/46:01,9 Minuten) wurde Siebter, Maximilian Zeus (DJK Weiden/46:16,3) Neunter und Youngster Stefan Knopf (PTSV Rosenheim/47:24,4) Zehnter.

Fabian Alraun sicherte sich damit auch die Kreismeisterschaft Inn-/Chiemgau vor Stefan Knopf und Martin Kipnick (TSV Altenmarkt). Ihren Kreismeistertitel erfolgreich verteidigen konnte Julia Viellehner. Die Plätze zwei und drei gingen hier an Renate Forstner (TSV 1860 Rosenheim) und Waltraud Berger (TG Salzachtal). Stefan Knopf und Sarah Kistner gewannen die Juniorenwertungen. Bergens Bürgermeister Stefan Schneider sagte, sehr gefreut habe ihn auch, dass Bergen im Läuferfeld so stark vertreten gewesen sei.

Unter anderem auch mit dem Disziplintrainer der deutschen Biathlon-Damennationalmannschaft, Andi Stitzl. Der Sportler des ausrichtenden SC Bergen erreichte das Ziel in 53:08,1 Minuten und wurde Dritter der Klasse M 40 sowie 20. des gesamten Männerfeldes. mmü