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Drei Derbys stehen zum Auftakt im Mittelpunkt

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Er will mit seiner Mannschaft die gesamte Konkurrenz in der Liga hinter sich lassen: Teisendorfs Manfred Reiter (rechts), hier gegen den Traunreuter Michael Müller. Reiter trifft mit seiner Mannschaft im Spitzenspiel auf die SG Schönau und hofft dabei ebenso auf einen Heimsieg wie Müller mit dem TuS im Heimspiel gegen den TSV Neumarkt-St. Veit. (Foto: Weitz)

Mit einem vollen Sieben-Spiele-Programm startet die Fußball-Kreisliga II an diesem Wochenende in die Frühjahrsrunde – fünf Partien werden am morgigen Samstag, zwei am Sonntag ausgetragen. Etwas länger Winterpause hat der TSV Neuötting, der in der 19. Runde spielfrei ist.


Die heißesten Derbys der Auftaktrunde gehen zweifellos in Bad Reichenhall (gegen Hammerau), Teisendorf (gegen Schönau/zugleich Spitzenspiel) und Seeon (gegen Peterskirchen) über die Bühne. Doch auch die übrigen Begegnungen haben es in sich, zumal sie nach der langen Winterpause echte Standortbestimmungen darstellen.

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»Das war schon immer ein Kampfderby«

»Reichenhall und Hammer-au – das war schon immer ein Kampfderby«, weiß FC-Vorstand Gernot Althammer. Am Samstag um 15 Uhr steht jener Lokalhit im Nonner Stadion wieder auf dem Programm. Und nicht nur von der Tabelle her ist der Vierte aus Hammer-au Favorit: »Ich bin mit unserer Vorbereitung überhaupt nicht zufrieden. Der Auftakt-Test gegen Piding hat mit einem 4:2-Sieg noch gepasst, dann ist’s immer schlechter geworden. Die Trainingsbeteiligung ist eine Katastrophe«, so Reichenhalls Trainer Michi Schlagintweit, der aufgrund der ellenlangen Verletztenliste sogar einen Test absagen musste.

Im Gegensatz zum TSV Bad Reichenhall verlief beim »Club« um Coach Hakan Elmaci die Vorbereitung sehr gut: »Es waren teilweise mehr als 30 Leute im Training, alle sind fit und top motiviert«, so Vorstand Althammer. Er schiebt nach: »Auch wenn es in Reichenhall für uns immer schwierig ist, wir wollen drei Punkte. Schließlich sind wir nur sechs Zähler von Rang zwei weg – da kann man schon nochmal angreifen.«

»Der Kader ist komplett, wir haben erstmals so etwas wie Konkurrenzkampf, was ich natürlich sehr begrüße.« Sepp Aschauer, Trainer des Spitzenreiters TSV Teisendorf, hat vor dem Start am Sonntag um 15 Uhr zu Hause gegen die SG Schönau Grund zum Optimismus – zumal er konstatieren konnte: »Nach etwas zähem Beginn hat die Mannschaft sich in der Vorbereitung gesteigert. Auch mit der Einstellung im Training bin ich weitestgehend zufrieden.«

Bis auf Christoph Mitterauer (langzeitverletzt) und Franz Spiegelsberger (Entzündung an der Patellasehne) hat Aschauer alle Mann an Bord. Gegen die Königsseer, die als Rangdritter nur fünf Punkte hinter den »Rothosen« liegen, fordert er »mehr Effizienz vor dem Tor als in den Vorbereitungsspielen«, zumal die SG mit einer bärenstarken 4-4-0-Bilanz auswärts noch ungeschlagen ist. Aschauer erwartet zudem, dass »beide Teams damit zu kämpfen haben werden, erstmals wieder auf Rasen zu spielen, nachdem in der Vorbereitung alle Spiele auf Kunstrasen ausgetragen wurden.«

Um Punkte gegen den Abstieg geht es am Sonntag ab 16 Uhr in Seeon, wenn der SV Seeon/Seebruck den TSV Peterskirchen zu Gast hat. Ralf Rößler, Trainer der Hausherren, ist sich darüber im Klaren, dass seine Truppe sich in der ungünstigeren Ausgangsposition befindet: »Peterskirchen hat vier Punkte mehr auf dem Konto als wir und möchte den Abstand natürlich halten beziehungsweise vergrößern.«

Am Sonntag »muss eigentlich ein Sieg her«

Da der SVS »den Anschluss schaffen« wolle, »muss am Sonntag eigentlich ein Sieg her«, betont Rößler. Seeons Pressesprecher Thomas Donhauser sieht die Sache ohnehin realistisch: »Der Klassenerhalt wird schwer, ist aber sicher auch im zweiten Kreisliga-Jahr zu schaffen.«

Als klarer Favorit geht der TuS Traunreut ins Heimspiel am Samstag um 14 Uhr gegen Kellerkind TSV Neumarkt-St. Veit. Allerdings war der Trend vor der Winterpause nicht unbedingt optimal, denn von drei Partien verloren die Grün-Weißen von Trainer Alex Harsch deren zwei – nur Tabellenführer TSV Teisendorf wurde mit 3:1 in die Schranken verwiesen. Da die Traunreuter aber noch das eine oder andere Nachholspiel ausstehen haben, könnten sie mit einem positiven Start durchaus schnell wieder zu einem Bezirksliga-Kandidaten werden.

Auch der SV Kay möchte vorne dabei bleiben: Der Tabellenzweite erwartet morgen um 15 Uhr die Landesliga-Reserve des FC Töging. Gegen diese gibt es nach der 1:3-Hinspiel-Niederlage noch etwas gutzumachen.

In der selben Stadt, nämlich in Tittmoning, gibt zwei Stunden später (Anstoß: 17 Uhr) der abstiegsgefährdete SV Aschau/Inn seine Visitenkarte ab. Da die Harry-Gruber-Truppe in fünf ihrer bisherigen sieben Heimvorstellungen drei oder mehr Tore erzielt hat, gehört den Gastgebern die Favoritenrolle – auch wenn es im Vorrundenduell ein 2:2-Remis gab.

Zu später Stunde (19 Uhr) gastiert der TSV Siegsdorf morgen bei der Regionalliga-Reserve des TSV Buchbach. Im Hinspiel (1:5) hatte die Aigner-Truppe gegen eine stark aufgestellte Neubauer-Elf nicht den Hauch einer Chance – das soll diesmal natürlich ganz anders aussehen. Wie der Siegsdorfer Pressesprecher Markus Germann mitteilte, wurden beim Tabellenzehnten, der auswärts noch sieglos ist, Nägel mit Köpfen gemacht. »Das Trainergespann mit Willi Aigner als Chef und Franz Huber hat bereits seine Zusage für die kommende Saison gegeben.« Klar, dass die Siegsdorfer die Spielzeit 2017/18 erneut in der Kreisliga verbringen wollen ... cs/sts