weather-image
23°

Dramatische Partie am Grabenstätter Eichbergfeld

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Eine packende Partie lieferten sich in der Fußball-Kreisklasse der TSV Grabenstätt und der Gast aus Prien. In dieser Szene kommt TuS-Spieler Thomas Staber (rechts) gegen den Grabenstätter Peter Wührer zu spät. (Foto: Wirth)

»Des einen Freud, des anderen Leid« - selten beschrieb dieser Spruch besser die Gemütslagen zweier Fußballmannschaften als nach der Partie der Fußball-Kreisklasse Gruppe IV am Grabenstätter Eichbergfeld. Während sich die Spieler des TuS Prien in den Armen lagen und euphorisch den späten 1:1-Ausgleich von Maximilian Mayer feierten, war in den Gesichtern der Gastgeber bloße Enttäuschung zu lesen.


Wut richtete sich nach Abpfiff der hitzigen Partie vor allem gegen den Unparteiischen, der aus Sicht der Grabenstätter einige fragwürdige Entscheidungen traf. Die Schuld nur beim Schiedsrichter zu suchen, wäre jedoch sicherlich der falsche Weg, zu viele hochkarätige Gelegenheiten zum 2:0 ließ die Heimmannschaft wie schon so oft ungenutzt.

Anzeige

»Wir haben heute halt wieder wie schon vergangene Woche gegen Grassau den Sack nicht zugemacht. Auch wenn der Ausgleich in letzter Minute war und natürlich unglücklich zustande kam, hätten wir schon frühzeitig unsere Führung gegen einen sehr starken Gegner ausbauen können«, so der sichtlich niedergeschlagene Grabenstätter Trainer Marc Aigner nach der Partie. In dieser erwies sich seine Mannschaft in der Anfangsphase als kompaktes Team und kontrollierte weitgehend die spielerisch starken Gäste um Kapitän Franz Anzinger.

So war auch die Führung für die Heimelf nicht unverdient: Der gerade eingewechselte Routinier Josef Langbauer wurde nach einer schönen Flanke von Peter Wührer unfair von den Beinen geholt, den fälligen Strafstoß verwandelte der Grabenstätter Abwehrchef Jens Eckl souverän in die rechte Torecke.

Mangelnde Cleverness

Dann bewies die Aigner-Truppe erstmals, dass mangelnde Cleverness an diesem Spieltag noch zum Verhängnis werden könnte. Gleich dreimal gelang es dem Defensivverbund nicht, den Ball vor Anzinger zu klären, bis dieser schließlich ein gestrecktes Bein dankend für den zweiten Elfmeterpfiff des Tages annahm.

Martin Spiegelberger parierte jedoch glänzend und hielt die Führung fest, die Alexander Bondariu kurz vor der Halbzeit nach schönem Zusammenspiel von Thomas Spiegelberger und Maxi Steinberger ausbauen hätte können. Nach dem Seitenwechsel nahmen die Offensivbemühungen der Gäste zunehmend an Fahrt auf, ein ums andere Mal spielten sich die Schützlinge von Trainer Harry Mayer in die gegnerische Hälfte, eine starke Viererkette und der wachsame Spiegelberger verhinderten jedoch den Ausgleich. Der TSV verlagerte sich vermehrt auf schnelle Konter. In der 80. Minute spielte Langbauer den mitgelaufenen Michel frei, der den Ball ins Tor schob, der Schiedsrichter entschied allerdings auf Abseits.

Vorteil abgepfiffen

Ärgerlicher aus TSV-Sicht: Fünf Minuten später lief der Grabenstätter Stürmer Langbauer bei einem Konter über die gesamte gegnerische Hälfte alleine auf den Priener Schlussmann Mehlhart zu und umspielte diesen, dann erklang plötzlich ein Pfiff aus der Pfeife des Unparteiischen, der damit ein zuvor begangenes Foul eines Priener Stürmers ahndete – ohne den Vorteil der Heimelf zu bedenken. Als in der hektischen Schlussphase schließlich der zwar leistungsgerechte, aber unglückliche Ausgleichstreffer von Mayer nach einem fragwürdigen Freistoß fiel, nahmen die Proteste der Grabenstätter kein Ende mehr.

»Natürlich ist das heute blöd gelaufen, auf der anderen Seite hätten wir einfach vorher eine unserer klaren Chancen verwerten müssen. Jammern hilft jetzt nichts, nächsten Sonntag in Eggstätt muss das aber unbedingt besser werden«, meinte Marc Aigner nach einer denkwürdigen Kreisklassenpartie.