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Doppelsieg für Lokalmatadorin Steffi Köberle

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Sie hatte ihre Gegner gut im Griff: Lokalmatadorin Steffi Köberle (Nr. 911), hier vor Philipp Baumann, gewann beide Läufe in ihrer Klasse. (Foto: www.fotoimpressionen.org)

Zu einer gelungenen Veranstaltung wurde das 9. Fridolfinger Supermoto im Rahmen des Grenzlandcups. Dabei hatte der veranstaltende AMC Freilassing mit dem Wetter »Glück im Unglück«:


Denn die zeitweiligen Niederschläge sorgten zwar dafür, dass »nur« etwa 500 Zuschauer an die Strecke in Fridolfing/Kaltenbrunn kamen, doch die Wettbewerbe verliefen reibungslos. Auch die atemberaubende Show von Freestyler Lukas Weis konnte stattfinden, wobei er bei seinen hohen Sprüngen unter anderem mit einem Backflip das Publikum begeisterte.

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Begeistert waren die Zuschauer auch von den zahlreichen Rennen, zumal Lokalmatadorin Steffi Köberle in der Klasse 6 (Young Racer) mit zwei Laufsiegen auch die Tageswertung zu ihren Gunsten entschied. Gut hielt sich auch ihre Schwester Nicole Köberle, die nach einem Sturz im ersten Lauf im zweiten Durchgang mit einem siebten Platz überzeugte.

Insgesamt waren rund 110 Sportler in der Wertung, die in ihren Klassen je zwei Rennen austrugen. Während das Feld bei den Kleinsten in der Klasse 1 (bis 50 ccm) und 3 (bis 85 ccm) relativ klein war, mischten in der Klasse 2 (bis 65 ccm) gleich acht Nachwuchspiloten mit. Hier holte sich Lokalmatador Stephan Stockhammer vom MSC Tittmoning-Kirchanschöring (MSC TK) den 2. Platz, während in der Klasse 3 der Fridolfinger Tobi Steinmassl (MSC TK) sogar für einen Heimsieg sorgte.

Stockerlplätze gab es aber aus heimischer Sicht auch in den Klassen 4 (Einsteiger) und 5 (Open): Bei den Einsteigern wurde Thomas Dandl vom AMC Freilassing beim Sieg von Robert Aicher (MSC Schwanenstadt) Dritter, bei den Open-Fahrern musste sich sein Vereinskollege Thomas Köberle nur Markus Geier vom MSC Mattighofen geschlagen geben.

In der hart umkämpften Klasse der Junioren dominierte die Fridolfingerin Steffi Köberle. Sie zeigte schon im Training, dass ihr die Strecke sehr gut liegt. Durch die intensive Vorbereitung mit ihrem Motocross-Motorrad in den vergangenen Wochen konnte sie auf der mit langen Offroad-Anteilen anspruchsvollen Strecke die gesamten Trainingssitzungen dominieren und auch im Zeittraining Thomas Hiebl um eine Zehntelsekunde schlagen.

Auch im Rennen lief es perfekt: Während der Startaufstellung zum ersten Lauf zog der Himmel immer weiter zu, und es begann zwei Minuten vor dem Start zu regnen. Steffi Köberle entschloss sich, noch kurzfristig auf Regenreifen zu wechseln.

Diese Entscheidung erwies sich als absolut richtig, da pünktlich zum Start ein starker Regenschauer niederging. Einige der schnellen männlichen Konkurrenten im Feld hatten die profillosen Slicks montiert, und konnten so mit der Fridolfingerin nicht mithalten.

Auch zum Start des zweiten Laufes stand wieder ein Reifenpoker auf dem Programm: Die Strecke war trockener geworden. Doch das Team entschied, mit Regenreifen an den Start zu gehen, da die Strecke zwar trocken, aber extrem staubig war. So feierte Steffi Köberle auch in diesem Lauf wieder einen Start-Ziel-Sieg, der mit drei Zehntelsekunden Vorsprung etwas knapper ausfiel.

In der Tageswertung bedeuten diese beiden Siege das Maximum von 50 Zählern. Köberle rückte in der Meisterschaftswertung zwar auf den 4. Platz vor, doch das ist für sie nicht relevant, da sie die kommenden beiden Wettbewerbe in Mölbling und Cheb wegen Terminüberschneidungen mit Motocross-Rennen nicht fahren wird.

Für ihre Schwester Nicole lief das Zeittraining in der Klasse 4 (Einsteiger) recht gut. Sie konnte sich stetig verbessern, und belegte den achten Platz.

Das erste Rennen der Einsteiger-Klasse verlief noch unter trockenen Bedingungen, jedoch starb bei Nicole Köberles Maschine in der ersten Kurve der Motor ab. So kam sie als Letzte aus der ersten Runde zurück. Und am Sprunghügel im Offroadteil kam sie nach einer Berührung am Lenker mit einem Konkurrenten zu Sturz und verletzte sich hier leicht am Knie. Sie konnte diesen Lauf nicht beenden.

Im zweiten Lauf unter sehr schwierigen Bedingungen machte Nicole Köberle in der Startphase einige Plätze gut und war nach der ersten Runde Vierte. Bis zum Ende des Rennens wurde sie noch von drei Gegnern überholt und konnte so den erfreulichen siebten Platz einfahren. In der Gesamtwertung liegt Köberle nun auf Platz sechs und wird weiter versuchen, hier unter die ersten Fünf zu kommen.

Für Steffi Köberle geht es am Wochenende 17./18. Juni beim Motocross-Lauf zur Südbayernserie in Eichenried weiter, bevor sie auf Einladung des österreichischen Motorradmagazins am 1. und 2. Juli für zwei Tage beim Ladies-Motorrad-Camp im niederösterreichischen Melk über Supermoto informieren wird. Nicole Köberle tritt dann zum nächsten Grenzlandcup/ÖM-Lauf am 22./23. Juli im niederösterreichischen Mölbling an. who

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