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Doppelaufstieg für den SC Inzell

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Mit seinen zwei Treffern hat Fabian Zeidler (rechts, hier im Zweikampf mit Neuöttings Viktor Bergmann) den SC Inzell in die Kreisliga geführt. (Foto: Weitz)

Nun hat es auch die Erste Mannschaft des SC Inzell geschafft: Nach einem 3:2-Sieg vor 550 Zuschauern in der Relegation gegen den TSV Neuötting steigt der SC Inzell in die Kreisliga auf. Somit steigt nach dem Titelgewinn der Zweiten Mannschaft auch die Erste in die nächsthöhere Klasse auf.


»Das ist völlig unglaublich, was das Team gestern gemacht hat«, freute sich Inzells Spielertrainer Seppi Weiß am Freitag. »Alle haben super zusammengehalten, ich freue mich auch für die Abteilungsleitung und die vorherigen Trainer, die uns eine super Mannschaft übergeben haben. Die Zweite Mannschaft, die Fans, die Spielerfrauen, alle haben sie uns unglaublich unterstützt«, lobte er – und hob zugleich die beeindruckende Moral seiner Schützlinge hervor: »Wir hatten mit der Roten Karte in der 7. Minute und dann später mit dem 1:2 ja heftige Rückschläge. Doch die Mannschaft ist wieder zurückgekommen – auch, weil wir gemerkt haben, dass wir selbst in Unterzahl nicht schlechter waren als der Gegner.«

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Vor der Partie mussten sich die Teams in Palling zunächst gedulden: Wolkenbruchartiger Regen ließ eine faire Begegnung nicht zu, erst nach 25 Minuten Wartezeit pfiff Schiedsrichter Ronny Schmidt an. Die Inzeller Hintermannschaft wirkte zu Beginn noch etwas konfus, sodass Neuöttings Alexander Reberger in der 1. Minute unverhofft an den Ball kam, aber das leere Tor nicht traf. Zwei Minuten später versuchte es Inzells Fabian Zeidler nach einer Bogenlampe, doch seine Direktabnahme zischte knapp über den Querbalken.

In der 7. Minute grätschte Inzells Lukas Lackner Thomas Klingenberg um – allerdings mit Ballkontakt – und sah dafür Rot. Trotz Unterzahl ließ Inzell nicht locker: In der 11. Minute setzte sich Andreas Panitz durch und bediente von der Grundlinie den mitgelaufenen Fabian Zeidler und der jagte das Leder aus neun Metern flach zum 0:1 ins Netz.

Doch Neuötting drehte mit einem Doppelschlag die Partie: Die Inzeller Hintermannschaft wehrte einen Ball zu kurz ab und Richard Buku fackelte nicht lange – mit voller Wucht knallte er den Ball aus gut 25 Metern an die Unterkante der Latte, von dort landete dieser im Tor (14.). Nur eine Minute später parierte Inzells Torhüter Sebastian Schwabl einen Schuss von Alexander Reberger.

In der 17. Minute war Schwabl dann aber machtlos: Zunächst wehrte er zwar eine Flanke von Richard Buku ab, aber der Ball landete bei Alexander Lang, der mit einem leicht abgefälschten Flachschuss zum 2:1 für Neuötting traf.

Die Mannschaft von Inzells Spielertrainer Seppi Weiß gab sich jedoch zu keiner Sekunde auf und kreierte selbst gute Möglichkeiten. Nach einem Abspielfehler der Neuöttinger Verteidigung schnappte sich Michel Hernandez den Ball, legte nach innen, doch Andreas Panitz und Fabian Zeidler kamen einen Schritt zu spät. Mitte der ersten Hälfte verfehlte Zeidler mit einem Schuss aus 19 Metern knapp das Ziel.

Dann landete ein langer Diagonalpass des eingewechselten Markus Pichler (für den verletzten Maxi Lackner) auf der rechten Seite bei Michel Hernandez, der düpierte seinen Gegenspieler und erzielte mit einem Flachschuss den 2:2-Ausgleich (35.). Fortan verflachte die Partie etwas und es ging mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause.

Gleich nach Wiederanpfiff legte Fabian Zeidler von der Grundlinie zurück auf Michel Hernandez, doch dessen Schuss drehte Neuöttings Torwart Michael Welschof mit einer starken Parade um den linken Pfosten. In der 53. Minute versuchte es Zeidler selbst aus halblinker Position mit einem Volleykracher, allerdings schoss er knapp am rechten Pfosten vorbei. Zehn Minuten später scheiterte Zeidler erneut am glänzend reagierenden Michael Welschof.

Neuötting hätte beinahe ein Missverständnis zwischen SC-Torhüter Sebastian Schwabl und Kapitän Armin Dumberger genutzt. Thomas Klingenberg kam ans Leder und schoss aus 20  Metern, Markus Pichler klärte aber gerade noch vor der Linie. Einen Kopfball von Alexander Lang nach dem anschließenden Eckball entschärfte Sebastian Schwabl und der Nachschuss wurde von Inzeller Abwehrbeinen abgeblockt.

Zudem versuchte es SC-Spielertrainer Seppi Weiß mit einem Freistoß aus 25 Metern, der knapp am rechten Pfosten vorbeiflog (69.). Eine gute Möglichkeit hatte der TSV durch Alexander Lang, aber bei dessen Kopfball war Sebastian Schwabl auf dem Posten (79.).

Trotz Unterzahl kämpfte Inzell, angetrieben von den vielen eigenen Fans, bis zum Schluss und wollte die Entscheidung noch in der regulären Spielzeit. In der 84. Minute startete Armin Dumberger auf der linken Seite, flankte auf Andreas Panitz, jedoch zischte dessen Direktabnahme knapp über das TSV-Tor. Zwei Minuten später legte Fabian Zeidler ein Solo ein: Er umkurvte seine Gegner und verwandelte aus drei Metern abgezockt zum 2:3-Endstand. hw