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Donkov erwartet ein schweres Spiel

Viel Zeit, sich über den 2:1-Heimerfolg gegen den 1. FC Saarbrücken zu freuen hatten die Spieler und Verantwortlichen des Fußball-Drittligisten Wacker Burghausen nicht. Bereits am heutigen Spieltag steht für die in diesem Jahr noch unbesiegten Wackerianer das nächste Heimspiel auf dem Programm.

Er ist mit dem SV Wacker Burghausen heute schon wieder gefordert: Marco Holz. (Foto: Butzhammer)

Ab 19.30 Uhr präsentiert sich mit Alemannia Aachen eine Mannschaft mit großem Namen und ebenso großen Problemen. Die Situation beim ehemaligen Bundesligisten ist derzeit etwas undurchsichtig. Im vergangenen Jahr musste die Alemannia Insolvenzantrag stellen. Das bedeutet eigentlich, dass der Traditionsverein für die nächste Saison keine Lizenz für die III. Liga bekommen kann. Aus unterschiedlichen Kreisen sind derzeit oft unterschiedliche Informationen darüber, wie es mit dem Verein weitergehen wird, zu erfahren.

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Mal heißt es, dass das Insolvenzverfahren eingestellt werden kann und Aachen die Saison ganz normal beenden kann und im Falle des Nichtabstiegs – Aachen liegt derzeit auf Platz 17 – auch nächste Saison in der III. Liga spielen kann. Andererseits wird auch darüber spekuliert, ob der Verein bereits noch in der laufenden Saison den Spielbetrieb komplett einstellen muss. Zur Besserung der finanziellen Situation unternehmen die Alemannia-Verantwortlichen derzeit viel. So fand kürzlich ein Testspiel gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München im neuen Tivolistadion statt, was reichlich Geld in die Vereinskassen spülte.

In der Winterpause verließen elf Spieler den finanziell angeschlagenen Verein. Prominentester Abgang war Ex-Nationalspieler Albert Streit, der sich Regionalligist Viktoria Köln anschloss. Nun stehen viele junge Spieler im Kader von Trainer René van Eck und mit Sascha Rösler und Thomas Stehle zwei erfahrene Recken.

Burghausen tut gut heute daran, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. »Wenn wir defensiv wieder kompakt stehen und wenig zulassen, ist auch gegen Aachen ein Dreier drin«, ist der mit sieben Saisontoren treffsicherste Burghausener Maxi Thiel optimistisch.

Im Wacker-Kader sind keine großen Veränderungen zu erwarten. Darlington Omodiagbe ist nach seiner Gelbsperre wieder spielberechtigt. Dass Trainer Georgi Donkov die erfolgreiche Mannschaft verändern wird, ist aber unwahrscheinlich. »Mich stört der Konkurrenzkampf nicht. Diese Form von Druck musst du als Profi aushalten. Nur so entwickelst du dich weiter«, sagt Omodiagbe zu seiner Situation.

Mit den beiden Winter-Neuzugängen Thorsten Burghardt und Asmiou Ayewa ist erneut nicht im Kader zu rechnen. Sie saßen gegen Saarbrücken nicht einmal auf der Bank. »Die Leute müssen erst einmal integriert werden«, deutet Georgi Donkov an, dass dies auch noch einige Zeit so bleiben wird.

Auf jeden Fall müssen sich alle Akteure heute wieder auf ein intensives und kräftezehrendes Spiel einstellen. Der Platz im Wacker-Stadion ist nach dem Saarbrücken-Spiel arg in Mitleidenschaft gezogen. Wegen der kalten Temperaturen ist er derzeit zudem tief gefroren. »Ich war platt und bin deshalb ausgewechselt worden. Jetzt brauchen wir gegen Aachen noch so einen Arbeitssieg. Danach können wir wieder anfangen Fußball zu spielen«, spürt beispielsweise Stürmer Felix Luz den Kräfteverschleiß.

Trotz des dezimierten Aachener Kaders will Georgi Donkov nicht, dass der heutige Gegner unterschätzt wird: »Aachen ist ein sehr guter Gegner. Das wird ein hartes Spiel.«

Die bisherige Bilanz beider Clubs spricht für die Alemannia, die in neun Duellen viermal, unter anderem beim 3:2-Erfolg im Hinspiel, als Sieger vom Platz ging. Drei Aufeinandertreffen endeten unentschieden und zweimal hatte Burghausen das bessere Ende für sich. apf