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Dominik Waritschlager mit zwei Treffern

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Mehr als 900 Zuschauer fieberten im EHG-Sportpark mit, als Stefan Mauerkirchner (Nummer 9) und SBC-Torhüter Issa Ndiaye in dieser Spielszene gemeinsam klärten. (Foto: Weitz)

SB Chiemgau Traunstein: Ndiaye, Daniel (74. Petzka), Marchl, Sebastian Mayer, Bauer, Berz, Schön, Mauerkirchner, Griesbeck (74. Wendlinger), Dengel, Waritschlager (83. Thudt).


ESV Freilassing: Schönberger, Niederstraßer, Poschner (ab 70. Oeggl), Mooser, Köppl (ab 84. Schiller), Hopf, Michael Mayer, Krojer, Deiter, Danglstätter, Leitz.

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Schiedsrichter: Krische (TSV Bernau).

Zuschauer: 920.

Tore: 1:0 (31.) Waritschlager, 1:1 (34.) Hopf, 2:1 (39.) Waritschlager, 3:1 (90.+1) Wendlinger.

Rote Karten: keine. – Gelb-Rote Karten: keine.

Es war kein prickelnder, aber doch ein äußerst passabler Start in die neue Saison der Fußball-Bezirksliga Ost, den der SB Chiemgau Traunstein am Mittwochabend vor mehr als 900 Zuschauern hingelegt hat. Dank eines Doppelpacks von Dominik Waritschlager glückte auf Seiten der Platzherren mit einem 3:1-Sieg der Einstand des neuen Trainers Adam Gawron.

»Meine Jungs haben bis zum Schluss Moral gezeigt«, freute sich Gawron, »das weiß ich umso höher einzuschätzen, da mit dieser gigantischen Kulisse, der ungewöhnlichen Anstoßzeit, dem starken Gegner und meinen Forderungen ans Team doch ein paar Faktoren mitgespielt haben, die es nicht unbedingt leichter gemacht haben.«

Sein Freilassinger Kollege Helmut Fraisl war enttäuscht von der Vorstellung seiner Schützlinge, lobte aber auch die Gastgeber: »Die Traunsteiner haben das in der Defensive clever gespielt und immer sieben Mann hinter den Ball gebracht. Dadurch haben wir nicht die nötigen Räume bekommen.«

Auf beiden Seiten kamen Neuzugänge zum Einsatz: Gawron brachte Waldemar Daniel und Florian Griesbeck von Beginn an, wobei beide mehr können als sie gegen Freilassing gezeigt haben. Fraisl bot Alexander Danglstätter, Fabio Hopf und Thomas Mooser in der Startelf auf und wechselte dann noch Maxi Oeggl ein. Auch bei den Neuen der »Eisenbahner« wechselten sich Licht und Schatten ab. So war Hopfs Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 zwar eine Augenweide, dagegen patzte Oeggl vor dem dritten SBC-Tor.

Symptomatisch für die zähe Anfangsphase war, dass die ersten nennenswerten Torszenen ein Freistoß von Hopf übers Tor (18.) und ein Pressschlag zwischen ESV-Torhüter Stefan Schönberger und Griesbeck waren, nachdem Mooser das Leder etwas zu kurz zurückgespielt hatte (19.). Es war noch viel Sand im Getriebe!

Ab der 30. Minute ging’s dann aber richtig los, als zunächst Patrick Schön nach Waritschlager-Vorarbeit Schönberger prüfte. Eine Minute später war der ESV-Schlussmann geschlagen: Einen Einwurf von Daniel verlängerte Stefan Mauerkirchner per Kopf zu Waritschlager. Der zog noch an André Köppl vorbei, ehe er das Leder im kurzen Eck versenkte.

Doch der Ausgleich der Grenzstädter ließ nicht lange auf sich warten: Drei Minuten später segelte eine Flanke von Albert Deiter nach innen. Florian Marchls Klärungsversuch landete bei Hopf, der den Ball volley ins rechte Kreuzeck beförderte – keinerlei Abwehrchance für den sonst sehr souveränen SBC-Torhüter Issa Ndiaye (34.).

Ein herrlicher Treffer war auch das Traunsteiner 2:1 in der 39. Minute: Waritschlager wurde von Tobias Berz per Querpass angespielt und durfte sich den Ball noch zurechtlegen, ehe er ihn aus 20 Meter flach und platziert ins linke Eck jagte. »Auch an diesem Tor hat Mauerkirchner dank seines Gegenpressings einen Anteil«, analysierte Adam Gawron. In den restlichen Minuten bis zur Pause waren die Traunsteiner dem 3:1 näher als der ESV dem Ausgleich, doch Schön (Freistoß aus Topposition in die Mauer) und Waritschlager (Schönberger auf dem Posten) konnten aus ihren Möglichkeiten kein Kapital schlagen.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der ESV stets bemüht, den Ausgleich herbeizuführen, doch zwingende Aktionen vor dem Traunsteiner Gehäuse hatten Seltenheitswert. Es fehlte einfach die nötige Durchschlagskraft. Doch auch die Traunsteiner taten sich schwer, Konterchancen zum 3:1 zu kreieren. Die besten hatten noch Sebastian Mayer (58./Kopfball neben das Tor nach Schön-Ecke) und Mauerkirchner, der von Oeggl in höchster Not gestoppt wurde.

Für die Entscheidung sorgte der eingewechselte Markus Wendlinger: Nach einem verunglückten Pass von Florian Marchl aus der Traunsteiner Defensive und einem Luftloch von Oeggl steuerte er allein auf das ESV-Gehäuse zu, zog noch an Schönberger vorbei und spielte das Leder zum 3:1-Endstand in die Maschen. cs