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Doch noch Playoff-Spiele für die Chiefs?

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In die traditionell recht undurchsichtigen Spielbestimmungen des Bayerischen Eishockey-Verbandes ist in dieser Woche endlich etwas Licht gekommen. Die spannende Nachricht für die Trostberg Chiefs: Sollte der Konkurrent um Platz vier in der Landesliga-Südwest, der ESC Kempten, am Sonntag sein letztes Spiel gegen Fürstenfeldbruck nicht gewinnen, so muss der TSV doch noch mal ran. Dann würde die Lehmann-Truppe gegen Mitterteich sogar um den Aufstieg in die Bayernliga spielen.


»Das kommt überraschend für uns«, sagt TSV-Vorstandsmitglied Martin Wimmer. »Aber wir können nicht aus, weil wir völlig unerwartet so weit nach oben geklettert sind und im Gegensatz zu den meisten anderen Mannschaften keinen Aufstiegsverzicht erklärt haben.«

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Die zuletzt so großartig aufspielenden Chiefs sind sich im Klaren darüber, dass sie von den finanziellen Möglichkeiten her und vor allem als einzige Freiluftmannschaft in der Bayernliga eigentlich nichts verloren haben. »Deshalb wären wir jetzt nicht allzu traurig darüber, wenn uns Kempten noch von Platz vier verdrängt«, so Wimmer.

Die Allgäuer sind mit einem Punkt Rückstand Fünfter und haben den schlechteren Direktvergleich gegenüber Trostberg, sodass sie zwei Punkte gegen Fürstenfeldbruck benötigen, um noch Vierter zu werden. Sollte Kempten dies schaffen, wäre für Trostberg die Saison definitiv beendet, weil der BEV das Playoff-Halbfinale maximal aus den jeweils ersten Vier beider Landesliga-Gruppen bestückt. Jedoch haben in der Trostberger Südwest-Staffel sowohl der Erste Pfronten als auch der Dritte Bad Wörishofen sowie der ESC Kempten rechtzeitig den Aufstiegsverzicht geltend gemacht, sodass hier nur der Zweitplatzierte Schongau und möglicherweise Trostberg als potenzielle Aufstiegskandidaten übrig bleiben.

Von den bereits fest stehenden Top-Vier der Nord-Ost-Gruppe hat dagegen nur Spitzenreiter Dingolfing vorzeitig zurückgezogen. Der EHC Mitterteich als Zweiter und der ESC Hassfurt als Dritter sowie als Nachrücker der Viertplatzierte ERC Regen kommen somit für das Halbfinale in Frage.

Sollten die Chiefs in den Playoffs zum Einsatz kommen, wären die Spiele für den 1. und 8. März angesetzt. Das Problem: Zum Rückspieltermin steht in Trostberg kein Eis mehr zur Verfügung. Mit der Anfrage, das Heimrecht zu tauschen, hatte der TSV keinen Erfolg bei den Oberfranken. »Wir müssten uns also irgendwo Eis mieten, zum Beispiel in Waldkraiburg oder Inzell«, so Martin Wimmer. tt