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Dobler zweitbester Deutscher

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Er überzeugte bei den Testrennen in Norwegen: Jonas Dobler (Nummer 25) vom SC Traunstein.

Starke Leistungen bot der Traunsteiner Skilangläufer Jonas Dobler (SC Traunstein/Stützpunkt Ruhpolding) bei Testwettkämpfen in Trondheim (Norwegen). Er wurde hinter Sebastian Eisenlauer (SC Sonthofen) zweitbester Deutscher. Auch die deutschen Damen – darunter drei aus dem Stützpunkt Ruhpolding – überzeugten.


Die deutsche Nationalmannschaft war zunächst zwei Wochen lang bei einem intensiven Lehrgang in Norwegen. Zum Abschluss nahmen die Athleten noch am Sommerwettkampf teil. Die besten 70 norwegischen Langläufer waren am Start, auch die deutsche und französische Nationalmannschaft sowie einige Spitzenathleten aus Schweden, Russland, Kanada und den USA. In drei Tagen standen vier Wettbewerbe an. Am ersten Tag standen ein Berglauf zu Fuß und anschließend ein Skirollersprint auf dem Programm. Jonas Dobler erreichte hier Platz 9 im Berglauf.

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Im Berglauf überzeugten beim Sieg des Norwegers Didrik Tönseth auch Florian Notz (SZ Böhringen Römerstein) als Achter und Hannes Dotzler (SC Sonthofen) auf Rang 17. Thomas Bing (Rhöner WSV) belegte den 35. Rang, Sebastian Eisenlauer (SC Sonthofen) kam auf den 70. Platz. Im Sprint setzte sich erwartungsgemäß Petter Northug durch. Die deutschen Platzierungen: 24. Eisenlauer, 54. Bing, 60. Dobler, 66. Dotzler, 78. Notz.

Am zweiten Tag wurde ein Duathlon ausgetragen. Hier belegte Jonas Dobler beim gemeinsamen Sieg des Schweden Calle Halfvarsson mit Erik Brandsdal und hauchdünn vor Simen Östensen (beide Norwegen) den 25. Platz. Eisenlauer (7./+ 2,1), Northug (9./+ 5,8) Notz (10./+ 5,9) und Bing (13./+ 8,4) gehörten einer großen Spitzengruppe mit 16 Mann an, die dem Rest des Feldes ein Stück enteilt war. Mit 1:10,5 Minuten war Dobler auf Rang 25 aber ebenfalls gut im Rennen.

Dobler zum Abschluss um zehn Plätze nach vorn

Tags darauf gab es ein Verfolgungsrennen aufgrund der Ergebnisse der ersten beiden Tage (ohne Berglauf). Dobler verbesserte sich hier von Platz 25 auf Platz 15 in der Gesamtwertung. Den Gesamtsieg holte sich Östensen knapp vor seinen Landsleuten Tönseth (+ 0,6) und Eirik Brandsdal (+ 38,8) sowie Halfvarsson (+ 52,1).

Als Sechster glänzte Sebastian Eisenlauer (+ 1:17,4) – eigentlich eher ein Sprint-Spezialist – der unter anderem den Russen Ilja Tschernoussow (8./+ 1:17,6) und den bekannten Norweger Ola Vigen Hattestad (9./+ 1:17,8) hinter sich ließ. Auch Dobler (+ 1:21,5) hatte auf diese Sportler nur geringen Rückstand und war unter anderem knapp vor Petter Nor-thug (21./+ 1:28,5) im Ziel. Florian Notz (+ 1:31,3) auf Rang 25 hatte mit dieser Gruppe ebenfalls mitgehalten. Rang 47 ging an Thomas Bing (+ 2:51,8).

Die deutschen Damen erkämpften in der Gesamtwertung Platz 4 bis 7. Bei den ersten Rennen waren gut 40 Teilnehmerinnen dabei, im abschließenden Verfolgungslauf kamen noch 31 in die Wertung. Den Gesamtsieg holte sich Heidi Weng vor ihren Landsfrauen Therese Johaug (+ 1:14,2) und Kathrine Harsem (+ 2:15,2). Beste Deutsche war als Vierte Nicole Fessel (SC Oberstdorf/+ 2:58,3) vor Sandra Ringwald (ST Schonach-Rohrhardsberg/+ 3:01,9) vor den Stützpunkt-Athletinnen Denise Herrmann (+ 3:13,1) und Steffi Böhler (+ 4:00,7). Rang 18 belegte das große Talent Victoria Carl (SCM Zella-Mehlis/+ 4:54,1). Hanna Kolb (TSV Buchenberg), die zuvor ebenfalls ordentliche Platzierungen erreicht hatte, war hier nicht mehr am Start.

Im Berglauf hatte Steffi Böhler als Fünfte vor Ringwald, Herrmann und Fessel überzeugt. Ringwald (4.) hatte im Sprint sogar das A-Finale erreicht, Kolb (9.) und Fessel (11.) das Halbfinale sowie Herrmann (13.), Carl (17.) und Böhler (19.) das Viertelfinale.

Im Skiathlon hatte Herrmann als Dritte vor Fessel sogar einen Podestplatz erkämpft, auch Böhler (8.) und Ringwald (9.) hatten es unter die besten Zehn geschafft.

Die Wettkämpfe waren ein großartiges Erlebnis für die Sportler. Denn an den Strecken standen Zehntausende von Zuschauern, die Wettkämpfe wurden live im norwegischen Fernsehen übertragen. who