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Die DJK-Vorstände Gerald Berger (von links) und Dr. Stefan Gilch ehrten unter anderem Simone Kaiser, Marcus Pater, der auch als Platzwart fungiert und die Anlagen zusammen mit seiner Ehefrau Swetlana bestens in Schuss hält, und Ehrenvorstand Wast Eisenreich für ihre Treue zum Verein. (Foto: Hoernes)

DJK Traunstein plant Installation einer LED-Flutlichtanlage

Trotz der Corona-Pandemie haben sich die Mitgliederzahlen bei der DJK Traunstein positiv entwickelt. Nach einem kurzzeitigen Rückgang sind sie nun bei 684. Das berichtete Vorstand Dr. Stefan Gilch bei der Hauptversammlung, die nach zweijähriger Pause wieder im vereinseigenen Clubheim stattfinden konnte. Sie war trotz des schönen Wetters gut besucht.


Nach dem Totengedenken begann Dr. Stefan Gilch mit seinem Rückblick, der optisch für alle an der Leinwand in einer vom 2. Vorstand Gerald Berger gestalteten Darstellung nachvollzogen werden konnte. Aufgrund zahlreicher ausgefallener Veranstaltungen gab es nur wenig zu berichten.

Aber man blickte bereits voraus: Man plane, das Vereinsgelände durch eine neue LED-Flutlichtanlage, nicht nur auf dem Fußballplatz, auszustatten, um neben der Stromersparnis auch bessere Lichtverhältnisse bei den einzelnen Sportarten zu haben, informierte Gilch. Für die Pflege der Rasenplätze werde über die Anschaffung eines Mäh-Roboters nachgedacht. Für das angebrochene Jahr plane man ein Weinfest, so Stefan Gilch weiter, der sich auch darüber freute, dass zunehmend wieder mehr sportliche Aktivitäten in allen Abteilungen möglich sind.

Dann betonte StadtratSimon Schreiber, der in Vertretung für den erkrankten Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer an der Versammlung teilnahm, dass die DJK Traunstein durch ihr umfangreiches Angebot im Breitensport unter den 30 Sport- und Schützenvereinen fester Bestandteil bei den Überlegungen der Stadt sei und zurecht finanziell unterstützt werde.

Der Präsident des DJK-Sportverbands, Martin Götz, sprach in seiner Rede von Differenzen mit der Kirche. Sie würde für die Pacht der meist abgelegenen Vereinsgrundstücke bei Anfragen auf Verlängerung ein Vielfaches ansetzen, was diefinanzielle Situation aller übersteige.

Astrid Weißenbacher in ihrer Funktion als scheidende Jugendleiterin blickte auf ein tolles Jugendcamp für die jungen Fußballer zurück. Es wurde durch Fördergelder finanziert und soll in diesem Jahr wiederholt werden. Ihre Position im Verein wird vakant und man sucht einen Nachfolger.

Die Damenfußball-Abteilungsleiterin Maria Mikosch blickte stolz auf den Gewinn des Bezirkspokals zurück. Erfreulich sei auch, dass es eine weibliche B-Jugendmannschaft gebe, die bald als Verstärkung der Damenmannschaft und in eigenem Wettbewerb auf Kleinfeld auflaufen kann, betonte sie.

Die Fußballer stehen in der B-Klasse auf einem vorderen Mittelfeldplatz. Auch die Trainingsbeteiligung der Herren sei gut, ließ der erkrankte Benedikt Streitwieser verkünden.

Christoph Hoernes von den Basketballern kann auf die erfolgreichste Spielzeit in der Bezirksoberliga seit 2016 zurückblicken. Man verzichtet jedoch auf das Aufstiegsrecht in die Bayernliga. Der Rückzug einiger Stützen und bisher fehlende Neuzugänge, aber auch die Änderungen der Spielhalle machen diese Überlegungen unrealistisch. Es stehe die Freude am Sport und nicht das Streben nach Titeln im Vordergrund.

Der Höhepunkt der Versammlung war zweifelsohne die Darstellung der Motorsportabteilung. Sie veranstaltete an Ostern die traditionelle Chiemgau-Trophy, die in Deutschland zu den bestorganisierten und anspruchsvollsten zählt, was auch namhafte Sponsoren bringt. In einem spektakulären Film wurden Eindrücke der beiden Tage, an denen internationale Fahrer vor hunderten Besuchern in einer Kiesgrube in Kay waghalsige Manöver absolvierten, gezeigt. Der Gewinn wird dem HPZ in Ruhpolding zugutekommen. Für 2023 laufen die Planungen.

Die Tennisabteilung hat bis auf die Hobby-Damen keine Wettkampf-Truppe im Spielbetrieb. Man bietet jedoch unter der Leitung von Trainer Arne Lohmeier ein Kinder- und Jugendtraining an, informierte Abteilungsleiter Peter Lück, der auch Ehrenvorstand der DJK ist.

Die Damen-Turngruppe war im Winter etwas eingeschränkt, da keine sportliche Leiterin zur Verfügung stand, wie Maria Eisenreich bemerkte. Man sei auf der Suche nach Ersatz. Bei der Herren-Gymnastik leitet Karl Wiendl in bewährter Form die Skigymnastik, im Sommer betreibe man neben Radl- und Bergtouren Boggia auf der eigenen Anlage.

In der Gruppe Justizsport wird im Sommer Fußball gespielt und im Winter Volleyball, wie man in Abwesenheit von Dr. Robert Tischer erfuhr. Die Stockschützen mussten ebenfalls auf Wettkämpfe verzichten, seien jedoch jetzt wieder auf den Plätzen und trainierten, so Ludwig Kaiser.

Kassenwart Dieter Mlotek konnte sogar einen geringen Überschuss bekanntgeben, der nicht zuletzt wegen nicht angefallener Wettkampf- und Schiedsrichtergebühren zustande kam. Günther Fembacher in seiner Funktion als Kassenprüfer bestätigte eine lückenlose und übersichtliche Kassenführung, die nach aufwendiger Arbeit nun digital jederzeit abrufbar ist.

Zum Abschluss der Veranstaltung kam es zur Ehrung langjähriger Mitglieder (siehe Kasten), die von Maria und Wast Eisenreich vorbereitet wurde. Die Vorstände Dr. Stefan Gilch und Gerald Berger führten sie gemeinsam durch.

CH

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