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Die DJK Otting um Michaela Gradl hofft darauf, in der Frühjahrsrunde den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga noch unter Dach und Fach zu bringen. (Foto: Butzhammer)

DJK Otting hofft auf bessere Zeiten

Die DJK Traunstein hätte gerne schon die ersten drei Punkte in diesem Jahr auf dem Konto gehabt, doch daraus wurde bekanntlich nichts. Das Nachholspiel in der Fußball-Bezirksoberliga der Fußballerinnen wurde kurzfristig abgesetzt, nachdem es beim TVA mehrere Corona-Fälle gegeben hat.


Jetzt soll's für die Truppe von Andreas Abfalter aber endlich losgehen – und das erste Pflichtspiel des Jahres ist gleich mal ein echtes Schmankerl: Am letzten Spieltag der Vorrunde stellt sich nämlich die DJK Otting in Traunstein vor! Die Partie wird am Sonntag um 10 Uhr auf dem Traunsteiner Kunstrasenplatz angepfiffen.

Abfalter gibt sich für die Partie optimistisch, auch weil es personell wohl bei seiner Mannschaft nicht schlecht ausschaut. »Und wir haben auch noch eine Rechnung mit Otting offen«, sagt er. »Das letzte Spiel gegen die DJK haben wir nämlich mit 0:1 verloren und dafür wollen wir uns noch revanchieren«, ergänzt er. Allerdings weiß der erfahrene Traunsteiner Coach auch: »Derbys haben ihre eigenen Gesetze.«

Mit Blick auf die Tabelle wird aber auch eines deutlich: Für beide Mannschaften lief die Saison bislang nicht so wie gewünscht. Die DJK Traunstein als Tabellensechster (8 Spiele/12 Punkte) will so schnell wie möglich den Abstand nach unten weiter vergrößern. Für Schlusslicht Otting (8/1) gilt es, das rettende Ufer nicht vorzeitig aus den Augen zu verlieren. Aktuell haben die Ottingerinnen sechs Punkte Rückstand auf den 9. Tabellenplatz, den aktuell der FC Stern München II (8/7) einnimmt, dazwischen reiht sich noch die SpVgg Hebertshausen (8/5) ein. In dieser Liga müssen am Ende zwei Teams absteigen.

»Ein bisschenmehr Glück«

»Unser Ziel ist es natürlich, dass wir uns möglichst schnell an die Nichtabstiegsplätze heranarbeiten, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren«, sagt Ottings Sprecherin Micha Kurz und ergänzt: »Ob und wie das klappt, wird sich zeigen.« Zum einen müsse man dafür selbst noch einiges investieren, »zum anderen müsste halt auch mal ein bisschen mehr Glück auf unserer Seite sein«, gibt sie an.

Und davon hatten die Ottingerinnen in der Herbstrunde schon wenig – und auch jetzt sind die Vorzeichen vor dem ersten Punktspiel alles andere als gut. »Wir haben aktuell einige Corona-Fälle in der Mannschaft, die Sonntag noch nicht spielen dürfen oder können. Jetzt müssen wir mal abwarten, was passiert«, sagt Kurz, die die Vorbereitung ihrer Mannschaft als okay bezeichnet. Denn auch in dieser Phase musste das Schlusslicht immer wieder Ausfälle kompensieren. Bei den vier Vorbereitungsspielen musste man daher auch auf die Spielerinnen der eigenen B-Jugend zurückgreifen, um genügend Leute zu haben.

Was dennoch optimistisch stimmen sollte, sind die Ergebnisse der Tests: Da gab es für Otting zwei Siege (1:0 bei der DJK SF Reichenberg und 6:0 gegen den FC Schwoich) und ein Unentschieden (0:0 beim TuS Bad Aibling II) bei nur einer Niederlage (2:10 bei der DJK SV Geratskirchen). »Die Ergebnisse der Testspiele sind mit Vorsicht zu betrachten, sie stimmen aber bis auf die Niederlage gegen Geratskirchen eigentlich ganz positiv«, findet auch Kurz.

Das erste Punktspiel des Jahres steht eigentlich auch für den Tabellenfünften SV Saaldorf (8/12) auf dem Programm. Ob die Partie beim corona-geplagten TV Altötting am Samstag um 17 Uhr aber wirklich angepfiffen werden kann, steht noch in den Sternen. Beim TVA hat mittlerweile übrigens Martin Sieberer das Sagen. Der 32 Jahre alteC-Lizenz-Inhaber, der schon mehrere Damen-Mannschaften im Raum München trainiert hat, hat das Amt vom bisherigen Chef Reinhard Klötzler übernommen, der aber weiterhin als Co-Trainer bei den TVA-Frauen dabei ist.

Auch in der Bezirksliga 1 rollt an diesem Wochenende erstmals wieder komplett der Ball. Am 11. Spieltag – es ist auch in dieser Klasse der letzte Spieltag der Vorrunde – darf die SG Fridolfing/Laufen/Leobendorf daheim antreten und empfängt am Samstag um 14 Uhr am Sportplatz in Laufen die SpVgg Attenkirchen.

Die SG bestritt bereits vergangenes Wochenende ein Nachholspiel und brachte aus Aßling – die Partie endete 1:1 – einen Punkt nach Hause. Der Tabellensechste (9/15) hofft nun, den ersten Sieg des Jahres einzufahren. Die Chancen gegen den direkten Tabellennachbarn Attenkirchen – das Team ist punktgleich mit der SG und steht bei einem ausgetragenen Spiel mehr aktuell auf Rang 7 – sollten nicht so schlecht stehen.

SB

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