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»Diesmal muss man die Helfer besonders bewundern«

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Julian Erhardt (179) und Michael Ager (163) – beide von Triathlon Grassau – setzten sich sofort nach dem Start zur 12-km-Strecke an die Spitze. (Fotos: Weitz)

Zufriedene Läufer, spannende Rennen und eine gelungene Organisation: Nach dem 11. Traunsteiner Halbmarathon konnten die Veranstalter – Sport Praxenthaler und der TV Traunstein – eine positive Bilanz ziehen. Denn trotz der Bedingungen mit heftigem Regen und Kälte hatten sich die meisten Sportler nicht von der Teilnahme abhalten lassen.


Immerhin 225 kamen auf der Halbmarathonstrecke (20,0975 km) ins Ziel, 153 auf der 12-km-Distanz. Die Meldezahlen (ca. 270 Halbmarathon, ca. 190 für den »Zwölfer«) zeigen, dass sogar ein noch größeres Potenzial in der Veranstaltung steckt und diese sich inzwischen in der Läuferszene sehr gut etabliert hat.

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Beim Halbmarathon der Männer dominierte erwartungsgemäß Filmon Abraham (LG Festina Rupertiwinkel). Er blieb trotz der schwierigen Verhältnisse nur um gut eineinhalb Minuten über seiner Streckenrekordzeit aus dem Vorjahr. Dahinter lieferten sich Andreas Tumm (Team Ultra Sports) und Johannes Strohmaier (RSV Freilassing) einen spannenden Kampf um den zweiten Platz, den M-30-Sieger Tumm knapp zu seinen Gunsten entschied.

Vierter wurde der M-30-Zweite Tobias Irlacher (TG Salzachtal). Hervorragender Gesamtsechster wurde M-40-Gewinner Albert Hinterstoißer (LG Festina Rupertiwinkel) vor Thomas Einsiedler (SC Traunstein/3. M 30) und dem jungen Skilangläufer Anian Sossau (SC Eisenärzt/4. Allgemeine Klasse). Sossaus Vereinskollege Uli von Großmann setzte sich in der stark besetzten Klasse M 50 an die Spitze.

Bei den Frauen wurde Vorjahressiegerin Felicitas Schützinger vom TVT zwar diesmal Zweite hinter Carina Lütt (Kliniken Südostbayern), holte aber dennoch eine Trophäe: Sie gewann bei den Frauen die Otillinger-Trophy für die schnellste Teilnehmerin mit Wohnsitz in Traunstein – bei den Männern ging dieser Wanderpokal an Filmon Abraham. Schützinger war zudem die Schnellste der W 30, während die Gesamtdritte Fabienne Vates (RSV Freilassing) die Allgemeine Klasse gewann und Lütt die W 40. Siegerin der W 50 wurde Simone Mortier.

In der Mannschaftswertung (je zwei Frauen und zwei Männer eines Teams) ging es ganz knapp zu: Mit 6:47:08 Stunden lagen Daniel Oswald, Tobias Neuenhoff, Kathi Hallweger und Christine Hahnemann von der Chiemgauwelle um gerade mal 18 Sekunden vor dem Quartett des SC Eisenärzt (Anian Sossau, Uli von Großmann, Petra Beilhack, Ellen Bräutigam). Rang drei ging an die Chiemsee-Schulen Zimmermann (Simone Mortier, Robert Stadler, Nicola Mortier, Joseph Wanka) mit einem Gesamtrückstand von 1:16:21 Stunden.

Auf der 12-km-Distanz setzten sich die beiden Athleten von Triathlon Grassau, Julian Erhardt und Michael Ager, sehr bald vom restlichen Feld ab. Wie schon bei der Premiere des »Zwölfers« im Vorjahr konnte sich Erhardt letztlich auch von Ager absetzen und holte sich damit seinen zweiten Sieg. Gesamtdritter wurde Andreas Christoph (Team Brückner Lauftreff). Bei den Frauen dominierte diesmal der Skinachwuchs mit Siegerin Paula Schuhbeck vor Sophie Spark (beide SC Traunstein). Dritte wurde Melanie Brandl.

»Es war noch nie so kalt wie diesmal«, blickte Helmut Otillinger vom TVT auf den 11. Traunsteiner Halbmarathon zurück. Doch das hatte auch Vorteile, denn kein Läufer hatte einen Kollaps oder war überhitzt. Wegen der Kälte organisierte man zudem für die Läufer im Ziel ausreichend Tee, »und ich war dann auch froh, dass wir die Siegerehrung im Hofbräuhaus machen konnten.« So konnten sich die Läufer dort aufwärmen, »und die Siegerehrung war erfreulich gut besucht.«

»Unser Dank geht an alle Helfer, die Stadt Traunstein und die Hilfsorganisationen«, spricht Otillinger stellvertretend für die beiden Veranstalter Sport Praxenthaler und TV Traunstein. Von diesen hatte alleine schon das Team von Hannes Praxenthaler gut 15 bis 20 Mann (für Aufbauten etc.) im Einsatz, der TVT rund 50. »Und diesmal muss man die Helfer besonders bewundern, denn die mussten ja gut drei Stunden in Regen und Kälte stehen«, betont Otillinger.

Er freut sich nun schon auf die zwölfte Auflage des Traunsteiner Halbmarathons. Dabei hofft er natürlich auf wärmeres Wetter. Doch ihm und den Läufern ist bewusst, dass sich dieses nicht vorausplanen lässt: »Es ist halt eine Freiluftveranstaltung ...« who