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Dieser SBC-Auftritt macht Lust auf mehr

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Er brachte viel Schwung ins Spiel des SB Chiemgau: Ethan Monaghan (links), hier vor Sebastian Thalhammer. (Foto: Weitz)

Der SB Chiemgau Traunstein hat den Titelfavoriten SE Freising am Rande einer Niederlage gehabt. Dabei sah es für den Bayernliga-Absteiger im ersten Heimspiel der neuen Saison vor 320 Zuschauern im Jakob-Schaumaier-Sportpark in der Fußball-Landesliga Südost nach 45 Minuten ganz und gar nicht gut aus. 0:2 lag die Mannschaft des neuen Trainers Miroslav Polak da zurück, doch in der zweiten Hälfte trat der SB Chiemgau wie verwandelt auf und erkämpfte sich überaus verdient ein 2:2. Und: Die Traunsteiner bejubelten auch schon das 3:2, doch Schiedsrichter Benedikt Öllinger erkannte den Treffer nach Rücksprache mit seinem Assistenten dann doch nicht an.


Miroslav Polak war mit seiner Heimpremiere in einem Punktspiel am Ende jedenfalls zufrieden. »Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit angedeutet, welches Potenzial in ihr steckt«, freute er sich. »Was wir jetzt aber brauchen, ist Geduld und die Unterstützung der Zuschauer.« Und von letzterer war der Salzburger schon mal begeistert. »Die Anfeuerung unserer Zuschauer in unserer Drangphase hat mir sehr gut gefallen. Wir hatten da eine schöne Kulisse.«

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Im ersten Durchgang mussten die SBC-Anhänger aber erst einmal leidensfähig sein. Denn bereits nach vier Minuten klingelte es im Kasten der neuen Nummer eins im SBC-Kasten, Soma Orban. Alexander Köberich, der Chef der neu formierten Dreierabwehrkette der Traunsteiner, konnte Andreas Hohlenburger auf dem Weg zum Tor nicht stoppen und der Freisinger Stürmer ließ sich nicht zweimal bitten. »Das ist immer bitter, wenn man so früh ein Gegentor bekommt. Aber meine Mannschaft hat sich ja dann Gott sei Dank gefangen«, betonte Polak.

Die erste zaghafte Angriffsbemühung der Heimelf gab’s in der 8. Minute, als nach einem Freistoß von Yunus Karayün Mateusz Galanek über das Tor köpfte. In der 32. Minute probierte es dann der Kanadier Koby Greaves mit einem satten Schuss, der gerade noch zur Ecke abgefälscht wurde. Ansonsten war noch viel Sand im Getriebe im Traunsteiner Spiel. Doch auch auf der Gegenseite gab’s kaum nennenswerte Torraumszenen. In der 37. Minute ging’s dann aber schnell: Robert Rohrhirsch passte auf Martin Schön, der fackelte nicht lange und schon lag der Ball erneut im SBC-Kasten.

In der Pause hatte Miroslav Polak dann wohl die richtigen Worte gefunden. Denn der SB Chiemgau zeigte ab sofort ein anderes Gesicht und die Freisinger nahmen das Spiel nun einfach zu locker. Vor allem der Kanadier Ethan Monaghan drehte nun auf der rechten Seite richtig auf und begeisterte mit seinen schnellen Läufen die Zuschauer. In der 52. Minute setzte Monaghan zum ersten Sprint an und passte nach innen, dort kam Maximilian Probst nur einen Schritt zu spät. Eine Minute später segelte ein Freistoß von Karayün in den Strafraum, dort wurde der Ball von einem Abwehrbein verlängert und Greaves kam an den Ball, vergab diese Chance aber. In der 57. Minute wurden die Traunsteiner dann aber endlich für ihren Einsatz belohnt. Der eingewechselte Felix Maaßen spielte einen öffnenden Pass auf Monaghan, der flitzte in den Strafraum, zog ab und der Freisinger Andreas Schredl fälschte den Ball unhaltbar ins eigene Tor ab.

Der SB Chiemgau hatte nun deutlich Oberwasser und in der 68. Minute schickte Galanek Probst auf die Reise, der setzte sich stark gegen mehrere Freisinger durch und vollstreckte zum verdienten 2:2. Nur sieben Minuten später klingelte es erneut im Kasten des Freisinger Torhüters Stefan Wachenheim – erneut traf Probst und der SBC feierte schon seinen dritten Treffer. Doch Schiedsrichter Öllinger gab den Treffer nach Rücksprache mit seinem Assistenten wegen einer Abseitsstellung eben nicht. Polak kommentierte die umstrittene Szene nicht. »Ich sage nichts zu Schiedsrichterentscheidungen«, betonte er und schob vielmehr ein Kompliment an seine Mannschaft nach: »Nach einem 0:2-Rückstand noch so zurückzukommen, ist stark. Wir können gut mit dem Punkt leben und er wird uns hoffentlich Auftrieb geben.«

Auch der Sportliche Leiter und Abteilungsleiter des SB Chiemgau Traunstein, Rainer Hörgl, trauerte dem aberkannten Treffer nicht nach. »Wir jammern jetzt nicht, sondern wir sind sehr froh um den ersten Punkt.« Und Hörgl zeigte sich optimistisch für die kommenden Aufgaben: »Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass gute Ansätze da sind.«

In der Schlussphase übrigens war’s dann nochmals ein offener Schlagabtausch, denn plötzlich kamen auch die Gäste nochmals nach vorn. Doch Soma blieb Sieger gegen Hohlenburger (79.) und klärte auch eine brenzlige Situation in der 83. Minute, als ein Freistoß von Burak Özdemir, der von SBC-Kapitän Waldemar Daniel noch abgefälscht wurde, aufs Tor kam.

Alles in allem war das Spiel eine gute Werbung für den nächsten SBC-Auftritt – und der ist bereits am morgigen Dienstag (19.30 Uhr). Am dritten Spieltag ist der SB DJK Rosenheim zu Gast im Jakob-Schaumaier-Sportpark.

SB Chiemgau Traunstein: Orban, Greaves, Monaghan, Karayün, Probst, Wittmann, Miner (55. Maaßen), Köberich, Daniel, Galanek (70. Fenninger), Mauerkirchner (78. Weixler).

SE Freising: Wachenheim, Aiteniora, Thalhammer, Schön, Hohlenburger, Schmid, Schmuckermeier (72. Özdemir), Schleicher (64. Urban), Schredl, Rohrhirsch, Glas (49. Kirchberger).

Tore: 0:1 Hohlenburger (4.), 0:2 Schön (36.), 1:2 Schredl (57./Eigentor), 2:2 Probst (68.).

Schiedsrichter: Benedikt Öllinger (SV Riedlhütte).

Zuschauer: 320. SB

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