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»Dieser Punkt könnte am Ende wichtig sein«

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Auch er sorgte für eine gute Szene des SVK: Manuel Jung, der ja kürzlich seinen Vertrag beim SVK bis 2020 verlängert hatte. (Foto: Butzhammer)

Im Nachholspiel der Fußball-Bayernliga Süd holte der SV Kirchanschöring am Mittwoch beim TSV Dachau beim torlosen Remis vor 80 Zuschauern einen Zähler. Richtig glücklich war nach dem Schlusspfiff jedoch keiner der beiden Trainer.


»Ach, nicht so wirklich«, meinte Dachaus Spielertrainer, Fabian Lamotte auf Nachfrage. »Das war ein mäßiges Spiel von uns, glaube ich«, so der Ex-Löwe. Er und seine Kollegen auf dem Feld gingen »im Moment auf dem Zahnfleisch«. Da fehle »die Frische und auch die Durchschlagskraft, ich bin froh darüber, dass wir nichts zugelassen und kein Tor kassiert haben.«

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Im Endergebnis war es ein 0:0, »mit dem wir leben müssen, auch wenn ich natürlich »gerne gewonnen hätte.« Er bescheinigte den Gelb-Schwarzen eine große Robustheit. »Sie sind zweikampfstark und haben eine geschlossene Team-Leistung gezeigt. Normalerweise steigt man so nicht ab«, machte der Dachauer Trainer dem Gegner Mut.

SVK-Trainer Michael Kostner antwortete mit einem »Jein« auf die Frage, ob er zufrieden sei. Seine Mannschaft sei personell stark dezimiert gewesen, Zudem seien einige Spieler angeschlagen gewesen. Die hätten trotzdem spielen müssen – beispielsweise Florian Hofmann. Trotzdem hätten die Spieler wie Max Streibl, Tobias Stöger, Luka Ban und Thomas Liener »ihre Sache gut gemacht«.

In der zweiten Halbzeit sah der SVK-Trainer sein Team sogar »als die bessere Mannschaft mit riesigen Chancen. Allerdings hatte Dachau auch ein paar Möglichkeiten zu verzeichnen«, gab er zu. Zwar hätte er sich drei Punkte gewünscht, aber »der Punkt kann am Ende wichtig sein«, so Kostner.

Es war ein 0:0 der besseren Sorte, wobei der SVK schon zu Beginn kleinere Möglichkeiten zu verzeichnen hatte, während Dachau Dominic Zmugg erst nach rund einer Viertelstunde erstmals prüfte. Da aber richtig: Moritz Hannemann stürmte von rechts auf den SVK-Torwart zu, der mit beiden Händen klären konnte (18. Minute).

Beim folgenden Eckball köpfte Spieler-Trainer Lamotte das Leder selbst links am kurzen Eck vorbei. Der SVK sorgte durch Manuel Jung für Gefahr, dessen Schuss aus 25 Metern über den Kasten der Dachauer ging (20.). Für den nächsten Beifall der mitgereisten Fans des SVK sorgte Hofmann, der im Mittelfeld das Leder erkämpfte, in Richtung Tor marschierte, aber aus 20 Metern knapp links am Kasten vorbeischoss (33.).

Nach dem Seitenwechsel wirkte die Lamotte-Elf zunächst druckvoller. An eine Flanke von Franz Hübl von rechts kam kein Mitspieler heran (50.), nach einer Stafette über Hübl und Dominik Schäffer, war wieder Zmugg auf dem Posten. Für den SVK vergab Mike Opara (58./59.), eine Ecke von Hofmann jagte Yasin Gürcan über das Gehäuse der Heimelf.

Die dickste Chance zur Führung vergab aber Streibl, der nach Vorarbeit von rechts von Opara das Leder direkt auf Torwart Mayer schoss (74.). Zwei Minuten später musste SVK-Kapitän Albert Eder nach einem Zweikampf das Feld verletzt verlassen, ein Schock für die mitgereisten Anhänger. Der letzte Angriff der Dachauer wurde von SVK-Seite kurz vor Schluss mit vereinten Kräften geklärt (87.), damit blieb es beim torlosen Remis.

TSV 1865 Dachau: Mayer, Lamotte, Höckendorff, Hannemann, Bequiri (69. Brey), Schäffer, Hübl, Korkmaz, Negele, Maric, Doll.

SV Kirchanschöring: Zmugg, Eder (77. Ban), Opara, Köck, Gürcan, Stöger (47. Streibl), Eimannsberger, Hofmann (82. Liener), Schild, Sturm, Jung.

Schiedsrichter: Paul Birkmeir (Burgheim).

Zuschauer: 80. mw

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