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Die Zeichen stehen auf Klassenerhalt

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Trotz der starken Gegenwehr der Gäste setzten sich die Basketballer des TV Traunstein – hier mit Marko Vasic (Mitte) gegen Luis Schiefer (links) und Igor Monar (rechts) – mit 66:54 durch. (Foto: Weitz)

Im Duell der direkten Tabellennachbarn behielten die Bayernliga-Basketballer des TV Traunsteins gegen den SB DJK Rosenheim II die Oberhand. Schlüssel zum 66:54-Erfolg war sicherlich die starke Defensivleistung. Die Traunsteiner festigten damit ihre Position vor den Abstiegsrängen und haben nunmehr auch die direkten Duelle gegen die drei Verfolger Grünwald, Heising-Kottern und Rosenheim für sich entschieden.


Nach einem misslungenen Auswärtsauftritt beim BC Hellenen München wollten die Traunsteiner wieder schnell in die Spur zurückfinden. Dabei hatte sich auch zuletzt gezeigt, dass das heimische Publikum im Rücken einen ganz wichtigen Faktor darstellt. In den letzten vier Begegnungen in der Ludwig-Thoma-Halle war für die Gästeteams nichts zu holen und gegen den SB DJK Rosenheim II sollte es dabei bleiben.

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Vor der Partie war es deswegen auch Zeit, zwei ganz wichtigen Stützen der Abteilung zu danken, ohne die der organisatorische Aufwand rund um die Heimspiele nicht zu bewältigen wäre. Nicole Anderl und Monika Schwankner bekamen von Abteilungsleiter Stefan Schwankner einen bunten Blumenstrauß überreicht und rund hundert Zuschauer dankten ihnen ihren Einsatz mit einem Applaus.

Mit hoher Intensität starteten dann die Mannschaften in ihre Begegnung. Deren Bedeutung in Sachen Klassenerhalt war auf beiden Seiten zu erkennen und von Anfang an schenkte man sich wenig. Der TVT zeigte sich mannschaftsdienlich und gleich sieben Akteure trugen zur 19:15-Führung nach dem ersten Viertel bei. Rosenheim hielt mit einer hohen Treffsicherheit aus der Dreipunktedistanz dagegen und zeigte sich auch im zweiten Abschnitt unerschrocken. Der SBR II schloss nach einem Traunsteiner Zwischenspurt, den der rechtzeitig genesene Benedikt Aumeier maßgeblich einleitete, bis zur Pause wieder auf 34:30 auf.

Zur zweiten Halbzeit zeigten sich dann aber erste Früchte des Traunsteiner Plans, der ganz gezielt den Fokus darauf legte, den Weg zum Korb zu verhindern. Konnten dies die Rosenheimer zu Beginn noch mit Treffern aus der Distanz bestrafen, fehlte nun die Treffsicherheit und es wurden zahlreiche schwierige Abschlüsse in der Zone versucht.

Befeuert vom Erfolg der eigenen Defensivleistung, gelang auch mehr und mehr in der Offensive des TVT. Weiterhin überzeugte man mit Variabilität und jeder eingesetzte Spieler überzeugte mit guten Offensivaktionen.

Rosenheim hatte sich auch mit dem wachsenden Rückstand – zum Ende des dritten Viertels hieß es 52:39 – nicht aufgegeben und zeigte eine starke kämpferische Leistung. Dem Traunsteiner Aufbauspieler Valentin Rausch wurde dabei aber ein übermotivierter Einsatz des Gegenspielers zum Verhängnis und er schied mit einer Sprunggelenksverletzung frühzeitig aus. Wann sein Einsatz wieder möglich ist, müssen die nächsten Tage zeigen.

Den verletzungsbedingten Dämpfer konnten die Traunsteiner im Schlussviertel allerdings recht gut kompensieren. Zahlreiche Foulpfiffe nahmen zwar den Rhythmus aus dem Spiel, der TVT blieb aber abgeklärt und sicherte sich den 66:54-Sieg. Damit konnte man sich auch für die 64:71-Niederlage zum Saisonbeginn revanchieren.

Auf Platz neun liegend hat man nun viel dafür getan, um die Klasse halten zu können. Die direkten Duelle gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte wurden in der Rückrunde – mit Ausnahme des Spiels gegen den BC Hellenen München – alle für sich entschieden und man liegt zwei Siege vor einem Abstiegsrang. In den vier noch ausstehenden Ligaspielen wird der TVT versuchen, jede Gelegenheit auf weitere Erfolge zu nutzen. Gegen starke Gegner aus dem Spitzenfeld wie Unterhaching und Landsberg wird dies aber eine große Herausforderung.

Für den TV Traunstein standen im Team: Stefan Gruber (15 Punkte), Benedikt Aumeier (12/1 Dreier), Markus Haindl (9), Marco Vasic (8), Thomas Weber (8/2), Franz Hell (4), Valentin Rausch (4/1), Julian Rosnitschek (4), Alexander Guggenberger, Simon Haunerdinger, Sebastian Kösterke und Lukas Schwankner. JR