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Die WM »wäre schon ein Höhepunkt«

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Hubert Graf will als Vizepräsident der Deutschen Eisschnelllauf Gemeinschaft »die Bedürfnisse von Inzell« im Vorstand vertreten und berücksichtigen. (Foto: Wukits)

Bei den Neuwahlen zur Vorstandschaft der Deutschen Eisschnelllauf Gemeinschaft (DESG) in Frankfurt ist Hubert Graf zum Vizepräsidenten gewählt worden. Der bald 65-Jährige ist noch bis April Leiter der Max-Aicher-Arena in Inzell. Außerdem ist er Vorstand des DEC Inzell. Mit dem Traunsteiner Tagblatt hat Hubert Graf über seine Ziele gesprochen.


Herr Graf, Glückwunsch zur Wahl. Ist denn alles glatt über die Bühne gegangen?

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Hubert Graf: Ich war schon ein wenig nervös, da ich nicht gewusst habe, ob es noch einen Gegenkandidaten gibt. Im Vorfeld habe ich von den Landesverbänden positive Signale bekommen und war schließlich der einzige Bewerber.

Wann ist Ihre Entscheidung gereift, für dieses Amt zu kandidieren?

Schon seit Langem. Inzell war schon seit Längerem nicht mehr im Verband vertreten. Das alles war in den vergangenen Jahren sicher kein Vorteil für Inzell.

Gab es für Ihre Kandidatur im Vorfeld dann auch Rückhalt aus Inzell?

Ja, die Gemeinde und der Verein haben mich sehr unterstützt und bestätigt, das zu machen. Auf alle Fälle ist das mehr als ein Ehrenamt, bei dem man in der Welt herumreist. Da ist man schon gefordert.

Es gibt eine neue Präsidentin, Stefanie Teeuwen ist Nachfolgerin von Gerd Heinze geworden. Wie kommen Sie mit ihr zurecht?

Sehr gut, sie ist sehr kompetent und hat viel Erfahrung. Sie war lange Vizepräsidentin. Wir haben im Vorfeld über alles gesprochen. Sie hat gesagt, es wäre ihr recht, mit mir zusammenzuarbeiten.

Welche Aufgaben haben Sie jetzt genau?

Ich bin offiziell Vizepräsident für den Bereich Eisschnelllauf. Ich bin zuständig im Leistungsbereich und muss zusammen mit dem Sportdirektor Robert Bartko schauen, dass die Vorgaben vom Bund für den Leistungssport erfüllt werden. Das müssen wir jetzt in die richtige Richtung bringen.

Nach Olympia 2014 sind neue Strukturen geschaffen worden. Was tut sich da schon alles?

Wir hatten bereits im Frühjahr eine Tagung in Berlin und haben den Slogan ausgegeben »Wir alle, also die Vereine, das ist die DESG«. So kommt vor allem auf die Landesverbände mehr Arbeit zu. Die Kaderstrukturen sind sehr gestrafft worden. Der Unterbau muss forciert werden.

Hat Ihre neue Position auch Vorteile für Inzell?

Es ist zu früh, um mich an Erfolgen zu messen. Ich werde sicherlich versuchen, die Bedürfnisse von Inzell im Vorstand zu vertreten und zu berücksichtigen.

Man hat so den Eindruck, dass es in Inzell zuletzt wenig hochkarätige Veranstaltungen gegeben hat. Haben Sie da jetzt mehr Einfluss auf den Weltverband ISU?

Die ISU hat derzeit ein Problem mit Weltcups. Sie hat nicht die Sponsoren, die sie gewollt hat. Deswegen gibt es in der Saison nur noch sechs Weltcups. Das heißt, dass Deutschland nur mehr einen bekommt – und die werden zwischen Erfurt, Berlin und Inzell turnusmäßig verteilt. Aber für Inzell läuft eine Bewerbung für eine Weltmeisterschaft 2019. Das wird hoffentlich im Herbst entschieden und wäre schon ein Höhepunkt für uns.

Das Gespräch führte: Siegi Huber