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Die weiteste Auswärtsfahrt vor Eders Weltreise

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So will er auch im Spiel beim FC Gerolfing seine Gegner hinter sich lassen: Kirchanschörings Abwehrspieler Albert Eder (vorne), der vor seiner halbjährigen Weltreise nun in Gerolfing vorerst sein letztes Spiel für den SVK bestreitet. (Foto: Butzhammer)

Wer hätte das gedacht, dass der SV Kirchanschöring unmittelbar vor dem achten Spieltag in der Fußball-Landesliga Südost mit 16 Punkten auf dem zweiten Rang im Klassement rangiert? Heute wollen die Schützlinge des Trainergespanns Sepp Aschauer und Uli Habl beim FC Gerolfing nachlegen und auch das siebte Spiel in Serie mindestens ohne Niederlage überstehen, wobei man sich im SVK-Lager auf eine besondere Auswärtsfahrt eingestellt hat.


Denn mit Gerolfing ist die weiteste Fahrt, die den Männern von der Ache bevorsteht schon früh in der Saison abgehakt. Hinter den Ausgang der Partie hat der SVK aber noch lange keinen Haken gesetzt, denn der FC Gerolfing ist eine kleine »Wundertüte« und zweifelsfrei ein Unikat in der Liga.

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Schneider und Holm stark

Der simple Grund liegt in einem der beiden erfolgreichsten Torschützen des FC: Steffen Schneider und Torsten Holm haben in der aktuellen Spielzeit je viermal getroffen, wobei Letzterer der Beiden bereits seine Fußballschuhe schnürte, als der erste Geburtstag von Schneider noch lange auf sich warten ließ.

Stolze 41 Jahre alt ist Spielertrainer Torsten Holm, dem die Aufgabe ausschließlich in der Coaching-Zone wohl etwas zu öde ist. Stattdessen rechtfertigt er im Moment Woche um Woche seinen Stammplatz, den er sich seit dem dritten Spieltag verschrieben hat. In den ersten zwei Begegnungen wechselte sich Holm nur ein und traf dabei nicht.

Ab dann absolvierte er weitere vier Spiele und traf regelmäßig. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann, beim SV Kirchanschöring aber keine Angstzustände auslöst. Albert Eder – er macht vor seiner halbjährigen Weltreise in Gerolfing vorerst sein letztes Spiel für den SVK – und seine Defensivkollegen werden´s schon richten.

Außerdem spielte die Abwehr der Gelb-Schwarzen im bisherigen Saisonverlauf zu gut und stabil, als müsse man ängstlich zum FCG reisen.

»Vorab muss man dem Torsten dafür schon allergrößten Respekt zollen, in diesem Alter nicht nur mitzuspielen in der Landesliga, sondern auch noch Tore zu machen, das ist schon ein starkes Stück. Für mich wäre das definitiv nichts mehr«, lacht Trainer Uli Habl.

»Uns hält das aber nicht davon ab drei Punkte als klares Ziel auszugeben«, so Habl, der sich mit Niederlagen ohnehin schwerer tut als vielleicht manch ein Anderer: »Mein Ziel ist es immer, zu gewinnen. Erst wenn man am Ende eines Spiels alles versucht hat und feststellen muss, dass der Gegner trotzdem besser war, dann kann ich mich mit einer Niederlage anfreunden. Aber auch diesen Tag wollen wir möglichst weit hinten rausschieben«, erklärt der 42-Jährige weiter.

Gegner haben Respekt

Er hat bereits festgestellt: »Die Gegner in den vergangenen Spielen hatten großen Respekt vor uns, so hat sich auch Freising tief hinten reingestellt. Von Gerolfing wissen wir nur von Erzählungen. Es wird also interessant, wobei wir volles Vertrauen in die Jungs haben, die wir aufs Feld schicken«, gibt sich Habl zuversichtlich.

Er spricht dabei eventuell auch von Patrick Mölzl, der nach seiner Muskelverletzung das Abschlusstraining absolviert hat und mit weitaus mehr als einem Kurzeinsatz liebäugelt.

Torhüter Dennis Kracker wird nach seiner Sprunggelenksblessur weiter ausfallen. »Lu« Hoyer war bisher aber immer eine sehr gute Vertretung.

»Außerdem könnte Christian Heinrich zum Kader stoßen«, meint Uli Habl über den Torjäger, der sich nach seiner selbst genommenen Auszeit wieder zweimal ins Training der Ersten begab und je nach Lage vielleicht sogar gleich im Aufgebot für Gerolfing stehen könnte. Alles in allem wollen sich die Trainer des SVK aber nicht so sehr nach dem personellen richten, sondern Taten sprechen lassen: »Trotz einiger Urlaube, die uns natürlich mitten in der Saison nicht besonders erfreuen, sind wir voll zuversichtlich, egal wer fehlt. Wir trauen auch unseren Youngsters alles zu, denn kicken können sie und den Siegeswillen entwickeln auch sie immer mehr. Ich sage immer: Die da sind, die werden´s richten…«, spricht Habl weiter.

Und das klingt absolut authentisch. Er hat Vertrauen ins Team und glaubt fest an einen Sieg in Gerolfing. bts