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Die Vorfreude auf die neue Zuschauertribüne beim SVO ist groß

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Der Projekt-Koordinator Sebastian Schallinger (links) und der SVO-Vorsitzende Georg Quentin präsentierten das Projekt Tribünenbau. (Foto: Mergenthal)

Voller Vorfreude auf die geplante neue Zuschauertribüne am Fußballplatz sind die Spieler des SV Oberteisendorf: Einstimmig erteilten die 51 anwesenden Mitglieder im Gasthof Helminger per Akklamation ihr Einverständnis zu dem 60 000-Euro-Projekt. Der Baubeginn ist im Frühjahr geplant.


Diese außerordentliche Mitgliederversammlung war erforderlich, weil deren Beschluss bei Ausgaben von über 10 000 Euro laut Vereinssatzung nötig ist, wie Vorsitzender Georg Quentin erläuterte. In diesem Zug bestätigten die Mitglieder auch einstimmig Evi Willberger, die zwar verhindert war, aber vorher schriftlich ihr Einverständnis erklärt hatte, als neue Schriftführerin. Ihr Vorgänger Uwe Rüplein war aus persönlichen Gründen zurückgetreten.

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»Ich bin überzeugt davon, dass wir dieses Projekt stemmen können«, gab sich Quentin zum Thema Tribünenbau optimistisch. Sebastian Schallinger von der Projektgruppe der Fußballabteilung, die seit Februar 2018 siebenmal getagt hatte, stellte das Vorhaben vor. Es sei immer nur davon geredet worden, dass eine Tribüne schön wäre. »Das wollten wir ändern.«

Tribüne bekommt barrierefreien Zugang

Der Bauausschuss der Gemeinde Teisendorf habe am 9. Mai den vom Achthaler Architekten Markus Fritsche erarbeiteten Bauanträgen zugestimmt; sie lägen nun zur Genehmigung beim Landratsamt. Es wurden laut Schallinger zwei separate Bauanträge eingereicht, einer für die Tribüne selbst und einer für die Errichtung einer Werbefläche von 50 Quadratmetern an der zur Bundesstraße B 304 gut sichtbaren Tribünen-Rückseite.

Die Tribüne mit barrierefreiem Zugang wird an der Südseite des Spielfelds über einem Kies-Unterbau aus Stahlträgern, Fertigbetonteilen und Holz errichtet, schräg gegenüber vom Schützen-Parkplatz. Sie umfasst bei 15 Metern Breite etwa 94 Sitzplätze und etwa 25 Stehplätze. Einschließlich Überdachung mit Blecheindeckung ist die Tribüne zwischen knapp 5 Metern (hinten) und 5,50 Metern (vorne) hoch. Zwischen Tribüne und Seitenlinie wird ein Kunstrasen verlegt.

Die Auswechselbank für die Spieler soll in der Mitte der untersten Sitzreihe integriert werden. Da die engagiertesten Fans meist hinter dieser Bank seien, erwarte man davon eine positive Auswirkung auf die Stimmung, betonte Schallinger.

Anstelle von Sitzschalen aus Plastik, die zum Sitzen kälter seien und bei denen auch öfter etwas kaputt gehe, habe die Projektgruppe Sitzbänke aus Holzbohlen ausgewählt. Wenn das durch Sponsoring und Spenden gesammelte Geld dafür auch noch reicht, sollen Seitenwände mit Glasverkleidung einen Wind- und Wetterschutz bieten. Auf störende Säulen oder Ähnliches soll dabei verzichtet werden, sodass ein freier Blick auf das Spielfeld gewährleistet ist. »Das ist ein bisserl ein Luxus-Element, das wir uns zum Ziel setzen«, erklärte der Projektleiter.

Auch die Zusammensetzung der geschätzten Kosten von insgesamt 60 000 Euro präsentierte er im Einzelnen. Der Löwenanteil der Kosten entfällt mit 34 000 Euro auf die Fertigbetonteile inklusive Montage und mit 8200 Euro auf die Erdarbeiten. Die Holzarbeiten belaufen sich beim Dach auf 5000 Euro und bei den Sitzbänken auf 1000 Euro. Für die Seitenwände aus Glas, einer Fläche von rund 56 Quadratmetern, sind 5000 Euro erforderlich, für den Einbau der Glaswände 1500 Euro und für ein Geländer am Treppenaufgang und den Stehplätzen 1000 Euro.

Das Finanzierungskonzept besteht aus mehreren Bausteinen, wie dem Verkauf von Sitzplätzen, Werbeflächen und des Stadionnamens, Sponsoring, Crowdfunding und so weiter (siehe Infokasten). Außerdem hofft der SVO auf viele Freiwillige, die beim Bau kräftig mit anpacken und so die Kosten weiter reduzieren. »Mit diesem Enthusiasmus, mit dem die Projektgruppe dahinter steht, können wir das stemmen«, sagte Quentin, von der Präsentation beeindruckt. Der Kostenrahmen von 60 000 Euro dürfe nicht überschritten werden. »Wir hoffen, dass wir drunter bleiben.«

Fußballer sind begeistert vom Projekt

Mit ihrem »Ja« ermächtigten die Mitglieder den Vereinsausschuss, über einen Betrag von 60 000 Euro zweckgebunden zu verfügen, zweckgebundene Spenden zu verbuchen und dafür Spendenquittungen auszustellen. Er freue sich heute schon auf die Eröffnung, schloss der Vorsitzende.

Begeisterung herrschte auch bei den Fußballern. »Das ist schon was Besonderes, wenn man als kleiner Dorfverein so eine Tribüne hat«, sagte Hermann Hiebl, Trainer der Ersten Mannschaft. Seiner Ansicht nach tut es auch der Stimmung bei den Spielen der Ersten Mannschaft mit im Schnitt 150 Zuschauern gut, wenn zumindest alle heimischen Fans gebündelt sind. vm