Die Ungewissheit ist zu groß

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Beim Traunsteiner Halbmarathon geht's entlang der Traun unter anderem auch nach Siegsdorf und wieder zurück. Die beliebte Laufveranstaltung kann in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise erneut nicht stattfinden. Die Veranstalter – der TV Traunstein und Sport Praxenthaler – hoffen, dass das Rennen im nächsten Jahr aber nach der zweimaligen Zwangspause wieder gestartet werden kann. (Foto: Weitz)

Jetzt ist es traurige Gewissheit: Der Traunsteiner Halbmarathon wird auch in diesem Jahr erneut komplett ins Wasser fallen müssen. Bereits im vergangenen Jahr mussten der Halbmarathon und der 12-km-Lauf wegen der Corona-Krise abgesagt werden. »Die Enttäuschung ist riesig«, machte Organisator Helmut Otillinger vom TV Traunstein in einem Gespräch mit unserer Sportredaktion deutlich. »Dass der Lauf jetzt zweimal hintereinander ausfallen muss, das haben wir uns so nicht vorgestellt.«


Die beliebte Laufveranstaltung findet ja seit 2009 traditionell am Muttertag mit Start und Ziel am Traunsteiner Stadtplatz statt. Doch Corona machte dem TV Traunstein und Sport Praxenthaler, die diese beliebte Veranstaltung gemeinsam organisieren, bereits in diesem Frühjahr erneut einen Strich durch die Rechnung. Die Veranstalter hielten damals aber eine Verlegung in den Herbst für realistisch. Doch daraus wird nun auch nichts. »Es ist weiterhin alles schwierig und wir können das geforderte Hygienekonzept nicht erfüllen«, machte Helmut Otillinger deutlich.

Vor allem die Vielzahl der Helfer, die man wegen den Corona-Auflagen aufbieten müsste, seien auf die Kürze der Zeit nicht mehr zu rekrutieren. Und dann gibt es da ja auch noch immer die Corona-Ungewissheit. Denn: »Steigen die Zahlen dann plötzlich wieder rapide an, war unsere ganze Arbeit vielleicht völlig umsonst. Das ist eine blöde Situation und deshalb haben wir uns jetzt erneut zu einer kompletten Absage entschieden«, sagt Otillinger.

Eine virtuelle Auflage – wie es einige andere Veranstalter ja anbieten – wird es in Traunstein ebenfalls nicht geben. »Virtuell machen wir den Lauf nicht«, betonte der Organisator. »Da fehlt einfach das Flair«, ergänzte er. »Der Lauf soll so stattfinden, wie es über die vergangenen Jahre der Brauch war – und da gehört etwa auch das Kuchenbüfett im Ziel dazu. Das macht unseren Lauf eben so speziell.«

Helmut Otillinger hat aber auch noch gute Nachrichten für alle heimischen Lauffans parat. »Wir hoffen jetzt, dass wir 2022 wieder starten können und ich denke bis dahin sollte das auch wieder ohne größere Einschränkungen möglich sein.« Er zeigte sich also optimistisch. »Wir werden im Herbst auf jeden Fall mit den Vorbereitungen für unsere Veranstaltung starten.« Und alle Läufer sollten sich damit schonmal den 8. Mai 2022 vormerken. Denn dann ist wieder Muttertag – und da wird in Traunstein nach der zweijährigen Zwangspause hoffentlich endlich wieder gelaufen. SB

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