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»Die Strecke hat einen ganz eigenen Charakter«

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Er freut sich auf die neue Saison in der Superbike-WM: Markus Reiterberger, der sich bei den Tests schon gut in Schwung zeigte. (Foto: Cavadini/BMW)

Die Vorfreude ist groß: Für Markus Reiterberger und sein Team BMW Motorrad WorldSBK von Teamchef Shaun Muir geht an diesem Wochenende die WM-Saison 2019 in der Superbike-Weltmeisterschaft los. Beim Saisonauftakt in Phillip Island (Australien) wollen dabei der junge Obinger und sein Teamkollege, der Ex-Weltmeister Tom Sykes (Großbritannien), gleich für ermutigende Resultate sorgen.


Ermutigend verliefen für Reiterberger jedenfalls sowohl die vorherigen teaminternen Tests in Jerez (Spanien) und Portimao (Portugal) als auch die offiziellen Testfahrten auf Phillip Island. Denn dort zeigte Reiterberger in dieser Woche gute Leistungen.

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Schmerzen in der linken Schulter

Allerdings hatte er wieder mit Schmerzen in der linken Schulter zu kämpfen, die bereits während eines Trainings im November letzten Jahres das erste Mal aufgetreten waren. Gerade auf dem Kurs in Phillip Island – ungefähr zwei Autostunden von Melbourne entfernt – belasteten die sieben Linkskurven seine linke Schulter ganz besonders.

Dennoch verbuchte der Obinger als Neunter und Zwölfter der zwei Testtage gute Ergebnisse. Zudem funktioniere »mit meinem Team alles super. Mein Crew-Chef, Pete Benson, nimmt sich sehr viel Zeit für mich und setzt alles daran, die gesammelten Daten so gut wie möglich zu verarbeiten, und mein Team arbeitet sehr hart, um das Motorrad so abzustimmen, wie ich es brauche. Die Zeiten sind gut und das Bike fühlt sich bedeutend besser an als in Portimao«, teilte er mit. »Wenn wir jetzt noch eine Lösung für Balance, Grip und Bewegung finden, dann kann ich richtig schnell sein.« Besonders positiv am zweiten Tag war, dass die Schulter ihn kaum noch beeinträchtigte. »Heute hatte ich mal wieder richtig Spaß am Fahren und freue mich auf das kommende Wochenende, wenn die Saison endlich losgeht.«

Zumal der 24-Jährige die Strecke gerne mag. Diese habe »einen ganz eigenen Charakter, sie ist sehr flüssig und ganz anders im Vergleich zu den anderen Rennstrecken auf dem Kalender. Die ganzen Linkskurven (es gibt sieben Links- und fünf Rechtskurven, d. Red.) sind immer eine harte Belastung für die Reifen. Mir persönlich gefällt das Strecken-Layout aber sehr gut«, betont der Obinger. Er weiß auch, worauf es sonst noch ankommt: »Ein bisschen muss man hier immer auf den Wind und auch auf die Vögel achten, die hier ab und zu auch mal gefährlich nahe kommen können.«

Gut betreut in seinem Team

Gut betreut fühlt sich Reiterberger ohnehin in seinem Team, in dem er neben seinem bekannten Mechaniker Wolfgang Kampe auch noch einen zweiten neuen Mechaniker hinzubekam. Sein Crewchef ist Pete Benson – und der hat schon hochkarätige Erfahrungen gesammelt. Zuletzt arbeitete Pete Benson in der MotoGP-Serie im Marc-VDS-Team. Er war 2006 auch an der Seite von Nicky Hayden, als dieser MotoGP-Weltmeister wurde.

Nun hofft Reiterberger auf einen guten Saisonauftakt, ehe vom 15. bis 17. März in Thailand das nächste Rennen ansteht. In Aragon (Spanien/5. bis 7. April) geht es dann erstmals in Europa zur Sache. Insgesamt wird in dieser Saison auf 13 Rennstrecken gefahren, das Saisonfinale findet vom 24. bis 26. Oktober in Katar statt. Bis dahin will sich der Obinger gut in der WM etabliert haben. who