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Die Sensation nur knapp verpasst

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Er leitete den Kirchanschöringer Führungstreffer mit ein: Yasin Gürcan. (Foto: Butzhammer)

VfR Garching: Maus, Gürtner, Steinacher, Ball, Dennis Niebauer, Salassidis, Suck, Rojek (61. Hauck), Mike Niebauer, Loibl (46. Vatany), Knauer.


SV Kirchanschöring: Kracker, Eder, Höller, Omelanowsky (63. Straßer), Gürcan, Mölzl, Söll, Eimannsberger, Hofmann, Schild (84. Schmidhuber), Sturm (77. Willinger).

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Schiedsrichter: Ost (Zusamaltheim).

Zuschauer: 155.

Tore: 0:1 Omelanowsky (41.), 1:1 Hauck (85.).

Beim Auswärtsspiel gegen das Bayernliga-Spitzenteam aus Garching bei München hätten die Gelb-Schwarzen vom SV Kirchanschöring fast für eine Sensation gesorgt: Bis zur 85. Spielminute sah der SVK im Stadion am See, unweit der Allianz-Arena im Norden Münchens, wie der sichere Sieger aus. Letztlich gab es im Spiel der Fußball-Bayernliga Süd aber ein 1:1-Unentschieden.

Mölzl zufrieden mit der Punkteteilung

Kirchanschörings Spielertrainer Patrick Mölzl war nach Spielende fast demütig: »Wir sind zufrieden«, meinte er. Gerade wenn man den Spielverlauf insgesamt sehe. Ärgerlich sei zwar »der Zeitpunkt« des späten Gegentores gewesen, aber man freute sich über den Punktgewinn.

»Wir wollten hier was mitnehmen« – und dies sei gelungen, auch wenn es »ein hartes Stück Arbeit« gewesen sei. Dennoch meinte Mölzl, dass sich seine Elf den Punkt verdient habe. Was den Trainer der Gelb-Schwarzen stutzig macht: »Komischerweise tun wir uns gegen die Etablierten leichter.«

Garchings-Co-Trainer Günter Edal, der den familiär verhinderten Cheftrainer Weber vertrat, hatte sich hingegen mehr erwartet. Seine Jungs wären insgesamt »viel zu passiv« gewesen. Der VfR »hatte in den ersten Minuten riesige Chancen«, die hätten seine Schützlinge aber nicht genutzt. Für den Rest des Spieles fand er deutliche Worte: »Passiv, harmlos, lethargisch.« Die Gäste aus Kirchanschöring hätten sich den Punkt »redlich verdient«, lobte er.

Nach besagten Schock-Minuten zu Beginn, als Alexander Rojek völlig frei am Fünfmeterraum den Ball links neben den Pfosten schob und wenige Minuten später Sebastian Loibls Schuss von Martin Söll auf der Torlinie geklärt wurde, kam der SVK immer besser ins Spiel. Spätestens ab der 20. Minute war der Bayernliga-Aufsteiger sogar spielbestimmend.

Hochverdient fiel nach vergebenen Chancen von Josef Höller und Tobias Schild der Führungstreffer für das Team aus dem Landkreis Traunstein in der 41. Spielminute. Yasin Gürcan schickte Schild in die Tiefe, der ließ auf Bernd Eimannsberger abprallen, Eimannsberger bediente an der Strafraumgrenze Manuel Omelanowsky. Der nahm das Leder volley mit rechts und zirkelte es ins rechte untere Toreck – ein genialer Spielzug der Gelb-Schwarzen!

Nach der Pause erwischten die Gäste auch den besseren Start. Ein Schuss von Höller und ein nicht gegebener Handelfmeter hätten für die Vorentscheidung für den SVK sorgen können.

Trotz ihrer Feldüberlegenheit kamen die Hausherren aus München ab der 60. Minute zu kaum nennenswerten Tormöglichkeiten, bis zur 85. Spielminute: Der eingewechselte Oliver Hauck wurde am Sechzehner bedient, ließ das Leder zurücktropfen auf Dennis Niebauer. Der schickte Hauck postwendend mit einem Doppelpass in die Tiefe.

Hauck kurvte in vollem Lauf an SVK-Torwart Dennis Kracker vorbei und konnte das Leder gerade noch zwei Meter vor der Torauslinie aus spitzem Winkel über die Linie drücken. Zu allem SVK-Unglück hätte Söll fast noch auf der Linie klären können, rutschte aber weg.

In den restlichen Spielminuten kam es beiderseits zu keinen nennenswerten Tormöglichkeiten mehr. Der SV Kirch-anschöring punktete damit unerwartet, mit etwas Glück wäre aber durchaus auch ein »Dreier« drin gewesen.

Übrigens: Ausschnitte aus dieser Partie gibt es auch in der Sendung »Bayernliga Pur« des Bayerischen Fußballverbands. Dort präsentiert Christian Ortlepp die Höhepunkte des 13. Spieltags in der Bayernliga Nord und Süd auf bfv.tv. mw