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Die schwierige Suche nach »Eiszeiten«

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Er hofft in Schweden auf genügend Trainingstage für die kommende Saison im Eisspeedway: Günther Bauer. (Foto: Weitz)

Wenn es schon nicht schneit – wird es dann wenigstens kalt genug? Diese Frage beschäftigt derzeit Wintersportler fast aller Disziplinen. Und das gilt auch für die Eisspeedway-Piloten. So versucht auch Günther Bauer (Schleching), sich möglichst gut auf die kommende Saison einzustimmen.


Doch das Aushängeschild des deutschen Eisspeedway-Sports muss auch bangen. Er konnte bislang nur einen kurzen Trainingsaufenthalt in Russland absolvieren, jetzt ist er in Östersund (Schweden), um dort möglichst viele Runden auf dem Eis zu drehen.

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»Aber in Schweden ist es jetzt auch relativ warm, das ist gar nicht so einfach«, so der 43-Jährige, dessen Sohn Luca ebenfalls angereist ist. Der 17-Jährige und der Routinier wollen nun möglichst viele Trainingsfahrten auf der Bahn in dem Ort absolvieren, in dem am 15. Januar 2016 eine der zwei Vor-Qualifikationsrunden ausgetragen wird, ehe am 16. Januar in Strömsund (Schweden) dann in der WM-Challenge die endgültigen Plätze für die WM-Serie (Grand Prix) vergeben werden.

Bahn derzeit nicht für WM-Rennen geeignet

Derzeit wäre eine solche Veranstaltung nicht einmal dort möglich. »Für ein, zwei Fahrer reicht die Bahn schon aus, aber für eine WM-Qualifikation mit mindestens 20 Läufen würde das Eis nicht halten«, hat Bauer erfahren.

Wie lange er in Östersund bleibt, wird er spontan – je nach Wetterlage – entscheiden. Klar ist aber: Über die Weihnachtsfeiertage soll es kurz nach Hause gehen. »Da fliegen wir heim und lassen das Material samt Bus in Schweden«, plant der mehrmalige Deutsche Meister.

Für den WM-Elften der vorherigen Saison selbst steht bereits am 9. Januar in Ylitornio (Finnland) die erste WM-Qualifikation an. Dort geht es dann um einen Platz für die WM-Challenge in Strömsund.

Doch während Günther Bauer ohnehin auf reichlich »Eiszeiten« zurückblicken kann, geht es für seinen Sohn darum, erst einmal überhaupt möglichst viele Trainings und Rennen zu bestreiten. Das aber könnte angesichts des bislang zu warmen Winters schwierig werden: Denn für Steingaden (6. Januar 2016), wo er eine Startzusage hätte, dürfte es auch in diesem Winter wieder eng werden, die Strecke rechtzeitig herzurichten. Eine Startzusage hat Luca Bauer bereits für die Europameisterschaft (30. Januar 2016 in St. Johann/Pongau), wo er gleich auf höchstem Niveau mitmischen darf.

Besonders wichtig ist für den jungen Piloten auch die Deutsche Meisterschaft Anfang März in Berlin. Denn wer hier die Spitzenplätze belegt, hat gute Chancen, im folgenden Jahr vom deutschen Verband für WM-Qualifikationen benannt zu werden.

Hoffnung auf Reserveplatz beim WM-Finale in Inzell

Beim WM-Finale in Inzell (19./20. März 2016) dürfte er wohl einen Platz als Reservefahrer bekommen. Dies bedeutet zwar, dass man nur beim Ausfall eines Piloten aus dem Hauptfeld einen Renneinsatz bekommt – aber das Training am Freitag machen die Reservefahrer komplett mit. Allein das bringt schon wertvolle Erfahrungen. Doch zuvor hofft Luca Bauer darauf, dass er nun schon mit seinem Vater Günther Bauer in Schweden zumindest einige »Eiszeiten« sammeln kann. who

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