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Die schwierige Suche nach dem Schnee

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Von solchen hervorragenden Bedingungen wie hier auf unserem Archivbild mit Lena Bächle (vorn, SV Oberteisendorf) vom Langlauf-Schülercup in Hammer können die Skilangläufer heuer bislang nur träumen. (Foto: Weitz)

Die Suche nach dem Schnee ist für alle Skisportler derzeit schwierig. Das gilt auch für den heimischen Nachwuchs am Stützpunkt Ruhpolding. An diesem Wochenende sollte ursprünglich der erste Wettbewerb des Deutschlandpokals ausgetragen werden – doch daraus wird nichts.


Zunächst sollten die Wettkämpfe im Schwarzwald stattfinden, doch da erfolgte die Absage bereits Ende vergangener Woche. Dann wollte Finsterau einspringen, »aber auch denen hat es jetzt den Schnee weggeregnet, jetzt haben sie das auch abgesagt«, so Toni Strehhuber vom Trainerteam des Stützpunkts.

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Während die Profis des Stützpunkts – wie zum Beispiel Jonas Dobler, Andy Katz oder Steffi Böhler – von Bernd Raupach betreut werden, sind es bei der Jugend Strehhuber (SV Neukirchen), Janik Werner (SC Aising-Pang) und der Traunsteiner Tobi Angerer (SC Vachendorf), der ja zweimaliger Langlauf-Weltcupgesamtsieger war. Im Sommer habe ich vor allem die Trainingspläne erstellt, während Tobi und Janik die Hauptarbeit im regelmäßigen Training gemacht haben. Jetzt ist Tobi wegen seines Studiums häufiger weg. Auch Janik studiert, daher bin ich im Winter öfter auch selbst beim Training dabei«, so der Neukirchner zur Einteilung beim Trainertrio.

So gehören derzeit Einheiten im Skirollern am Hochberg oder in Abstreit zum Programm seiner Schützlinge, »aber wir haben gut trainiert und sind für die Saison gerüstet«, erläutert er. So habe er vor mehreren Wochen in Seegatterl mit Sepp Wolf (er ist mit Michaela Hofmeister und Sigrid Wille Trainer der Gaumannschaft der Schüler) eine Spur getreten, »und da konnten wir an zwei Wochenenden auf Schnee üben.« Hinzu kam, dass die Langläufer auch ein Wochenende am Dachstein verbringen konnten, sodass sie wenigsten ein wenig »Schnee-Erfahrung« haben.

Das soll sich auch an diesem Wochenende fortsetzen, denn da können die Langläufer noch einmal in der Nähe von Seefeld auf Schnee laufen.

Selbst über Weihnachten geht die Vorbereitung weiter. Am 24. Dezember war traditionell immer eine Skitour angesetzt, »die muss heuer leider ausfallen. Das ist schade, denn da waren oft auch Jonas Dobler und andere dabei, die sonst während des Jahres woanders trainiert haben«, bedauert Strehhuber. Am ersten Weihnachtsfeiertag ist für alle frei, ab dem zweiten Weihnachtsfeiertag geht die Vorbereitung weiter. Schließlich will man gerüstet sein, wenn es endlich mit den Wettkämpfen losgeht. Das kann aber frühestens am 6. Januar 2015 sein.

Da soll nämlich im Rahmen der 35. Sparkassen-Langlauftournee des Skiverbands Chiemgau ein Wettbewerb stattfinden, den der SC Traunstein ausrichtet.

Abgesagt wurde dagegen der Auftakt der Tournee: An diesem Sonntag sollte in der Rupoldinger Chiemgau-Arena der Andi-Wallner- und Sigi-Reiter-Gedächtnislanglauf des SC Eisenärzt ausgetragen werden – doch nicht einmal in der Arena gibt es Schnee. Auch der für Hochfilzen geplante Grenzlandcup wurde abgesagt. »Dort finden nur die Rennen des Europacups statt, denn der Schnee dort ist auch schon ganz weich, das reicht gerade mal für diese Wettkämpfe«, berichtet Strehhuber.

Und so kommt bei den Langläufern zu ihren persönlichen Weihnachtswünschen noch einer für alle dazu: Sie hoffen, dass es wenigstens am Dreikönigstag schon möglich sein wird, endlich auf Schnee Wettkämpfe zu bestreiten. who