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Die schwere Aufgabe der Reservefahrer

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Er war in Inzell im Einsatz: Reservefahrer Markus Jell.

Sie haben eine schwere Aufgabe: die Reservefahrer beim Eisspeedway-Grand-Prix. Denn erst, wenn ein Kollege stürzt und nicht mehr antreten kann, kommen sie zum Einsatz. »Da muss man notfalls innerhalb von zwei Minuten startbereit sein«, weiß Lokalmatador Franz Mayerbüchler (Inzell), der neben Markus Jell (Altfraunhofen) diese Position innehatte.


Und Jell stellte gleich klar: »Wegen mir braucht sich keiner zu verletzen.« Zum einen wünscht man das keinem Kollegen, zum anderen sind für die Reservefahrer die vereinzelten Einsätze in den Rennen bei ihrem WM-Auftritt nicht unbedingt das Wichtigste. Wichtiger sei es, das komplette Training am Vortag des Grand Prix bestreiten zu können. »Da kann man sich an die Bahn gewöhnen, an die Eisverhältnisse, und viel von den anderen abschauen«, freut sich Mayerbüchler. Der 21-Jährige Inzeller hatte heuer – ebenso wie Jell – nur relativ wenige Eisrennen bestreiten können, da zählt jede Minute auf dem glatten Untergrund.

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Jell ist zwar schon 32 Jahre, Eisspeedway betreibt der Niederbayer allerdings noch nicht lange. Daher ist er mit seiner Saison auch weitgehend zufrieden. »Ich war Fünfter in Sankt Johann und Fünfter bei der Deutschen Meisterschaft«, blickt er zurück. Bei der Europameisterschaft »war ich am ersten Tag stark, am zweiten gab es einige technische Defekte.« Nur mit seinem Abschneiden beim Roelof-Thijs-Pokal in Assen (Niederlande) war er nicht ganz zufrieden.

»Ich brauche immer ein paar Läufe, um in meinen Rhythmus zu kommen«, beschreibt er sich. In Inzell fuhr er am Sonntag alle fünf Läufe für den verletzten Stefan Pletschacher – und hätte beinahe einen Punkt geholt. who