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Die Routiniers drehten mächtig auf

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Christian Heinrich (in Gelb-Schwarz) lief in Pfarrkirchen nicht nur als Mannschaftführer des SV Kirchanschöring auf; der Routinier erzielte auch den zweiten Treffer für den Fußball-Landesligisten. (Foto: Butzhammer)

Eine erfolgreiche Auswärtsreise hat Fußball-Landesligist SV Kirchanschöring hinter sich gebracht, als die Gelb-Schwarzen zu ungewohnter Zeit (18 Uhr) bei der TuS Pfarrkirchen antreten mussten und mit 2:0 als Sieger vom Feld gingen.


»Das Positive ist, dass wir trotz neuer Abwehrbesetzung nicht eine Großchance zugelassen haben«, freute sich Spielertrainer Patrick Mölzl, der selbst wieder im zentralen Mittelfeld mitspielte. Albert Eder hatte sich wenige Stunden vor dem Anpfiff mit einer Lebensmittelvergiftung abgemeldet. So rückte Tobias Janietz auf die Innenverteidiger-Position und Max Sturm verteidigte links.

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Außerdem rückte Thaddäus Jell in die Anfangsformation. Er bot eine gute Leistung Nachdem Kapitän Eder fehlte, führte der »Anschöringer« Routinier Christian Heinrich die Truppe aufs Feld. Er hätte seine Farben auch bereits nach fünf Minuten in Führung schießen können. Heinrich kam nach einem hohen Ballgewinn über Umwege ans Leder und zog aus guter Position ab, doch Schlussmann Markus Aigner reagierte hervorragend und bugsierte das Leder mit der Fußspitze noch am Pfosten vorbei.

Die Pfarrkirchener spielten zwar gefällig und ansehnlich, aber ab Beginn der gefährlichen Zone war für die Niederbayern Schluss. Das war auch auf SVK- Seiten noch ein kleines Manko, etwas gegen den SV Erlbach, als man trotz des sehenswerten Kombinationsfußballs noch zu wenig Torgefahr vor dem gegnerischen Gehäuse ausstrahlte.

Das sollte nun gegen die Kicker aus Niederbayern anders sein; unter anderem, weil Stephan Schmidhuber gut aufgelegt war. Sebastian Leitmeier tankte sich nach gut einer halben Stunde über rechts durch und brachte den Ball von der Grundlinie zur Mitte, wo Schmidhuber in zentraler Position stand und zum 1:0 einschoss. Das war's dann auch schon aus dem ersten Durchgang.

»Wir hatten das Spiel gut im Griff, trotzdem ist ein 1:0 immer ungut, dann rutscht eventuell doch wieder einer durch und am Ende stehst du mit nur einem Punkt da. Aber heute war das anders. Das freut mich«, so Mölzl, dessen Sorgen gut 20 Minuten vor dem Abpfiff zunichte gemacht wurden. Diesmal gab Schmidhuber die Vorlage. Wie schon gegen Erlbach erwischte der Routinier den idealen Moment für den »Stangerlpass«, der an Christian Heinrich adressiert war. Heinrich wuchtete aus rund zwölf Meter den Ball zum 2:0 in die Maschen – die Entscheidung.

Den fälligen zweiten Treffer hätte der SVK auch schon früher erzielen können, doch abermals fehlte in der ein oder anderen Szene im Abschluss die Kaltschnäuzigkeit. Gleich im Anschluss an das 2:0 hatte Sebastian Leitmeier das dritte SVK-Tor auf dem Fuß, er setzte den Ball im Duell mit Aigner allerdings knapp neben den Kasten. Weiterhin erfreut zeigte sich Patrick Mölzl über die Einwechselspieler; so kurbelten Manuel Omelanowsky und Marinus Hillebrand – kamen für Alois Strasser (64.) und Stephan Schmidhuber (80.) – die Partie sofort weiter an. Zu einem Kurzeinsatz kam außerdem Martin Söll, der für Christian Heinrich wenige Minuten vor Schluss eingewechselt wurde. bts