»Die müssen alle ihr Zeug machen«

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Nicht nur er nimmt in der kommenden Saison wieder gute Platzierungen ins Visier: Philipp Nawrath vom Stützpunkt Ruhpolding, der der Lehrgangsgruppe I a angehört. Auch für die anderen Aktiven aus dem Stützpunkt geht es wieder darum, sich mit guten Leistungen für internationale Wettkämpfe zu empfehlen. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Das Training läuft wieder auf Hochtouren, und der Stützpunkt Ruhpolding ist in den Biathlon-Kadern des Deutschen Ski-Verbands (DSV) auch in der kommenden Saison enorm stark vertreten. Das gilt insbesondere für das Frauenteam.


Die Lehrgangsgruppe I a – deren Mitglieder ja die besten Aussichten auf Weltcup-Einsätze haben – ist sogar eine Art »erweiterte Stützpunkt-Auswahl«. Denn sechs der acht Sportlerinnen – nämlich Denise Herrmann (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal), Vanessa Hinz (SC Schliersee), Franziska Preuß (SC Haag), Marion Deigentesch (SV Oberteisendorf), Maren Hammerschmidt (SK Winterberg) und Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld) – gehören dem Stützpunkt an. Hinzu kommen Janina Hettich (SC Schönwald) und Vanessa Voigt (SV Rotterode). Betreut wird diese Gruppe wie bisher von Kristian Mehringer (Ruhpolding) als Leitender Disziplintrainer und Florian Steirer (Österreich/Disziplintrainer).

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In der LG I b – wiederum betreut von Tobias Reiter (Oberwössen) und Peter Sendel – gehören vier von sechs Biathletinnen dem Stützpunkt an. Dies sind Stefanie Scherer (SC Wall), Sophia Schneider (SV Oberteisendorf), Anna Weidel (WSV Kiefersfelden) und Franziska Hildebrand (WSV Clausthal-Zellerfeld). Aus dem Förderkader ist zudem Franziska Pfnür (SK Ramsau) dabei.

Diese Gruppe erhält sogar Verstärkung aus der LG I a: Franziska Preuß – im vergangenen Winter Gesamtdritte des Weltcups – ist nämlich bei den Einheiten der Gruppe ebenfalls dabei. Das freut Trainer Tobias Reiter besonders: »Das ist ein echter Vorteil für uns. Besonders bei den schnellen Einheiten können da die anderen Athletinnen sehen, wie die Weltspitze läuft«, freut er sich über die Teilnahme der 27-Jährigen. Zudem gibt es eine weitere Verstärkung: Athletiktrainer Marcel Andrä unterstützt den Perspektivkader ebenfalls. »Er ist bei den Trainingslagern immer dabei und auch jede Woche mal in Ruhpolding. Er bringt gute Impulse«, lobt der 35-Jährige. Dies sei besonders wichtig, »da wir ja vor allem im läuferischen Bereich am meisten ansetzen müssen.« Allerdings mahnt er auch zur Geduld: »Wir dürfen da nichts mit der Brechstange machen.«

Mit der Kadereinteilung könne man »insgesamt relativ zufrieden sein. Aber wichtiger ist ohnehin, welche Leistungen die Sportlerinnen in der neuen Saison bringen – die müssen alle ihr Zeug machen.«

Daher versucht das Team, sich so gut wie möglich vorzubereiten. Vor gut zwei Wochen begann die LG I b am Stützpunkt mit ihrem Training. Ende Juni und Ende Juli ist jeweils ein einwöchiges gemeinsames Trainingslager mit den weiteren Athletinnen der Gruppe – Juliane Frühwirt (SVM Tambach-Dietharz) und Hanna Kebinger (SC Partenkirchen) – geplant. Auch vor der Deutschen Meisterschaft Anfang September »werden wir etwas früher anreisen.« Ende September geht's dann für eine Woche nach Obertilliach, wann die Schnee-Vorbereitung stattfindet, ist noch nicht fixiert – das geschieht abhängig von der Schnee- und Wetterlage.

Aus den »älteren« Nachwuchs-Jahrgängen (2000 bis 2002) besteht die LG II a, hier sind Johanna Puff (SC Bayrischzell) und Lisa Spark (SC Traunstein) aus dem Stützpunkt dabei. Sparks jüngere Schwester Sophie gehört ebenso der LG II b (Jge. 2003 bis 2005) an wie ihre Vereinskollegin Marlene Fichtner, hinzu kommen hier Iva Moric (WSV Bischofswiesen) und Julia Kink (WSV Aschau).

Die Gruppe der Juniorinnen wird weiterhin von Andreas Birnbacher (Leitender Disziplintrainer der LG II a) betreut, die weibliche Jugend – ebenso wie die männliche – weiterhin von Florian Graf.

Bei den Männern gehören Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl) und Philipp Nawrath (SK Nesselwang) der Top-Gruppe I a an. Diese wird wie bisher von Bundestrainer Mark Kirchner (übergeordnet zuständig) sowie von Disziplintrainer Isidor Scheurl (Inzell) angeleitet.

Dank guter Leistungen in der vergangenen Saison sind Johannes Donhauser (SC Ruhpolding) und Dominic Schmuck (SC Schleching) in der Gruppe I b dabei. Diese wird wiederum von Remo Krug (Inzell) am Stützpunkt in Ruhpolding angeleitet.

»Wir sind seit gut drei Wochen wieder im Training. Alle sind gesund, es läuft gut«, freut sich der Inzeller. Ebenso froh ist er darüber, dass »wir heuer gut aufgestellt sind«, was die Trainerstruktur betrifft. So helfe Niklas Kellerer im Sommer als Trainer aus, im Winter ist er wieder als Techniker für das Team dabei. Für die Junioren zuständig ist nun Ralf Emonds, während für die Jugend Florian Graf das Training leitet.

Gänzlich ohne heimische Beteiligung ist die Gruppe II a, während in der II b Valentin Lagler (SK Berchtesgaden) sowie Elias Seidl (SC Ruhpolding) ihre gute Entwicklung fortsetzen wollen.

Zudem stellt der Stützpunkt gleich drei von vier Athleten des Förderkaders. Diesem gehören Lucas Lechner, Marco Groß (beide SC Ruhpolding) sowie Niklas Homberg (SK Berchtesgaden) an.

Aber auch Athleten, die nicht in den Kadern aufgelistet sind, können weiterhin am Stützpunkt trainieren. Zu ihnen gehören unter anderem Matthias Dorfer (SV Marzoll) und Simon Groß (SC Ruhpolding). »Wir haben bei den Herren und Junioren insgesamt rund 20 Sportler. Es können alle voll trainieren, auch wenn manche gerade noch bei ihren Behörden ihre Ausbildungsphase absolvieren oder noch in der Schule sind«, weiß Krug.

Alle Trainer hoffen mit den Aktiven auf einen gelungenen Verlauf der Vorbereitungen. Schließlich soll es für die Top-Athleten im kommenden Winter zu den Olympischen Spielen gehen, Weitere wollen sich für die nächsthöheren Kader oder Wettbewerbe anbieten.

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