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»Die Mittel sind im Moment ein wenig begrenzt«

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Dem Fußball-Landesligisten SV Kirchanschöring ist es im Auswärtsspiel beim den FC Deisenhofen nicht gelungen, nach dem 2:4 gegen Schlusslicht Falke Markt Schwaben vor einer Woche Wiedergutmachung zu betreiben und damit seine Auswärtsserie – bisher blieb der SVK in der Fremde unbesiegt – zu wahren.


In einem bis zur Halbzeit ausgeglichenen Spiel unterlief dem SVK der erste grobe Schnitzer, der zu einem Tor führte (51.), in einem typischen Duell, »das der gewinnt, der als erstes trifft«, so Sepp Thanbichler vom SVK. Sechs Minuten später gelang den Hausherren das 2:0 gegen die Kirchanschöringer, die erkennen müssen, »das die Mittel im Moment ein wenig begrenzt sind«, gestand sich Thanbichler ein.

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Ohne Patrick Mölzl (Grippe), Max Sturm und Max Vogl (beide angeschlagen) und weitere Aktivposten ging´s nach Deisenhofen, sodass Jakob Unkner zu seinem längst verdienten Startelf-Debüt kam, wobei er laut Thanbichler »eine gute Partie machte und einige gute Ansätze erkennen ließ.« Ebenso sollte später Tobias Schild seine erste Landesliga-Praxis sammeln und sogar Bernd Eimannsberger durfte nach 25 Stunden Schlaf und Jetlag noch mitkicken – er kehrte Freitag-Nacht von seinem mehrmonatigen USA-Aufenthalt zurück. »Nach den Einwechslungen von Omo (Manuel Omelanowsky d. Red.), Bernd und Tobi kam schon nochmal Schwung auf, allerdings haben wir auch da nichts Zwingendes zustande gebracht«, resümierte Thanbichler. Er hofft nun darauf, dass sich die Personalsituation in der kommenden Woche zu Hause gegen den TSV Eching etwas entspannt.

In Deisenhofen neutralisierten sich die Kontrahenten fast gänzlich. Erste Aufreger erlebten die 120 Zuseher somit erst nach gut einer halben Stunde, als Stephan Schmidhuber einen Freistoß in Richtung FCD-Gehäuse zirkelte, der dabei an einem Deisenhofener in der Mauer hängen blieb, der die Hand verdächtig nah am Ball hatte – der Referee ließ weiterspielen. Auf der Gegenseite kam Maximilian Mayer nach einer Flanke von Simon Grunert sträflich frei zum Kopfball, doch fiel der Kopfstoß zu schwach aus, um SVK-Torhüter Dennis Kracker in Verlegenheit zu bringen.

Sechs Minuten nach der Pause schlug Andreas Staufner eine Ecke mit Zug zum Tor. Nach dem Motto »nimm du ihn, ich hab ihn sicher« leisteten sich Christian Jung und Kracker ein folgenschweres Missverständnis: Jung zog den Kopf ein und vertraute auf das Eingreifen seines Schlussmanns, der wiederum das Gleiche von seinem Vordermann dachte. Die bittere Folge: Kracker rutschte das Leder durch die Finger, das zum 1:0 im Netz landete. So ganz spurlos ging der Gegentreffer sichtlich nicht an den Gelb-Schwarzen vorbei, die sich kurze Zeit später erneut einen Fehler erlaubten, der eiskalt bestraft wurde. Michael Vordermeier bediente nach einem SVK-Fehlpass im Spielaufbau von links seinen »Center« Andreas Staufner, der sofort draufhielt und das Leder optimal traf – der Ball schlug im linken Winkel ein (57.).

Im Anschluss trat der SVK auch nach den Einwechslungen besser in Geltung und erspielte sich ein Übergewicht, allerdings ohne großartig gefährlich zu werden. Bei den Hausherren kam der eher am Boden versierte, kleine Tobias Bukowski nach einem Freistoß zu einem Kopfballtreffer. »Dem fiel der Ball mehr oder weniger auf den Hinterkopf. Zu unserem Pech genau so, dass er in einer Bogenlampe über Kracker hinweg ins Tor segelte«, so Thanbichler über den Treffer zum 3:0-Endstand.

Es lief also schon einmal besser für den SVK, der hart dafür arbeiten wird, um nach der ersten Auswärtsniederlage der Saison nun an der ausbaufähigen Heimstatistik zu feilen. »Wir legen uns ins Zeug dafür, dass wir gegen Eching wiederdie Kurve kriegen«, so Thanbichler hoffnungsvoll. bts