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»Die Meisterschaft hat einen hohen Stellenwert«

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Sie ist gut gerüstet für die Titelkämpfe vor eigenem Publikum: Gabi Hirschbichler. (Foto: Wukits)

Es ist der erste echte Härtetest für die deutsche Eisschnelllauf-Elite in der Inzeller Max-Aicher-Arena: Von Freitag (ab 17 Uhr) bis Sonntag gehen dort die Deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften über die Bühne.


Mit am Start ist auch die fünfköpfige heimische Trainingsgruppe von Danny Leger. Für Moritz Geisreiter, Gabi und Hubert Hirschbichler sowie Roxanne und Joel Dufter heißt es, Gas zu geben. Schließlich geht es auch um die Qualifikation für den ersten Weltcupblock.

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»Natürlich hat die 'Deutsche' einen hohen Stellenwert. Es ist eine sportliche Standortbestimmung, auch wie wir im Sommer gearbeitet haben«, sagt Danny Leger. Ob es sehr gute Zeiten geben wird, lässt der Trainer offen.

Schließlich wurde im Sommer der Trainingsrhythmus geändert. »Unser Fokus liegt klar auf dem Weltcup. Eine Steigerung der Leistung ist für den Dezember geplant«, verrät Leger. Er schiebt auch gleich ein Lob an seine Truppe nach. »Die Umstellung hat gut geklappt«, sagt er.

Gabi Hirschbichler vor Martina Sablikova

Auch in den bisherigen Testrennen haben die Läufer überzeugt. Über 1000 Meter kam Gabi Hirschbichler am vergangenen Wochenende in der Max-Aicher-Arena auf den zweiten Platz. Der Sieg an die starke Holländerin Marrit Leenstra. Auf Rang 3 landete Superstar Martina Sablikova und Fünfte wurde Roxanne Dufter.

Über 1000 Meter der Männer sorgte Joel Dufter mit dem vierten Platz ein Ausrufezeichen. Sechster wurde Hubert Hirschbichler, der durch seinen Zeckenbiss noch einen kleinen Trainingsrückstand hat. Ein deutliches Lebenszeichen kam von Langstreckenspezialist Moritz Geisreiter mit dem dritten Platz über 3000 Meter. Den Sieg holte sich Bart Swings aus Belgien vor Patrick Beckert. Relativ ruhig gehen die Inzeller Sportler in die DM-Wettkämpfe. »Es sind wichtige Rennen, weil es um die Qualifikation für den Weltcup geht«, so Gabi Hirschbichler. »Ich bin gut durch den Sommer gekommen. Wir haben viele neue Dinge gemacht. Ich bin gespannt, wie ich das alles in Zukunft auf dem Eis umsetzen kann« sagt die 33-Jährige.

»Verbesserungen im technischen Bereich«

»Es geht mir gut und ich fühle mich sehr wohl«, freut sich Roxanne Dufter. »Ich habe Spaß mit unserem neuen Trainingskonzept und ich bin verletzungsfrei durch den Sommer gekommen« – das war bei der 24-Jährigen im Verlauf ihrer Karriere nicht immer gelungen. »Mit den bisherigen Rennen bin ich zufrieden. Dennoch sehe ich vor allem im technischen Bereich noch Verbesserungsmöglichkeiten, an denen wir täglich arbeiten.«

Wie immer freut sich die Inzellerin auf ihre Heimrennen. »Es gibt nichts Schöneres als vor heimischer Kulisse zu laufen«, betont sie.

»Ich denke, dass meine Form gut ist«, meint Hubert Hirschbichler trotz seiner jüngsten Probleme. »Ich habe zwei Monate lang Antibiotika nehmen müssen.« Ich denke, es hat mich nicht allzu viel Körner gekostet«, hofft der 25-Jährige. »Ich will in dieser Saison noch einen Schritt näher an die Weltspitze. Zunächst muss ich mich aber für den Weltcup qualifizieren und das wird heuer schwer.«

Joel Dufter plant den nächsten Schritt

Als Jüngster im heimischen Quintett zeigt sich Joel Dufter gewohnt gelassen und zugleich zielstrebig. »Die ersten Rennen bin ich sehr sauber gelaufen, aber das war noch nicht das Maximum. Ich versuche, für das Wochenende noch was draufzulegen«, verspricht der 21-Jährige. Im Sommer habe er sauber gearbeitet und die Technik weiter verbessert. »Mein Gefühl sagt mir, dass es in diesem Winter wieder einen Schritt nach vorne gehen wird«, sagt er und betont: »Wieder ein Schritt näher an die Weltspitze.«

In diese will Moritz Geisreiter wieder zurück. Er baut auf eine sehr gute Vorbereitung, die diesmal komplett ohne Ausfälle durch Verletzungen und Krankheiten verlief. »Die Deutsche Meisterschaft sehe ich als Auftakt in die erst später anstehenden wirklich wichtigen Rennen der Saison. Aber die nationalen Titelkämpfe sind schon spezielle Wettbewerbe«, gibt der 28-Jährige oofen zu.

Auch Claudia Pechstein geht an den Start

Die heimischen Teilnehmer treffen auf prominente Konkurrenz. Die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein kann nämlich trotz Trainingsausfalls aufgrund gesundheitlicher Probleme in Inzell antreten. In den vergangenen zwei Wochen hatte Pechstein wegen einer Entzündung am Knöchel Antibiotika nehmen müssen und plagt sich zudem seit einigen Tagen mit einer Erkältung.

»Dennoch werde ich am Freitag bei den 1500 Metern am Start stehen. Ich hoffe, dass ich unter zwei Minuten bleibe und hinter den drei Spezialistinnen Roxanne Dufter, Gabi Hirschbichler und Isabell Ost zumindest Vierte werde«, sagte Pechstein der Deutschen Presse-Agentur.

Auf den 3000 Metern will sich die 44 Jahre alte Berlinerin der »starken Angriffe von Bente Kraus erwehren«, auf ihrer Spezialstrecke über 5000 Meter eine »Richtmarke für die Saison« setzen.

Auf die Unterstützung ihrer jungen Fans können sich die Inzeller Kadersportler verlassen. Im Rahmen einer Übernachtung in der Turnhalle hat sich der Nachwuchs des DEC auf die Rennen in der Max-Aicher-Arena eingestimmt. Vor allem mit selbst gestalteten Fanplakaten wollen die jungen Sportler ihre Lieblinge überraschen.

Am Freitag beginnen die ersten Rennen um 17 Uhr, am Samstag und Sonntag jeweils um 13 Uhr. SHu