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»Die Jungs werden hier richtig belastet«

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Er freut sich auf die neue Saison mit dem FC Augsburg und zeigt sich von den Bedingungen in Ruhpolding sehr angetan: FCA-Trainer Markus Weinzierl.

Von »perfekten Bedingungen« in Ruhpolding schwärmt Trainer Markus Weinzierl vom Fußball-Bundesligisten FC Augsburg. Die Fuggerstädter sind – wie berichtet – seit Sonntag hier im Trainingslager, und »Wetter und Platz sind sehr gut«, freut sich der 38-Jährige.


Doch so malerisch sich die Landschaft darstellt: Für die Spieler ist der Aufenthalt beileibe kein Urlaub, sondern es geht kräftig zur Sache. Schließlich soll im ersten Trainingslager vor allem an den konditionellen Grundlagen gearbeitet werden. »Die Jungs werden hier intensiv belastet« so Weinzierl im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt im Hotel Ortnerhof.

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Der intensiven Belastung müssen sich auch die jungen Spieler Maik Uhde, Arif Ekin, Raphael Framberger (alle eigene U 19) sowie Bajram Nehibi (eigene U 23) stellen.

»Der FC Augsburg hat eine sehr gute Nachwuchsarbeit, da ist es das Ziel, einige Jungs an den Profibereich heranzuführen«, so der Cheftrainer. Wie schnell das Quartett von der Leistung her den Anschluss an die Erste Mannschaft finden könne, könne man frühestens nach den ersten Spieleindrücken sagen.

Die erste Chance dazu bietet sich am Freitag, wenn der FC Augsburg beim Drittligisten SSV Jahn Regensburg gastiert. Das sei für ihn »natürlich« ein besonderes Spiel, so Weinzierl. »schließlich war ich dort gut zehn Jahre.« Zunächst als Spieler, dann ab April 2006 als Co-Trainer und ab November 2008 als Cheftrainer. Er schaffte zum krönenden Abschluss im Jahr 2012 mit dem SSV Jahn den Aufstieg in die Zweite Liga – und wechselte anschließend zum FCA, wo er mit dem Team den Klassenerhalt schaffte.

Danach hatte es nach der Vorrunde mit nur neun Punkten noch nicht ausgesehen, doch mit einer starken Rückrunde sicherten sich die Augsburger zum zweiten Male in Folge den Ligaverbleib.

In der Vorrunde hatten die FCA-Kicker oft gut mitgehalten, waren aber unter anderem an ihrer schlechten Chancenverwertung gescheitert – auch, weil Torjäger Sascha Mölders im ersten Saisondrittel verletzt fehlte. »Da müssen wir uns steigern und effektiver werden, denn es sind Kleinigkeiten, die letztlich entscheidend sind«, hofft Weinzierl nun auf eine bessere Offensivleistung seiner Schützlinge.

Ein weiterer Schritt in Richtung erfolgreicher Aufholjagd war, dass Weinzierl in der Winterpause energisch durchgriff.

Dass Stefan Reuter als neuer Geschäftsführer Sport zum FCA hinzugekommen war, war dabei sehr hilfreich. »Das Verhältnis von Trainer und Manager ist immer sehr wichtig – zwischen uns passt da kein Blatt«, betont er, »und das haben die Jungs auch gemerkt.«

Dass ihm Reuter am Montag auch noch Halil Altintop als Neuzugang präsentieren konnte, freute den 38-Jährigen ebenfalls. Denn Altintop könnte in der Offensive neue Impulse setzen.

Altintop heute schon dabei

Altintop soll bereits am heutigen Dienstag (10 Uhr) beim Training im Ruhpoldinger Waldstadion dabei sein. Das erste Trainingslager dient nämlich neben der Konditionsarbeit auch dem Zusammenfinden der Mannschaft. Der Zusammenhalt der Profis ist wichtig, der Zusammenhalt »rund um den Verein« ebenfalls, »und der ist beim FC Augsburg sehr groß«, freut sich der Cheftrainer. Selbst als man in der Winterpause scheinbar abgeschlagen am Tabellenende gestanden hatte, sei die Stimmung bei den Anhängern positiv gewesen. »Wir haben tolle Fans, und das hat wesentlich zum Klassenerhalt beigetragen«, lobt Weinzierl.

Die gute Stimmung im Umfeld könnte auch heuer wieder einer der Garanten dafür sein, dass es dem FCA gelingt, zum dritten Male in Folge den Klassenerhalt zu schaffen. »Das ist ganz klar unser Ziel, denn die Liga ist sehr stark«, weiß der Trainer.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist harte Arbeit – wie jetzt in Ruhpolding – eine Voraussetzung. Daher wird heute zunächst im Waldstadion (ab 10 Uhr), am Nachmittag im Biathlonzentrum trainiert, am Mittwoch (10 Uhr) nochmals im Waldstadion.

Guter Kontakt zu Fritz Fischer

Der Kontakt zum Biathlon rührt daher, »dass ich den Fritz Fischer schon länger kenne«, so der 38-Jährige über das Ruhpoldinger »Biathlon-Urgestein«. Und so entstand letztlich auch der Wunsch, ein Trainingslager im Biathlon-Weltcuport zu absolvieren. »Im Vorjahr hatten wir schon angefragt, aber da war zu unserem Trainingstermin schon nichts mehr frei«, so Dominik Schmitz, Leiter der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit beim FCA.

Heuer hat es geklappt – und so können heute Kaptiän Daniel Baier und seine Teamkollegen im Biathlonzentrum schon einmal an ihrer Treffsicherheit arbeiten. Dann klappt's (hoffentlich) auch auf dem Fußballplatz ... Walter Hohler