weather-image
26°

»Die IDM-Spitze ist schon richtig auf WM-Niveau«

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Er überzeugte mit neuem Rundenrekord und zwei Spitzenplätzen: der Obinger Markus Reiterberger.

Über einen gelungenen Saisonauftakt in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (offizieller Name: »Superbike-IDM«) kann sich der Obinger Rennfahrer Markus Reiterberger freuen.


Denn der 20-Jährige überzeugte am Lausitzring mit schnellen Fahrten und guten Rennen, auch wenn sich der Titelverteidiger der Superbike-Klasse mit zwei dritten Plätzen »begnügen« musste.

Anzeige

Doch »die IDM-Spitze ist schon richtig auf WM-Niveau«, freute sich der Pilot des Teams Van Zon Remeha BMW. Das gilt insbesondere für seine Konkurrenten Xavi Forés (Spanien) und Max Neukirchner (Stollberg), die mit zwei werksunterstützten Ducatis unterwegs sind. Die Ducati 1199 Panigale R »ist ein Evo-Superbike, wie es seit diesem Jahr auch in der WM gefahren wird«, erläutert Reiterberger.

Da an den Tagen vor der Rennveranstaltung die offiziellen IDM-Tests am Lausitzring stattfanden, konnten die Piloten schon gut testen. »Der Belag war im Vorjahr aufgerissen und wurde neu asphaltiert, lediglich ein paar Stellen sind noch ein wenig wellig«, berichtet er begeistert.

Das brachte Rundenzeiten, die gut eine Sekunde schneller waren als im Jahr 2013. Beim offiziellen Freien Training pausierten praktisch alle Piloten, weil die Strecke nass war und die Temperaturen von zwei bis fünf Grad Celsius auch nicht gerade günstig waren.

Beim Zeittraining »war es zwar trocken, aber eiskalt«, berichtet Reiterberger. Er überzeugte im normalen Zeittraining und anschließend in der »Superpole« für die schnellsten Piloten, die dann noch einmal zehn Minuten Zeit haben, für die Bestzeit zu sorgen. Und die gelang Reiterberger, der damit die schnellste je auf dem Lausitzring gefahrene Zeit (1:37,9 Minuten) aufstellte.

Probleme im ersten Lauf

Im ersten Lauf hatte er zunächst Probleme. Er musste wegen der Kälte härtere Reifen aufziehen, während es dank des reifenfreundlicheren Ducati-Motors den zwei Hauptkonkurrenten möglich war, weichere Pneus zu nehmen. »Da sind die in den ersten fünf, sechs Runden schon weit weggefahren, mehr als der dritte Platz war da nicht drin«, bedauert er. Allerdings hatte Reiterberger nur 2,4 Sekunden Rückstand auf den zweitplatzierten Neukirchner, aber schon über elf Sekunden Vorsprung auf den Meister von 2012, Erwan Nigon (Frankreich/Suzuki), der knapp vor Michael Ranseder (Österreich/Honda Holzhauer Racing Promotion) ins Ziel kam.

Im zweiten Rennen »haben wir noch am Fahrwerk etwas geändert, und ich konnte von Anfang an mithalten«, freut sich Reiterberger. Vor allem in der letzten Runde lieferte sich der Obinger mit Max Neukirchner einen beherzten Zweikampf um Rang 2. »Das Motorrad lief gut, es hat im Team alles super gepasst«, berichtet er.

»In der letzten Kurve waren wir nebeneinander und sind fast gleichauf durchs Ziel gefahren, das hat richtig Spaß gemacht«, freut er sich. Um 37 Tausendstelsekunden musste er sich geschlagen geben. »Ich bin sehr zufrieden, da rührt sich was in der IDM«, zeigt er sich begeistert.

Pallinger Schmid hält gut mit

»Da rührt sich was« konnten auch die Veranstalter sagen, denn gut 14 700 Zuschauer waren insgesamt zu verbuchen. Sie sahen weitere spannende Wettkämpfe. In der Superstock-Klasse – die gemeinsam mit den Superbikes fährt, aber getrennt gewertet wird – feierte Marco Nekvasil (Österreich/Fritze Tuning BMW) einen Doppelsieg. Im ersten Lauf folgte hinter ihm Wilbers-BMW-Pilotin Lucy Glöckner (Nordhorn), im zweiten Durchgang wurde Dominic Vincon (Knittlingen/BMW Stilgenbauer) Zweiter. Gut hielt sich der Pallinger Hobbypilot Chris Schmid (BMW/racing4fun.de), der Rang 9 und 10 erkämpfte.

In der Klasse Supersport 600 ccm lag Marvin Fritz (Gundelsheim/Yamaha) jeweils vor Roman Stamm (Schweiz/Kawasaki) und dem Finnen Tatu Lauslehto vom Passauer Team Suzuki Stoneline-Mayer. Rang 5 und 4 erreichte der Salzburger Lukas Trautmann (Yamaha Freudenberg Racing).

Groß waren die Teilnehmerfelder in den Cup-Rennen, in denen mit gleichen Maschinen gefahren wird. Im Yamaha-R6-Dunlop-Cup trat Lukas Trautmann ebenfalls an und gewann vor Max Fritzsch (Claußnitz) und Roman Fischer (Schweiz), bester bayerischer Vertreter war der Unterfranke Thomas Müller (Karlstadt) auf Rang 14.

Zwei Läufe wurden im Suzuki-GSX-R750-Cup ausgetragen. Den ersten Durchgang gewann Dirk Schnieders (Kamp-Lintfort), den zweiten Kjel Karthin (Duisburg), jeweils Zweiter wurde Alexander Preuß (Heidesheim). Rang 14 und 15 erreichte Patrick Eckert (Bad Kissingen). Beim Nachwuchs im ADAC-Junior-Cup, in dem nun mit KTM-Maschinen gefahren wird, setzte sich Lukas Tulovic (Eberbach) vor Marc Zellhöfer (Fürth), Matthias Meggle (Reicholzried/ADAC Südbayern), Tim Georgi (Berlin) und Maximilian Sohnius (Hausham/ADAC Südbayern) durch.

Im MZ-Cup holte Mario Wilhelm aus Hof einen zweiten Platz hinter Knuth Strauß (Lungkwitz) und einen Sieg vor Klaus Schönfeld (Kleinopitz).

Mitte Mai geht es für die IDM-Piloten mit offiziellen Tests in Zolder (Belgien) weiter, zwei Wochen danach findet an gleicher Stätte der nächste IDM-Lauf statt. who