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»Die heiße Phase hat schon begonnen«

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Er freut sich schon auf den kommenden Biathlon-Weltcup: Markus Stuckmann.

Zu einer großartigen Veranstaltung mit großartiger Stimmung soll der Biathlon-Weltcup 2015 (13. bis 18. Januar 2015) in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena werden. Für die Organisatoren bedeutet dies: »Die heiße Phase hat schon begonnen«, so Tourismusdirektor Markus Stuckmann.


Stuckmann ist zugleich Mitglied des Weltcup-Organisationskomitees, unter anderem für Medien und Marketing zuständig. Die große OK-Sitzung hat bereits stattgefunden, nun geht es für die Organisatoren an die »Feinarbeit«.

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»Neues Stadionerlebnis« für die Zuschauer geplant

Fest steht schon jetzt: Die ohnehin schon gute Stimmung im Stadion soll 2015 noch einmal verbessert werden. »Wir wollen den Zuschauern ein neues Stadionerlebnis bieten, denn es soll alles noch etwas kompakter und familiärer werden.« Konkret heißt das: Der Streckenverlauf rückt noch näher an die Fans heran. Zum ersten Mal können die Zuschauer auch zu jedem Punkt der Strecke gehen. »Es konzentriert sich alles in Richtung Zentrum und Fischer-S«, erläutert Stuckmann und freut sich: »Das wird ein Hexenkessel.«

Möglich gemacht hat dies auch das günstige Wettkampfprogramm. Da heuer kein Einzellauf (20 km) dabei ist, kann man kürzere Teilstrecken auswählen. Ein weiterer Vorteil dieser kürzeren Distanzen: Der Aufwand für die Belegung der Strecken mit Schnee ist geringer. Das ist insbesondere deshalb günstig, weil man im schneearmen vergangenen Winter kein Schneedepot anlegen konnte. »Sonst haben wir immer Mitte November schon einige Strecken mit dem Schnee aus dem Depot belegen können«, erläutert Stuckmann.

Sorgen, dass es Schneemangel geben könnte, bestehen kaum. »Die Prognosen sind gut, und uns reichen zwischen vier und sechs kalte Tage, um für ausreichend Beschneiung zu sorgen – die Anlagen dafür sind bereits vorbereitet.« Kommt Naturschnee hinzu, ist das natürlich noch besser.

Zu den weiteren Aufgaben des OK zählen unter anderem die Vorbereitung der technischen Ausstattung des Pressezentrums, ein gutes Verkehrskonzept, ein Konzept für die Shuttle-Busse, das Thema Sicherheit (Gespräche mit Polizei, Landratsamt, Rotem Kreuz) und die Einteilung der freiwilligen Helfer sowie die Vorbereitungen im Champions Park im Ort selbst.

Hohe Wiederholungsrate bei Helfern und Fans

Was die Helfer betreffe – von denen man wieder etwa 1200 braucht – freue man sich über eine hohe Wiederholungsrate. Dies gelte auch für Helfer »aus den verschiedensten Teilen der Republik.« Auch bei den Fans ist die »Wiederholungsrate« hoch, und so kennen viele Helfer und Fangruppen bereits einander und freuen sich darauf, sich in der Chiemgau-Arena wiederzusehen. »Dieser Geist tut dem Weltcup gut«, betont Stuckmann.

Mit den Fanclubs haben die Organisatoren ebenfalls die Nähe gesucht. Beim ersten Workshop im Jahr 2013 waren rund 20 Clubs vertreten, insgesamt sind über 100 bei der Internationalen Biathlon Union (IBU) bzw. dem Deutschen Skiverband (DSV) registriert.

Der Workshop »war eine sehr positive Erfahrung. Wir haben wertvolle Anregungen bekommen und stehen in Kontakt.« Auch bei den Fangruppen konnte Verständnis geweckt werden dafür, welche Auflagen die Veranstalter erfüllen müssen. Man versuche, immer noch Verbesserungen zu erreichen, ob beim Service, beim Rahmenprogramm – und natürlich auch bei den Kosten und Einnahmen. Es sollen Möglichkeiten zu Einsparungen gefunden werden, ohne die Qualität leiden zu lassen.

Die Einnahmen fielen 2013 und 2014 geringer aus als erhofft. Insgesamt gebe es eine Tendenz, dass immer mehr Aufgaben an die Veranstalter delegiert würden, die Zahlungen jedoch nicht entsprechend erhöht würden. Hier gebe es Gespräche bei den »offiziellen Geldern« (vor allem von IBU und DSV), die Partnerschaft mit den Verbänden sei ohnehin sehr gut.

Bei den Einnahmen durch den Kartenverkauf sieht es erfreulich aus. »Wir sind derzeit etwa auf Vorjahresniveau, bei den Generalkarten (für alle Wettkampftage, d. Red.) liegen wir sogar besser«, so Stuckmann. Er verweist darauf, dass man bei den Tageskarten die im Vorjahr gesenkten Preise beibehalten und heuer die Generalkarten etwas vergünstigt habe.

Hoffnung auf Erfolge der deutschen Athleten

Das alles soll dazu beitragen, dass an den fünf Wettkampftagen wieder hervorragende Stimmung im Stadion herrscht. Natürlich sei diese Stimmung auch ein wenig von den Erfolgen der deutschen Biathleten abhängig, aber da hat Stuckmann keine großen Sorgen. Zwar gebe es keine »ganz große Galionsfigur« wie Magdalena Neuner mehr, »aber die Herren sind ohnehin gut dabei, und bei den Damen rücken die Talente immer weiter nach vorn.« Da der Stützpunkt Ruhpolding derzeit im Biathlon der erfolgreichste in Deutschland sei, ist Stuckmann auch um die weitere Zukunft nicht bange.

Die nahe Zukunft bildet nun erst einmal der Weltcup 2015. Insgesamt ist das Stadion für gut 30 000 Zuschauer (davon ca. 9000 auf der Tribüne) genehmigt, theoretisch wäre sogar eine Erhöhung möglich. Doch auch wenn die Chiemgau-Arena nicht komplett gefüllt ist: Die Stimmung soll wieder hervorragend sein – ein »Hexenkessel« eben ... who