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Die heiße Phase der Vorbereitung beginnt

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Julian Erhardt bereitet sich derzeit auf die Saison vor. Der Überseer Triathlet hat sich einige Ziele für dieses Jahr gesteckt.

Schön langsam wird's wieder ernst für Julian Erhardt: Der Triathlet aus Übersee bricht an diesem Freitag zu seinem letzten Trainingslager in der Vorbereitung in die Toskana auf, ehe die ersten Wettkämpfe auf dem Programm stehen.


Für die bevorstehende Saison hat sich der 25-Jährige richtig viel vorgenommen: Er möchte vor allem auf der Mitteldistanz für Furore sorgen. »Mein Gefühl ist sehr, sehr gut«, sagt der ehrgeizige Sportler, »in der Vorbereitung hat bisher alles geklappt.«

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Im dritten Trainingslager in diesem Jahr in der Toskana setzt Erhardt die nächsten beiden Wochen nun den Schwerpunkt auf das Radfahren. »Aber auch laufen kann man da ganz gut«, erzählt er, »da gibt's direkt an der Anlage einen Pinienwald.« Nur das Schwimmen ist eventuell nur eingeschränkt möglich. »Je nachdem wie die Wassertemperaturen im Pool sind«, lacht Erhardt. »Im vergangenen Jahr war's eher noch kalt, da konnte man teilweise nur eine Stunde schwimmen.«

Wir sind schon gut aufeinander eingespielt«

Begleitet wird Erhardt dabei wieder von seinen Teamkollegen von Triathlon Grassau und seiner Familie. »Das hat sich die letzten Jahre schon bewährt.« Im Gepäck hat der Profi natürlich auch die Trainingspläne von seinem neuen Coach Philipp Seipp. Die Zusammenarbeit mit Seipp macht Erhardt jedenfalls richtig viel Spaß. »Wir sind schon gut aufeinander eingespielt«, lobt der ehrgeizige Triathlet, der in dieser Saison auch wieder für das Team Erdinger Alkoholfrei starten wird.

Zusammen mit seinem Trainer hat er auch die Saisonziele fixiert. Julian Erhardt möchte demnach unbedingt beim Rhein-Neckar-Cup, eine Triathlon-Serie die fünf Wettbewerbe umfasst, in der Gesamtwertung weiter vorne landen als im vergangenen Jahr – und da wurde der Überseer starker Gesamtdritter. »Diesmal wäre also der zweite Platz gut«, sagt Erhardt und schiebt hinterher: »Der Sieg wäre natürlich noch besser.«

Der Vorteil in diesem Jahr liegt für ihn klar auf der Hand. »Ich kenne jetzt die teilweise anspruchsvollen Radstrecken schon.« Die Serie startet mit den Wettkämpfen in Mussbach (28. Mai) und Maxdorf (11. Juni). Danach folgen noch die Triathlons in Ladenburg (22. Juli), Heidelberg (30. Juli) und Viernheim (27. August). Dabei müssen die Starter allerdings nicht alle Bewerbe für die Gesamtwertung bestreiten, denn nur drei Ergebnisse fließen dort ein.

Doch bevor der erste Startschuss beim Rhein-Neckar-Cup erfolgt, hat Erhardt sein Saisondebüt in diesem Jahr schon hinter sich – und zwar auf italienischem Boden. Er macht nämlich am 7. Mai erstmals bei der Challenge Rimini mit – und freut sich schon drauf, denn neben einigen Freunden wird auch seine Familie vor Ort sein. »Das Gesamtpaket passt dort.«

Vorfreude auf den Chiemsee-Triathlon

Und dann geht's für ihn auch schon schnurstracks auf den ersten großen Saisonhöhepunkt zu – und auch dort darf sich Julian Erhardt einer großen Fangemeinde im Rücken sicher sein: Der Überseer, der ja Sportwissenschaften studiert hat und gerade noch an seiner Bachelor-Arbeit schreibt, startet nämlich auch wieder beim Eberl-Chiemsee-Triathlon am Sonntag, 25. Juni.

Danach geht's für ihn in eine kurze Wettkampfpause, ehe der zweite Saisonblock ansteht. »Da haben wir aber noch nicht ganz genau durchgeplant, wo ich starten werde.« Fest steht allerdings, dass Erhardt heuer sein Team Triathlon Grassau in der Bundesliga nicht unterstützen kann. »Das ist aus terminlichen Gründen dieses Jahr nicht möglich«, sagt er. Eventuell sei aber ein Start in der Zweiten Mannschaft der Grassauer in der Regionalliga drin.

Bei seinem Heimspiel am Chiemsee möchte Julian Erhardt übrigens wie 2016 – damals wurde er über die Mitteldistanz sensationell Zweiter – gut abschneiden. »Vor allem weil ich mittlerweile viele Partner aus der Region an meiner Seite habe«, freut er sich. »Das Umfeld stimmt einfach.« Und deshalb ist er guter Dinge, dass es eine ganz starke Saison für ihn werden wird. Aber jetzt fließt erst einmal noch jede Menge Schweiß im Trainingslager in der Toskana. SB